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am 26.12. 2000 um 14:24:28 Uhr schrieb Mcnep
über Pilz |
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am 19.8. 2018 um 18:08:41 Uhr schrieb Christine
über Pilz |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 27) |
am 26.3. 2007 um 21:43:10 Uhr schrieb tootsie über Pilz
am 28.8. 2003 um 03:02:51 Uhr schrieb arbol über Pilz
am 17.8. 2002 um 12:47:33 Uhr schrieb fossiler-brennstoff über Pilz
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Karl schrieb am 19.5. 2001 um 14:30:55 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Wurden zeitweise zur Modekrankheit die besonders bei Angstpatienten diagnostiziert wurde. Verbreitet
wurde sie sehr erfolgreich über den Buchhandel und die Medien. Änhlich dem MCS, SBS,
Amalgamschäden usw. Ob Pilze im Darm krank machen, ist in den vergangenen Jahren immer wieder
kontrovers diskutiert worden. Symptome eines intestinalen Pilzbefalles seien zum Beispiel Meteorismus,
rezidivierende Diarrhoen, perianaler Juckreiz, chronische Müdigkeit und Arthralgien, sagen jene, die
überzeugt davon sind, daß da tatsächlich ein Zusammenhang besteht. Gegner der These führen als
Argumente unter anderen an:
Symptome wie perianaler Juckreiz oder chronische Müdigkeit sind unspezifisch.
Etwa zwei Drittel aller Gesunden haben Candida im Stuhl, wie eine Untersuchung mit einer
Nachweisgrenze von 100 Hefen pro Gramm Stuhl ergeben hat, die Mikrobiologen der Universität
Freiburg gemacht haben. Die tatsächliche Rate wird noch höher geschätzt (Gastro Liga 3, 1996,).
Die Pilze im Darm eines Menschen ohne Immunschwäche sind fast ausschließlich
Candida-Spezies, am häufigsten ist Candida albicans, so Professor W. Wolfgang Kreisel von der
Freiburger Universitätsklinik 1998 auf der siebten gastroenterologischen Seminarwoche am Titisee.
Nur etwa zehn Prozent der über 200 Candida-Arten sind humanpathogen.
Eine Placebo-kontrollierte Studie (New England Journal of Medicine 32, 1990, 1717) hat ergeben,
daß eine antimykotische Therapie bei Patienten mit positivem Pilznachweis im Stuhl nicht
wirksamer war als eine Placebo-Behandlung. Außerdem kehren nach einer antimykotischen
Therapie die Pilzzahlen bei Personen ohne Immunschwäche wieder auf ihren Ausgangswert
zurück. Es gebe daher keinen Grund, einen Patienten, bei dem Hefen im Darm nachgewiesen
werden, mit einem Antimykotikum zu behandeln, meint Professor Wolfgang Rösch aus Frankfurt
am Main (Gastro Liga 3, 1996, 2).
Auch die These, daß Candida-Arten häufige Ursache von Blähungen seien, wird abgelehnt.
Begründung: Bei einer angenommenen Candida-Konzentration im Stuhl von 10 Millionen Hefen pro
Gramm entspreche die durch Candida gebildete Gas-Menge nur 0,005 Prozent der Gesamtmenge,
so die Freiburger Mikrobiologin Dr. Anna Sander. Die wichtigsten Gasproduzenten seien
Bakterien, etwa Clostridien.
Gegen die These, daß Candida-Arten im Gastrointestinaltrakt für Menschen ohne
Immunschwäche pathogen sind, sprechen unter anderen auch folgende Fakten, wie der
Gastroenterologe Professor Volker F. Eckhardt aus Wiesbaden vor vier Jahren im „Deutschen
Ärzteblatt" berichtet hat (92, Heft 36, C-1553):
Bei Patienten mit Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren kann man in bis zu 50 Prozent eine
Candida-Besiedelung des Ulkusgrundes nachweisen. Einen Einfluß auf die Heilungsrate der
Geschwüre hat dies nicht.
