Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
111, davon 108 (97,30%)
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Der erste Text |
am 25.10. 1999 um 21:08:22 Uhr schrieb Vampyra
über Alptraum |
Der neuste Text |
am 24.7. 2021 um 06:28:40 Uhr schrieb S.
über Alptraum |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 31) |
am 24.7. 2021 um 06:28:40 Uhr schrieb S. über Alptraum
am 29.7. 2005 um 20:27:13 Uhr schrieb mcnep über Alptraum
am 17.10. 2007 um 22:48:13 Uhr schrieb Hannes über Alptraum
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Alptraum«
flaming bess schrieb am 21.4. 2004 um 13:01:44 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
es gibt den alptraum vom intelligenten kühlschrank, der die bestände prüft und selbständig fehlendes via internet o.ä. nachbestellt. der alptraum besteht darin, daß der kühlschrank permanent genau diese pizza nachbestellt, die einem beim ersten mal schon nicht geschmeckt hat...
und genau das erlebe ich in letzter zeit. da ich mich wegen eines skiunfalls nicht selbst versorgen konnte, hab ich mich bei meinen eltern einquartiert. und was passiert: ich esse eine pizza, die ich nur mal ausprobieren wollte. schmeckt nicht. am nächsten morgen beim frühstück: meine mutter erzählt mir fröhlich, daß sie mir wieder so eine pizza besorgt hat. desgleichen mit schokolade - ich würge mir im heißhunger eine tafel runter, die mir nicht schmeckt - am nächsten tag bringt sie mir zwei tafeln davon mit.
ich bitte sie, mir rucola zu besorgen. macht sie, ich esse den rucola, und am nächsten tag ist schon wieder eine packung im kühlschrank - ja soll ich denn jeden tag nur noch rucola essen?
das schlimmste ist: sie meint´s ja nur gut...
mcnep schrieb am 12.9. 2004 um 21:27:27 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Ich liege bäuchlings gefesselt auf einer Pritsche. Meine Beine sind auseinandergespreizt, in meinem Mund steckt ein Ballknebel. Ein Mann, man sagt redensartlich ein Kerl wie ein Schrank, betritt den dämmrigen Raum. Er trägt nichts als eine Art Lederschurz, wirkt jedoch durch seine extreme Körperbehaarung wie in Fell gewandet. »Jetzt wollen wir uns mal um Dich kümmern, Du geiles Stück Scheiße«, knurrt er mit einem nachtschwarzen Bass. Er fährt die elektrisch steuerbare Pritsche herunter, bis sie fast am Boden angelangt ist, und beginnt geräuschvoll und mit einem kraftvollen Strahl auf mich zu urinieren. Die Liege fährt wieder höher und neigt sich leicht. Dann beginnt er rücksichtslos, meinen Anus zu weiten und durch die Spiegelung einer gegenüberliegenden Scheibe, es ist wahrscheinlich ein Einwegspiegel, sehe ich, wie er sein enormes Glied hart knetet, um sich dann in unglaublicher Vehemenz Zutritt zu meinem Allerheiligsten zu verschaffen.
Plötzlich löst sich die Szenerie auf, ich spüre ein Streicheln am Arm, ich tauche aus den Bildern auf und die Stimme meiner Frau sagt: »Willst Du nicht langsam aufstehen? Leon und Jessica müssen in einer Dreiviertelstunde im Kindergarten sein, und anschließend wollten wir doch noch in den Baumarkt...« Zum Glück erwache ich in diesem Moment schweißgebadet.
Aurian schrieb am 14.6. 2000 um 16:06:56 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Bettgeschichte
Warum soll man nachts mit den Füßen unter dem Bettzeug schlafen? Es gibt nur einen plausiblen Grund dafür. Die Geborgenheit. Die Zuversicht am nächsten Tage wieder an der selben Stelle wieder aufzuwachen, wo man sich abends zu Ruhe begeben hat.
Erschöpft aber glücklich legst Du dich nieder. Draußen ist es schon düster. Der Mond scheint heute Nacht nicht zu existieren. Er erhellt nicht diese kalte, regnerische Dunkelheit. Aber Du liegst wohlbehütet in deinem Schlafzimmer und bereitest Dich auf eine kraftgebende Nacht vor. Du weißt, das Dein Körper sich heute abend erholen wird. Du freust Dich auf die neue Energie. Beruhigt schaltest Du das Licht der Lampe aus und fällst langsam in einen Dämmerzustand, der dann in einen tiefen Schlaf übergeht.
