| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
63, davon 63 (100,00%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 42 positiv bewertete (66,67%) |
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1,381 Punkte, 13 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr schrieb hei+co
über odyssee |
| Der neuste Text |
am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb Gerhard
über odyssee |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 13) |
am 6.4. 2005 um 14:25:03 Uhr schrieb d d über odyssee
am 6.4. 2005 um 14:31:15 Uhr schrieb hei+co über odyssee
am 6.4. 2005 um 14:25:50 Uhr schrieb DD über odyssee
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Odyssee«
mcnep schrieb am 3.12. 2002 um 22:12:28 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Einmal noch schiff mir, erinnerungstrullende Muse
auf die Zunge, das Lob des italischen Chefkochs zu singen,
der die Zabaglione uns schlug, und köstliches Rindfleisch
uns zum Carpaccio schnitt, ein fürbaß extrem korpulenter
Sohn Italiens, stammend vielleicht von Liguriens Stränden,
bartstoppelreich und mit einem köstlichen Hintern,
der in der Hose, der schwarzweißkarierten, sich spannte:
und konturiertesten Schritts: so ward mein Wille vollendet,
der zum Mahle sich äugliche Atzung ersehnt, und die mir geliefert
jener Sohn Berlusconis in jugendlich schwellender Fülle.
Was hat meinen Sinn so erregt? War es der Virilitäten
strotzendes Unmaß, welches er gleichsam achtlos stellte zur Schau?
Jene Gleichmut des Blicks, war es der fleischige Nacken,
zu dem mein Blick über Tagliatelle und Chianti stets glitt?
Ach, er kam von den rüstigen Küsten der sonnenumwobnen Azzuri
bar aller Kenntnis des Deutschen, und hat sich dies scheint's bewahrt:
doch gelächelt hat er für den Augenblick, als ihn mein Blick traf,
und dieser Anblick allein hat sich das Trinkgeld, das reiche, gelohnt.
Ach! Zu rasten begehrt' ich, nur einen Augenblick, in seinen Schenkeln
um, so gestärkt, weiterzufahren auf der gaumensegelnden Odyssee.
hei+co schrieb am 15.3. 2000 um 14:32:31 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Arbeiten an kollektiven Bildern
»Ein Charakteristikum der Gemeinschaftsbildung in den sechziger Jahren aber war der Gedanke, daß der Einzelne im Dienste einer Sache im Kollektiv aufginge und dennoch seine Individualität bewahrte. Unter dieser Prämisse hatten sich 1975 Literaten, Filmemacher, Künstler und Soziologen in der 'Situationistischen Internationale' zusammengefunden, in der Absicht, das gesamte gesellschaftliche Leben umzuformen [...]. Unter obiger Prämisse arbeiteten auch die Pariser Künstler 1968 in den 'Ateliers Populaires' für einen gemeinsamen Kampf von Arbeitern und Intellektuellen [...] und fand ihren Höhepunkt nach dem 13. Mai, dem Beginn des Generalstreiks in Frankreich. An diesem Tag wurden die Druckwerkstätten der Kunstakademien in Paris besetzt, [...] und Tag und nacht dazu benutzt, Hunderttausende von Plakaten herzustellen: Von Alechinsky über Calder bis zu Matta, ein jeder, ob längst berühmter Künsterler oder unbekannter Kunststudent, arbeitete nach seinem Wunsch und Verlangen und anch eigenen künstlerischen Vorstellungen; wobei ein Kollektiv vor Drucklegung über die Annahme des Entwurfs nach dem Motto enschied, jede Kunst, die politisch richtig, aber künstlerisch schlecht sei, erledige sich ganz von selbst.«
(Marie Luise Syring: Das große WIR oder Das Jahrzehnt der Kollektive am Beispiel Frankreichs, in: Florian Rötzer Hg.: Künstlergruppen. Von der Utopie einer Kollektiven Kunst, Kunstforum Bd. 116, 11/12 1991, 148-153, hier 151, 152)
hei+co schrieb am 23.6. 2000 um 13:15:28 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
(Wissenschaft als Netzwerk von Wegen)
Weit davon entfernt, eine geradlinige Abfolge stetigen Wissenserwerbs oder eine ebensolche Sequenz plötzlicher Einschnitte, entdeckungen, erfindungen oder Revolutionen zu zeichnen, [...] eilt die Geschichte der Wissenschaften unbeständig durch ein vielfältiges und komplexes Netz von Wegen, Straßen, Bahnen, Spuren, die sich verflechten, verdichten, kreuzen, verknoten, überlagern, oft mehrfach verzweigen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Zeitmaße, Disziplinen, Ideen von Wissenschaft, eine Mannigfaltigkeit von Gruppen, Institutionen, Kapitalien, Menschen, die sich einig sind oder sich bekämpfen, von Maschinen, Gegegnständen, Prognosen und un vorhergesehenen Zufännen bilden zusammen ein schwankendes Gefüge, das die vielfältige Geschichte der Wissenschaften getreu darstelt.
