Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 33, davon 33 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 26 positiv bewertete (78,79%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 19.4. 2001 um 14:42:42 Uhr schrieb
Projektor über Dialyse
Der neuste Text am 19.11. 2021 um 12:06:39 Uhr schrieb
schmidt über Dialyse
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 4)

am 3.9. 2002 um 09:42:47 Uhr schrieb
der bösartige Nachwuchs über Dialyse

am 19.11. 2021 um 12:06:39 Uhr schrieb
schmidt über Dialyse

am 19.2. 2004 um 22:35:20 Uhr schrieb
adsurb über Dialyse

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Dialyse«

medicine schrieb am 27.10. 2001 um 19:03:10 Uhr zu

Dialyse

Bewertung: 1 Punkt(e)



Extrakorporale Dialyse

Falls eine konservative Therapie nicht ausreicht, muss die nicht mehr ausreichende Nierenfunktion mit
technischen Hilfsmitten ersetzt werden. Zu diesem Zweck wird aus einer Vene, meistens der Armvene oder
seltener der Oberschenkelvene, Blut mittels eines Katheters entnommen und über Schlauchsysteme und
Pumpen in ein System von halbdurchlässigen Membranen geleitet. Auf der anderen Seite dieser Membranen
fließt genau dosiert eine salzhaltige Flüssigkeit. Über die Membran gelangen die aus dem Blut
auszuscheidenden Substanzen in die Salzlösung, von der sie letzendlich zu Abwasser werden. Die
Salzlösung wird aus Vorratsbehältern über Schlauch- und Pumpensysteme entnommen und von der Industrie
fertig geliefert. Nach Passieren des Membransystems gelangt das gereinigte Blut in die gleiche Vene zurück,
jedoch etwas herznäher als die Entnahmestelle. Um der Vene die notwendige Blutmenge entnehmen zu
können, wird bei Dialysepatienten in Lokalanästhesie eine Kurzschlussverbindung mittels eines kleinen
Schlauches zwischen der Arterie und der Vene dauerhaft hergestellt. Durch die direkte Verbindung zwischen
Arterie und Vene wird die Vene u. a. geweitet.

Wichtig für die Durchlässigkeit (= Permeabilität) der Membran des Dialysesystems ist ein Konzentrations-
und Druckunterschied zwischen beiden Seiten der Membran. Die zu filtrierende Substanz muss auf der
»Blutseite« in einer höheren Konzentraton vorhanden sein als auf der »Dialysatseite«, also der der salzhaltigen
Flüssigkeit. Durch die Membran hindurch kommt es zu einem Konzentrations- und Druckausgleich der
durchgängigen Substanzen zwischen beiden Membranseiten. Die vorgestellte Reinigung des Blutes mittels
semipermeabler Membranen und dem Dialysat wird als extrakorporale Dialyse (außerhalb des Körpers)
bezeichnet.

Die extrakorporale Dialyse muss so lange erfolgen, wie der Funktionsverlust der eigenen Nieren dies
erfordert. Das bedeutet in der Regel eine lebenslängliche Dialyse, und das dreimal pro Woche für jeweils vier
bis acht Stunden.

Für die betroffenen Patienten bedeutet dies eine erhebliche räumliche und zeitliche Einschränkung und damit
eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die zeitliche Einschränkung kann durch die Heimdialyse,
d. h. die Aufstellung eines relativ teuren Dialysegerätes in der Wohnung des Betroffenen und eine damit
mögliche Anpassung der Dialysezeiten an individuelle Bedürfnisse, in bestimmten Grenzen verbessert
werden.

medicine schrieb am 27.10. 2001 um 19:05:14 Uhr zu

Dialyse

Bewertung: 1 Punkt(e)

Hämofiltration

Venöses Blut wird über eine Membran geleitet, welche für Moleküle bis zu einer Molekülgröße von 35.000
Dalton durchlässig ist. Unter einem Dalton versteht man die Masseneinheit, die gleich der relativen
Atommasse des Wasserstoffs in Gramm ist. Die Anzahl an Dalton eines Moleküls berechnet sich aus der
Molekularmasse, also der Summe aller in dem Molekül vorhandenen Atome in Gramm. Ein Wassermolekül
besitzt demnach rund 18 Dalton.

Es wird bei dieser Methode eine dem Primärharn ähnliche Flüssigkeit über die Membran
ausgeschieden.Diese ausgeschiedene Flüssigkeit enthält die harnpflichtigen Substanzen. Diese Flüssigkeit
kann bei dem derzeitigen Stand der Technik noch nicht entsprechend der Funktion der Tubuli weiter
verarbeitet werden und wird sozusagen als »Abwasser« abgeleitet.

Der Körper verliert daher neben den auszuscheidenden Substanzen auch die sonst von gesunden Nieren
zurückresorbierten Bestandteile des Primärharns. Üblicherweise werden dreimal pro Woche je 14 bis 18 Liter
ausgetauscht. Das bei dieser Methode verlorengegangene Wasser und die verlorengegangenen Elektrolyte
müssen entsprechend teilweise ersetzt werden. Auch hier ist die Entscheidung, welche Methode
angewendet wird, individuell zwischen Patient und Arzt zu klären.