Während Deiner Reise in das Traumland, scheinst Du nicht richtig aufgepaßt zu haben. Irgendwo ist Deine Seele falsch abgebogen. Und einer Deiner Füße hat sich selbstständig gemacht. Liegt nun ungeschützt über der Decke, die dich noch so mollig wärmt.
Sinnlose, falsche Gedanken formen in Dir einen Zustand der Angst.
Du weißt plötzlich, das Du keine Chance mehr hat, zu entkommen. Dann spürst Du es plötzlich.
Du merkst, wie sich eine glatte, kalte schleimige Hand Deinen linken Knöchel packt, dich hinterzieht in das Reich der Monster und Dämonen.
Immer schneller und tiefer zieht es Dich hinein. Grauenhafte Gestalten machen sich an Dir zu schaffen. Wollen Deinen Körper, Deine Seele wollen dein Leben.
Der fahle Mond ist der einzige Zeuge. Du willst schreien, doch Dein Hilferuf bleibt Dir im Halse stecken, als Du die grüne, schleimige Kreatur mit den überlangen Tentakeln erkennst. Du siehst noch, wie sich sein riesiger Schlund öffnet und dich verschlingen will. Du beginnst krampfhaft zu rennen, in Panik rührst Du dich nicht von der Stelle. Dabei arbeitet Dein Körper wie wild. Möchtest überleben. Das Monstrum deiner Seele hat dich erwischt. Du hast Todesangst, Schweiß strömt Dir über die Stirn. Die Atmung ist beschleunigt. Fast krampfhaft versuchst Du dagegen zu halten. Aber auch dieser Versuch ist hoffnungslos. Es öffnet seinen Schlund, mit den spitzen Fangzähnen und Du weißt nun endgültig, daß dies das Ende für Dich ist. Das Monstrum will gerade seine scharfen Zähne in Dich treiben, als Deine Seele endlich und nach langen Suchen den richtigen Weg wieder gefunden hat. Sie hat den Ausgang erkannt und rettet Dich vor Deinem persönlichen Alptraum.
Mit letzter Kraft kannst Du die Augen öffnen und die Nachttischlampe ein- schalten. Deine Kehle ist staubtrocken. Die Nachwirkungen sind dir noch unklar. Erschöpft greifst Du zur Wasserflasche. Nimmst einen langen Zug in Dich auf. Schmeckst, wie das kühle Naß Dir die Speiseröhre hinunter strömt. Dann greifst Du zur Zigarette und zündest sie mit zitternden Händen an. Inhalierst den Rauch und füllst für einen Moment Deine Lungen mit ihm. Es schmeckt Dir nicht, aber hilft die Angst zu vertreiben. Mutig guckst Du unter Deine Decke, hoffst, das noch alle Teile deines Körpers vorhanden sind. Du hast Glück.
Alles ist noch dran. Beruhigt stößt Du einen Seufzer aus.
Du machst die Zigarette aus und löschst das Licht. Diesmal hoffst Du jedoch, auf eine traumlose Nacht ohne die Monster Deiner Seele. Halte Deine Füße unter der Decke, dann wird Dir nichts geschehen. Dann können sie dich nicht kriegen und Du hast eine Ruhige Nacht vor Dir. Andernfalls, finden sie Dich mein Freund, sie finden immer alle.
Ende
spiegel schrieb am 21.5. 2001 um 20:47:28 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Alptraum einer Anarchie
Nach Osttimor will auch die Krisenprovinz Aceh unabhängig werden.
Präsident Wahid steht vor einer schweren Bewährungsprobe. Zerfällt
sein Riesenreich?
Seine Anhänger johlten nach der Rede, Beobachter werteten sie als
bedeutende Richtschnur für die Zukunft des Landes. Unmittelbar
nach seiner Wahl vor knapp vier Wochen war Indonesiens neuer
Präsident Abdurrahman Wahid, 59, zu einer spontanen Ansprache vor
das Parlament in Jakarta getreten.