Nichts ist einfacher und leichter als diese vermeintliche Komplexität: Man stelle sich eine Art Straßenkarte vor, auf der die verschiedenen Wege dargestellt sind, die ein Land durchziehen [...]
(Michel Serres: Vorwort, in: Michel Serres (Hg.): Elemente einer Geschichte der Wissenschaften, Frankfurt/Main, 1994, OT: Paris 1989, 11-38; hier: 18, 19)
hei&co schrieb am 12.9. 2000 um 15:33:44 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Denken mit Rhizomen
[...] das Rhizom ist das Bild des
Denkens, das sich unter dem der Bäume
ausbreitet.
In dieser Frage haben wir kein Modell,
nicht einmal einen Wegweiser, aber wir
haben einen Bezugspunkt, eine
Kreuzung, eine Überschneidung, die
immer wieder zu erneuern ist: das ist der
Wissensstand über das Gehirn.
[...] Und heute inspiriert uns nicht der
Computer, sondern die Mikrobiologie
des Gehirns: dieses erweist sich als ein
Rhizom, eher Gras als Baum [...]
Das heißt nicht, daß wir abhängig von
der Erkenntnis, die wir vom Gehirn
haben, denken, sondern jeder neue
Gedanke zieht frische, unbekannte
Bahnen im Gehirn, windet es, faltet es
oder spaltet es. [...] Die Philosophie
mobilisiert neue Verknüpfungen, neue
Bahnungen, neue Synapsen, indem sie
Begriffe schafft, gleichzeitig entdeckt die
Gehirnforschung mit ihren Mitteln die
objektive matierielle Entsprechung oder
das Möglichkeitsmaterial eines ganzen
Bilds des Denkens.
Am Kino interessiert mich, daß die
Leinwand hier ein Gehirn sein kann, wie
in den Filmen von Resnais oder
Syberberg. Der FIlm arbeitet nicht nur
mit Verknüpfungen durch rationale
Schnitte, sondern mit
Neu-Verknüpfungen über irrationale
Schnitte: das ist ein anderes Bild des
Denkens. Wirklich interessant an den
Videoclips war anfangs, daß manchen
den Eindruck vermittelten, über
Verknüpfungen und Sprünge zu
funktionieren, die nicht mehr diue des
Wachzustandes waren, aber auch nicht
die des Traums oder Alptraums. Für
einen Augenblick haben sie etwas
gestreift, das zum Denken gehörte.
(Deleuze, Gilles:
Unterhandlungen
1972-1990,
Frankfurt/Main 1993,
OT: Pourparlers, Paris
1990, 216-218)
hei+co schrieb am 2.3. 2000 um 12:17:22 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
"Dieses Buch hat seine Entstehung einem Text von Borges zu verdanken. Dem Lachen, das bei seiner Lektüre alle Vertrautheiten unseres Denkens aufrüttelt, des Denkens unserer Zeit und
unseres Raumes, das alle geordneten Oberflächen und alle Pläne erschüttert und unsere tausendjährige Handhabung des Gleichen und des Anderen schwanken läßt und in Unruhe versetzt.