Bei Patienten mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn und vielen Darm-Ulcera ist fast nie eine
Candida-besiedelung der entzündeten Intestinalschleimhäute nachweisbar.
Tumorpatienten, die Zytostatika erhalten, haben oft mehr als eine Million Hefen pro Gramm Stuhl,
ohne jedoch gastrointestinale Beschwerden zu haben.
Empfohlen wird den »Pilzpatienten« eine kohlehydratarme Ernährung. Dies mit dem Argument: Um sich
vermehren zu können, benötigen Pilze eine feucht-warme Umgebung und Zucker bzw. Kohlenhydrate als
Nahrung. Dabei entstehen Gase und Alkohol als Stoffwechselprodukte, die Blähungen verursachen.
Dadurch, daß der Darmpilz - ähnlich wie das Insulin - in der Lage ist, den Blutzuckerspiegel zu senken,
herrscht ein ständiger Heißhunger auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel bzw. Süßes. Vor diesem
Hintergrund soll neben der medikamentösen Behandlung auch eine konsequente Diät bzw.
Ernährungsumstellung vorgenommen werden." Konserven und Fertiggerichte sowie -soßen - zum Beispiel
Ketchup - sollten dagegen gemieden werden. Diese Produkte enthalten meist sehr viel Zucker. Generell
sollte auf alles verzichtet werden, was süß ist. Dazu gehören neben Zucker und Honig auch
Nahrungsmittel, die Zucker oder Weißmehl enthalten - zum Beispiel Trockenfrüchte, Kuchen, Kekse,
Süßigkeiten, Marmelade, geschälter, weißer Reis, weiße Nudeln sowie weißes Mehl. Auch um
Alkoholika, Limonaden, Fruchtjoghurt sowie Milchmixgetränke, Obstsäfte und sehr süßes Obst, zum
Beispiel Bananen oder süße Äpfel, sollte ein großer Bogen gemacht werden." Dies ist insofern Unsinn,
als sich wie jeder aus Erfahrung (z.B. mit Schimmelpilzen) weiß, Pilze auf jeder Nahrungsgrundlage,
selbst Mauerwerk gut vermehren wenn es feucht und warm ist, sie benötigen keinen Zucker.
Kohlehydratreiche Ernährung gilt gerade in den letzten Jahren als gesunde Ernährung. Hier droht eine
sinnlose Fehlernährung die möglicherweise nachteilige gesundheitliche folgen hat.
gesundheitspilot schrieb am 31.7. 2001 um 01:20:39 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Hefe braucht bekanntermaßen Zucker, um wachsen zu können. Die
gleiche Situation besteht auch beim krankheitserregenden Hefepilz Candida,
der dabei nicht wählerisch ist: Neben Traubenzucker (Glucose) »mag« er
auch Fruchtzucker (Fructose), Galactose und Maltose.
Wenn der Pilz die Zucker vergärt, kommt es nach Ansicht der
Befürworter einer Diät bei reichlicher Zuckerzufuhr und starkem Pilzbefall
zum Blähbauch mit den entsprechenden Beschwerden für die Betroffenen.
Bei einer Darmpilz-Erkrankung ist daher anzustreben, einfache oder
schnell aufgenommene Kohlenhydrate aus der Nahrung weitgehend
zu entfernen. Damit sind nicht nur Süßigkeiten betroffen, sondern auch
süßes Obst und Obstsäfte, süße Brotaufstriche, Mehlspeisen, feine
Backwaren, polierter Reis oder Pudding. Saure Obstsorten sind in
begrenzter Menge erlaubt zum Beispiel zwei saure Äpfel pro Tag.
Diese Ernährungsform sollte während der gesamten Therapie möglichst
strikt eingehalten werden, bis sichergestellt ist, dass die Hefen beseitigt
sind. Aber auch danach sollte nur mäßig Zucker verzehrt werden, um ein
erneutes Aufflammen der Erkrankung zu vermeiden.