Mit dem Erbe der Ära Suharto müsse »friedlich« aufgeräumt werden,
forderte das Staatsoberhaupt. Um den wirtschaftlichen Niedergang
der mit 210 Millionen Bewohnern viertgrößten Nation der Erde zu
stoppen, wolle er vor allem die »Einheit des Landes sichern«. Doch
schon vergangene Woche schien das Versprechen des sanften
Muslimführers nur noch Makulatur.
Nachdem Wahid auf einer
Pressekonferenz versichert hatte, auch
den 4,3 Millionen Bewohnern der
rebellischen Nordprovinz Aceh stehe ein
Unabhängigkeitsreferendum wie in
Osttimor zu (»Das ist Gerechtigkeit«),
strömten in der Provinzhauptstadt Banda
Aceh am vorigen Montag die Bewohner
zusammen. In einer der bisher größten Demonstrationen Indonesiens
forderten etwa eine Million Acehnesen »Freiheit« und einen
unabhängigen »islamischen Staat«.
Kaum im Amt, droht dem ersten demokratisch gewählten Präsidenten
eine schwere Regierungskrise. Reformpolitiker, die geholfen hatten,
eine Mehrheit für ihn zu schmieden, revoltieren. "Wenn Aceh sich
abspaltet", protestierte Amien Rais, Sprecher der Beratenden
Volksversammlung, »dann bricht alles auseinander.«
Auch Parlamentssprecher Akbar Tanjung machte seinen Widerstand
deutlich: "Kein Abgeordneter würde ein Referendum unterstützen,
das zur Abspaltung Acehs führt." Akbars Einspruch wiegt schwer. Als
Führer der früheren Regierungspartei Golkar hatte der Diplomatensohn
seine Anhänger dazu gedrängt, dem damaligen Präsidenten B. J.
Habibie die Gefolgschaft zu entziehen, weil dieser die Abspaltung
Osttimors eingeleitet hatte.
Flugs korrigierte Wahids neuer Außenminister Alwi Shihab seinen für
widersprüchliche Aussagen bekannten Chef: "In Fragen der
nationalen Einheit muss zuerst die Beratende Volksversammlung
konsultiert werden." Auch Wahid schränkte sein Zugeständnis rasch
wieder ein: "Mit einem Referendum wollen wir uns auf keinen Fall
drängeln lassen."
Der nach zwei Schlaganfällen fast erblindete Wahid, ein geschickter
Taktiker, hofft auf die Überzeugungskraft seines Kompromissmodells
für Aceh. Die Region, so hatte er angekündigt, dürfe fortan 75
Prozent der Erlöse aus ihren reichen Öl-, Gas- und
Edelmetallvorkommen behalten. Nahe der Stadt Lhokseumawe
befinden sich Indonesiens gigantische Erdgasvorkommen und die
wichtigste Produktionsstätte von Flüssiggas. Hier werden gut zehn
Prozent der Deviseneinnahmen des Archipels der 17 500 Inseln
erwirtschaftet. In der Vergangenheit war davon so gut wie nichts in
der Provinz geblieben.
Wahid ordnete zudem an, dass die Armee sich aus dem 55 392
Quadratkilometer großen Gebiet an der strategisch wichtigen Straße
von Malakka möglichst schnell zurückzieht und die Polizei
Demonstrationen nicht mehr unterbindet. Den Sicherheitskräften
wurden in der Vergangenheit schwere Menschenrechtsverletzungen
vorgeworfen.
Seit die »Nationale Befreiungsfront Aceh-Sumatra« 1976 einen
islamischen Staat unter Leitung des ins schwedische Exil
geflüchteten Prinzen Hasan di Tiro ausgerufen hatte, herrscht
Aufruhr. 1989 erklärte der damalige Diktator Suharto Aceh zum
»militärischen Operationsgebiet«. Jakartas Truppen durften morden,
foltern und vergewaltigen, sofern sie nur den geringsten Verdacht
hegten, es mit Sympathisanten der radikalen Muslim-Guerrilla zu tun
zu haben.
