Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Jahrtausendwende«
Dragan schrieb am 9.9. 1999 um 01:51:39 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Oft wird befürchtet, durch den Jahr-2000-Computer-Fehler würde pünktlich zu Silvester die Welt in die Steinzeit zurückgeblastet. - Es könnte jedoch ebenso das genaue Gegenteil eintreten!
Nämlich folgendes: Zu Silverster fällt wirklich alles aus. Also von der Nachttischlampe bis hin zum Fernsehen.
Ein paar Tage wäre dann sicher einiges Chaos. Aber danach wäre natürlich Schluss mit dem ganzen alten Schmodder. Alle alten Sachen werden weggeschmissen und es kommen endlich mal neue Geräte ins Haus.
Zum Beispiel das Fernsehen. Eigentlich haben wir jetzt lange genug in dieses niedrig aufgelöste flimmernde Ding reingeschaut. Der blöde PAL- oder NTSC-Standard mit seinen paar müden Pixeln wird letztendlich nur weiterhin verwendet, weil momentan alle Welt so einen Fernseher hat. - Nach dem Jahr 2000 muß sich jeder einen neuen Fernseher kaufen, der viel bessere und flüssigere Bilder anzeigt. Die neuen Fernseher stehen schon im Lager des Media-Markt bereit, dort wartet man nur auf Silvester!
Das Telefonnetz geht natürlich auch zu Silvester kaputt. Und dann kauft sich die ganze Welt neue Telefone, mit einem Bildschirm drin, und Stereosound! Weil andere gibt es dann einfach nicht mehr, nichtmal im Import-Export-Laden.
Außerdem gehen alle Autos und modrigen Reichsbahn-Wägen zu Bruch. Beim freundliche Opel-Händler gibt es dann einen günstigen Raketenrucksack, die Bahn stellt selbstverständlich komplett auf Magnetschwebetechnik um (schließlich sind auch die Weichen kaputtgegangen) und baut superschicke Züge, die aussehen wie Raumschiffe und mit Kernfusion angetrieben werden. (Praktisch: Weil so viele Sachen kaputtgegangen sind, ist auch genügend Rohmaterial vorhanden zum Bauen neuer Sachen.)
Und zuguterletzt werden auch alle Gitarren kaputtgehen. Das wird ein Spaß. Nie mehr Britpop oder Metal Hammer oder Brian Adams! Ach, das Jahr 2000 wird sicher super!
Tanna schrieb am 9.9. 1999 um 16:36:46 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Es wird einfach geschehen.
Und nichts wird sich verändern.
Gelassenheit ist angebracht.
Außer bei kleinen Kindern, denen man eingeschärft hat, sich an diesen Moment später genau zu erinnern, und Fanatikern, die sich wider alle Vernunft in eine Jahrtausendwende-Euphorie hineingesteigert haben, wird der Jahreswechsel 1999/2000 ebensowenig Spuren hinterlassen wie der Jahreswechsel 1998/1999 oder 2000/2001, die eigentliche Jahrtausendwende, die aber vom Zauber der runden Zahl 2000 überstrahlt wird.
Und dann ist da noch der Fehler in der Berechnung des Anfangs unserer Zeitrechnung - denn Jesus Christus wurde nicht im Übergang von 1 v. Chr. zu 1. n. Chr. geboren, sondern vier bis sieben Jahre früher. Eigentlich leben wir also schon etwa im Jahr 2003 oder 2006 nach Christus, und die Jahrtausendwende ist bereits spurlos an uns vorübergegangen. Religiöse Fanatiker, die für 2000 des Weltuntergang erwarten, übersehen das gern.
Nein, die Welt wird nicht untergehen. Jedenfalls nicht wegen einer Jahreszahl. Sonne und Regen, Winter und Sommer werden so schnell nicht aufhören.
Liebe und Haß und Krieg werden sein - wie immer.
Kinder werden geboren werden, und das Millenium-Baby, das am 1.1.2000 als erstes geboren wird, wird wenig davon haben. Immerhin, es wird sich seinen Geburtstag leicht merken können und auch sein Alter stets leicht berechnen können.
Menschen werden sterben - und der Tod wird nicht anders sein als vor der Jahrtausendwende.
Milliarden von Menschen werden sich nicht einmal darüber klar sein, daß für die westliche, von der christlichen Tradition geprägte Welt ein neues Jahrtausend begonnen hat - weil sie in anderen Traditionen stehen und einen anderen Kalender verwenden.
So beginnt etwa in diesen Tagen, im September 99, für die Juden das Jahr 5760, gerechnet »von der Erschaffung der Welt«: bis zur nächsten Jahrtausendwende haben die Juden also noch 240 Jahre Zeit.
Ara schrieb am 17.9. 1999 um 13:43:22 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Jahrtausendwende erinnert an diese Klippe in dem Film »Unter Schafen« mit Wallace und Grommit. Ich denke an diese Szene wo Grommit mit dem Motorradbeiwagen führerlos auf den Abgrund an der Klippe zusteuert, das Brett mit der Aufschrift » drop 2000 ft« ( glaub ich wenigstens ) der Absperrung durchbricht. Und sich dann im freien Fall der Beiwagen auf Knopfdruck in ein Flugzeug umwandelt, mit dem Grommit seinen Siegesflug gegen diesen Robotterhund antritt.
Ha- einfach klasse!
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