Dieser Text zitiert »eine gewisse chinesiche Enzyklopädie«, in der es heißt, daß "die Tiere sich wie folgt gruppieren: a) Tiere, die dem Kaiser gehören, b) einbalsamierte Tiere, c)
gezähmte, d) Milchschweine, e) Sirenen, f) Fabeltiere, g) herrenlose Hunde, h) in diese Gruppierung gehörige, i) die sich wie Tolle gebären, k) die mit einem ganz feinen Pinsel aus
Kamelhaar gezeichnet sind, l) und so weiter, m) die den Wasserkrug zerbrochen haben, n) die von weitem wie Fliegen aussehen. (Jorge Luis Borges, Die analytische Sprache John
Wilkins', in: ders., Das Eine und die Vielen. Essays zur Literatur, München 1966, S.212) Bei dem Erstaunen über diese Taxinomie erreicht man mit einem Sprung, was in dieser Aufzählung
uns als der exotische Zauber eines anderen Denkens bezeichnet wird - die Grenze unseres Denkens: die schiere Unmöglichkeit, das zu denken.
(Michel Foucault, Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften, Frankfurt/Main, 1971, 17
hei&co schrieb am 12.9. 2000 um 15:39:59 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Memex-Schreibtisch:
Tastatur und eine Reihe
von Knöpfen und
Hebeln
"Der Memex besteht aus einem
Schreibtisch[...]: Oben befinden sich
schräge durchscheinende Schirme, auf
die das Material bequem lesbar projiziert
werden kann. Es gibt eine Tastatur und
eine Reihe von Knöpfen und Hebeln.
[...] Der größte Teil des Memex-Inhalts
kann bereits fertig auf Mikrofilm
erworben werden. Bücher jeder Art,
Bilder, aktuelle Periodica, Zeitungen
[...]. Und es gibt die Möglichkeit zur
direkten Eingabe. Auf der Oberfläche des
Memex befindet sich eine transparente
Fläche. Hier können handschriftliche
Notizen, Photographien, Memoranden,
alles Mögliche aufgelegt werden. Wenn
dies geschehen ist, wird durch
Hebeldruck eine Photographie
angefertigt, die auf dem nächsten leeren
Segment des Memex-Films erscheint;
[...] Selbstverständlich besteht die
Möglichkeit, mithilfe der üblichen
Indizierungssysteme auf das Archiv
zuzugreifen. [...] Da dem Benutzer
mehrere Projektionsflächen zur
Verfügung stehen, kann er einen
Gegenstand in Position lassen und
weitere aufrufen. Er kann Notizen und
Kommentare hinzufügen [...] ganz so,
als hätte er die Buchseite tatsächlich vor
sich."[1]
hei&co schrieb am 13.9. 2000 um 09:47:19 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Drogen, Sex,
Luxusartikel -
Informationen?"
»Äh, Informationen?« Mmmh, das Zeug
schmeckt ja wie Moxie.."Vor dem ersten
Krieg war das Leben einfach..Drogen,
Sex, Luxusartikel. Währungen waren nur
ein Nebengeschäft und der Begriff
'Industriespionage' war unbekannt..
Information... ...Was ist denn faul an
Drogen oder Weibern? Ist es ein Wunder,
daß die Welt verrückt geworden ist,
wenn Information das letzte gültige
Tauschobjekt darstellt?» «Ich dachte, das
wärn Zigaretten?» «Du träumst...Das
wird leichter. eines Tages machen es
Maschinen. Informationsmaschinen. Du
bist die Bugwelle der Zukunft."
(Thomas Pynchon, Die Enden der
Parabel. Reinbeck bei Hamburg, 1984,
S. 406)
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