Der Hochschullehrer Abdul Mohammed, 52, geriet 1990 in die Fänge
der gefürchteten Eliteeinheit Kopassus. Um das Geständnis zu
erpressen, er habe die Guerrilla unterstützt, rissen seine Peiniger ihm
die Fußnägel aus und schlugen ihn mit Tischbeinen. "Nach drei
Monaten Haft», sagt der schmächtige Mann, «hat meine Familie mich
nicht wiedererkannt."
Menschenrechtsgruppen schätzen die zivilen Opfer der letzten zehn
Jahre vorsichtig auf etwa 3000. Die Aufständischen sprechen von
mehr als 30 000 Toten. Ständig werden neue Massengräber
entdeckt.
"Auch wenn Wahid jetzt einen noch so weit reichenden
Autonomiestatus verspricht", sagt der Menschenrechtsaktivist
Wiratmadinata, "kommt das zu spät. Die Leute haben zu viel Terror
erlebt, ihre Geduld ist am Ende." Obwohl vergangene Woche der
Kommandeur der Streitkräfte in Aceh durch einen Einheimischen
ersetzt wurde, schlägt den Soldaten Jakartas nur noch Hass
entgegen.
Als sich Truppen in der Gegend von Lhokseumawe weigerten, die
rot-weiße indonesische Fahne einzuholen, brannten Demonstranten
kurzerhand die Kaserne und das Provinzparlament nieder. In einem
Vorort wurde ein Soldat splitternackt durch die Straße getrieben. In
Banda Aceh stürmte der Mob das Gefängnis und befreite mehr als
100 Insassen. Die Ordnungskräfte waren machtlos. Sie dürfen, damit
die Ausschreitungen nicht eskalieren, ihre Schusswaffen nicht mehr
benutzen.
Die aufziehende Anarchie könnte für Jakarta zum Alptraum werden.
»Wenn Wahid uns nicht bald ein Referendum gewährt«, droht Ismail
Sahputra, 34, Kommandeur der Guerrilla im Distrikt Pase, "erklären wir
ihm den Dschihad, den heiligen Krieg."
Die Guerrilla habe derzeit mehr als 1000 Mann unter Waffen und
könne schnell aufgestockt werden. "Mehr als 5000 Acehnesen sind in
Libyen ausgebildet worden", behauptet der gedrungene Mann.
Schon heute herrschen in Aceh die strikten Regeln des Islam. Der
Verkauf von Alkohol oder Frauenfotos auf Werbeplakaten sind streng
verboten. »Wir wollen zu unseren historischen Wurzeln zurückkehren«,
sagt Sahputra.
Aceh, traditionell Schnittstelle zwischen arabischer und asiatischer
Welt, galt über Jahrhunderte als Tor des Islam zu den indonesischen
Inseln. Weil die Aceh-Muslime sich nicht den holländischen
Kolonialherren ergaben, errichteten die Pfeffersäcke im einstigen
Sultanat eine Gewaltherrschaft, die bis Anfang des Jahrhunderts
zehntausende Opfer forderte. Erst die Zusicherung einer
weitgehenden Autonomie im jungen Indonesien überzeugte die
Acehnesen, sich dem Staatsgründer Sukarno anzuschließen. Doch
von ihm und seinem Nachfolger Suharto fühlten sie sich betrogen.
"Es hat gar keinen Sinn, mit Jakarta über etwas anderes als
Unabhängigkeit zu verhandeln", meldete sich vorige Woche Prinz
Hasan di Tiro, Thronfolger der letzten acehnesischen
Sultan-Dynastie, aus Stockholm zu Wort. "In wenigen Jahren wird
Indonesien in mindestens fünf Länder zerfallen sein."
Auch die südlich von Aceh gelegene Provinz Riau, in der rund 50
Prozent des indonesischen Erdöls gefördert werden, will unabhängig
werden. Gleiches gilt für Sulawesi und die unruhigen Molukken.
In Irian Jayas Hauptstadt Jayapura, gut 4000 Kilometer von Aceh
entfernt, gingen am Freitag mehrere tausend Menschen für die
Unabhängigkeit auf die Straße. Die Westhälfte Neuguineas, Heimat
von knapp zwei Millionen Menschen, die einen der größten Urwälder
der Erde bewohnen, war erst 1969 mit falschen Versprechungen dem
indonesischen Staat einverleibt worden.