Komplikationen

Bei der Dialyse und der Hämofiltration müssen dreimal wöchentlich Blutgefäße punktiert werden, um größere
Blutmengen entnehmen und nach der Reinigung wieder in den Körper zurückleiten zu können. Ein häufiges
Problem ist das Auftreten von Thrombosen, d. h. Blutgerinseln, welche das Gefäß verschließen und damit für
die Dialyse unbrauchbar machen. Bei der Peritonealdialyse können Bauchfellentzündungen durch Eintreten
von Keimen entlang des Katheters durch die Bauchwand in die Bauchhöhle auftreten.

Bei unkontrollierter Kaliumaufnahme mit der Nahrung, z. B. bei Bananen, kann wegen der fehlenden
Regulation des Kaliumblutspiegels durch die Niere eine lebensbedrohliche Erhöhung des Blutkaliumspiegels
auftreten. Zur Kontrolle der Flüssigkeitsaufnahme und damit zur Vermeidung von Überwässerung und zu
hohem Blutdruck müssen sich Patienten mit einer Niereninsuffizienz täglich wiegen.

Gefürchtet sind bei Dialysepatienten Aluminiumablagerungen im Gehirn, welche zur Demenz
(Verschlechterung der Hirnfunktion) führen können, sowie Aluminiumablagerungen in den Knochen.

Patienten mit regelmäßiger Hämodialyse weisen ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit Hepatitis B und C
sowie HIV auf. Derartige Infektionen erfolgen durch Verunreinigungen der Dialysegeräte mit dem Blut anderer
Patienten, was trotz größter Gewissenhaftigkeit nie völlig auszuschließen ist. Eine aktive Schutzimpfung
gegen Hepatitis B wird daher angeraten. Durch den Einsatz persönlicher Dialysegeräte bei der Heimdialyse
kann dieses Risiko reduziert werden.

Prognose schrieb am 27.10. 2001 um 19:23:43 Uhr zu

Dialyse

Bewertung: 1 Punkt(e)

Eine Dialyse kann die Funktion der Niere nicht vollständig
ersetzen. Die Hämodialyse belastet den Körper. Bei
chronischen Hämodialyse-Patienten kommt es nach
vielen Jahren zu Spätschäden wie Gefäßverkalkungen,
Herzerkrankungen, Knochen- und Gelenkschäden. Durch
eine optimale Hämodialyse-Behandlung sowie durch
zusätzliche, sorgfältige Therapie von Bluthochdruck,
Fettstoffwechselstörung und Anämie lassen sich diese
Schäden deutlich vermindern oder ihr Auftreten
verzögern.

Für die Hämodialyse gilt allgemein der Grundsatz: Je
länger (Stunden pro Woche) und häufiger die Patienten
dialysiert werden, umso geringer sind die Spätschäden
und umso länger leben die Patienten.

In Deutschland leben heute die Hälfte der
Dialysepatienten länger als zehn Jahre, etwa ein Viertel
der Patienten überlebt 20 und mehr Jahre. Je intensiver
die Dialyse-Behandlung (Stunden pro Woche), desto
länger ist die Überlebenszeit der Patienten.

Eine wichtige Rolle spielen dabei aber auch Faktoren wie
das Alter der Patienten zu Beginn der
Dialyse-Behandlung, die Mitarbeit und zusätzliche
Krankheiten.

medicene schrieb am 27.10. 2001 um 19:02:48 Uhr zu

Dialyse

Bewertung: 1 Punkt(e)

Der Begriff Dialyse leitet sich vom griechischen »dialysis«, was übersetzt Auflösung bedeutet, ab. Man
versteht darunter eine künstliche Blutwäsche bzw. ein physikalisches Verfahren, das die Funktion der Nieren
ersetzt. Sie wird notwendig, wenn die Nierenfunktion hochgradig eingeschränkt ist. Die Entscheidung basiert
in erster Linie auf der Harnmenge, den Nierenwerten im Blut sowie den klinischen Symptomen. Dabei gibt es
verschiedene Arten der Dialyse, die in der Folge beschrieben werden. Die Entscheidung, welche Art der
Dialyse am geeignetsten ist, muss vom Arzt gemeinsam mit dem Patienten jeweils individuell getroffen
werden.

Haagen S. schrieb am 27.10. 2001 um 18:56:03 Uhr zu

Dialyse

Bewertung: 1 Punkt(e)



1975 kam ich mit 32 Jahren zum erstenmal an die »Künstliche Niere«, da
beide Nieren vollständig versagt hatten.

Ein Jahr lang wurde ich im Krankenhaus dialysiert, bis sich mein Mann
und ich entschlossen, Heimdialyse zu machen.

In den folgenden 7 Jahren machten wir Heimdialyse, bis ich meine erste
Niere bekam. Nach 2 Jahren stiess mein Körper die Niere wieder ab, sie
wurde operativ entfernt und nach einem Jahr Krankenhausdialyse machten
wir wieder Heimdialyse.

Nach weiteren 7 Jahren bekam ich meine zweite Niere, die bis heute
einwandfrei funktioniert.

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