Wahid weiß, welches schwierige Erbe er antritt. Im September hatte
ihn eine seiner letzten Wahlkampfreisen nach Aceh geführt. Wenn er
gekommen sei, um einem Referendum zuzustimmen, sei er
willkommen, empfingen lokale Politiker den Gast am Flughafen. "Wenn
nicht, können Sie gleich wieder umkehren."
Ugullugu (alkoholisch umnachtet) schrieb am 27.10. 2002 um 01:01:09 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Brrr, letzte Nacht habe ich einen Albtraum gehabt. Das war so in einer Art Gruselschloß, und eine jüngere Frau hat sich dort um eine sachliche Aufklärung der Vorfälle bemüht, aber eine richtig alte Frau kam dann dazu. Die hat, mit Kurzhaarfrisur und völlig ohne Lächeln, ihre Schrotflinte geschultert und ist ins Gruselschloß reingegangen, hat die jüngere Frau beiseite geschubst. Sie lief eine Zeit in den leeren Hallen des Schlosses umher, die jüngere Frau versuchte, sie vor irgendeiner Gefahr zu warnen, dann ging die alte Frau um eine Ecke, ich und die junge Frau haben nur einen Schatten gesehen, sie war uns immer einen Schritt voraus. Dann kamen wir angerannt, wir hörten das hyterische Schreien der Alten, und bogen just um die Ecke, als sie völlig in Panik und schreiend auf eine´Art Pappaufsteller schoß, der war natürlich nicht aus Pappe, es war ein Spiegel, eine Figur aus Spiegelglas, aber DA WAR ÜBERHAUPT NIEMAND VOR DER ALTEN FRAU, NUR SIE SELBST, ein wahnsinnig häßlicher MAnn, ein Jäger mit Ohrenklappenmütze, eigentlich konnte nur sie sich darin spiegeln, aber der Schatten eines Spiegels sieht auch aus wie ein Mann, und es war ja auch dunkel, nur der Mond schien durch ein Fenster so breit wie die ganze Wand herein, und wenn man eine Scherbe des zerschossenen Mannes in die Hand genommen hat, spiegelte sich immer der Teil darin, den man gerade betrachtete, wenn ich zum Beispiel meine Stirn anguckte, sah ich die Stirn des unheimlichen Spiegelmannes usw., und die alte Frau, war es echt meine Kndergärtnerin?, oh Gott, wie daneben, die Frau kreischte ganz hysterisch, da bin ich dann auch irgendwann aufgewacht, puh.
lynx schrieb am 8.12. 2000 um 12:05:08 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Neulich musste ich durch eine Fussgängerunterführung. Die, die ich meine, ist ein langes, metallenes Rohr, durch das sich ausser den Passanten, die sich gelegentlich an diese einsame Stelle an der A81 verirren, nur noch die Zugluft bewegt. Selbst Ratten wurden nur selten gesehen. Da es draussen noch dunkel war (kein Wunder, war es doch der 28-01-2000), gab es nicht mal einen Lichtschein am Ende der Röhre, der mir tröstend entgegenschimmern hätte können. So zählte ich, um mich abzulenken, und um mir die Zeit, die ich in der Röhre verbringen musste, so kurz wie möglich zu gestalten, die Neonröhren, so, wie ich es immer tat, wenn ich, was glücklicherweise selten genug vorkam, an dieser einsamen Stelle vorbeimusste. Mindestens die Hälfte der Neonröhren war jedoch ohnehin ausgefallen, und das Flackern von bestimmt einem Dutzend anderen kündigte das Ende des Tunnels noch nicht einmal andeutungsweise an. Das Zählen wurde von dem stroboskopartigen Effekt, den das Flackern in der feuchten Röhre verursachte, nicht gerade erleichtert. Im Gegenteil, es verursachte ein leichtes Pochen in den Schläfen, das jedoch mit jeder Unstetigkeit des TL-Lichts zunahm. Der Absinth, den ich mir, mehr oder weniger gezwungenermassen, genehmigt hatte, fing an, seine Albernheiten mit mir zu treiben. Der Weg nach Hause war noch weit. Ich versuchte, mich innerlich möglichst unbeirrt zu geben.
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