| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
63, davon 63 (100,00%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 42 positiv bewertete (66,67%) |
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992 Zeichen |
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1,381 Punkte, 13 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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| Der erste Text |
am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr schrieb hei+co
über odyssee |
| Der neuste Text |
am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb Gerhard
über odyssee |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 13) |
am 6.4. 2005 um 14:25:03 Uhr schrieb d d über odyssee
am 5.11. 2002 um 01:00:45 Uhr schrieb Dortessa über odyssee
am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb Gerhard über odyssee
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Odyssee«
hei&co schrieb am 31.8. 2000 um 16:08:43 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Kollaborative Wissenschaft
Dann gibt es noch bei uns ein Haus der Sinnestäuschungen, in dem wir alle möglichen Zauberkünste, Taschenspielerkniffe, Gaukeleien und Illusionen sowie deren Trugschlüsse darstellen. Ihr könnt euch denken, daß es uns, die wir es in der Naturerkenntnis und -beherrschung so wunderbar weit gebracht haben, ein leichtes wäre, den menschlichen Sinnen sehr viel vorzuspiegeln wenn wir natürliche Dinge mit dem Nimbus des Wunders ausschmücken und aufbauschen würden. Aber uns ist jeder Betrug und jede Lüge verhaßt. Daher ist auch allen Mitgliedern unseres Hauses bei Ehren- und Geldstrafe streng untersagt, natürliche Tatsachen in lügenhafter Aufmachung zu verkünden, nur eine reine, ungeschminkte, durch keinen Wunderglauben beeinflußte Darstellung darf gegeben werden.
(Francis Bacon: Nova Atlantis, Stuttgart 1982, OT: 1643, Utrecht), S. 54)
hei&co schrieb am 12.9. 2000 um 15:39:59 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Memex-Schreibtisch:
Tastatur und eine Reihe
von Knöpfen und
Hebeln
"Der Memex besteht aus einem
Schreibtisch[...]: Oben befinden sich
schräge durchscheinende Schirme, auf
die das Material bequem lesbar projiziert
werden kann. Es gibt eine Tastatur und
eine Reihe von Knöpfen und Hebeln.
[...] Der größte Teil des Memex-Inhalts
kann bereits fertig auf Mikrofilm
erworben werden. Bücher jeder Art,
Bilder, aktuelle Periodica, Zeitungen
[...]. Und es gibt die Möglichkeit zur
direkten Eingabe. Auf der Oberfläche des
Memex befindet sich eine transparente
Fläche. Hier können handschriftliche
Notizen, Photographien, Memoranden,
alles Mögliche aufgelegt werden. Wenn
dies geschehen ist, wird durch
Hebeldruck eine Photographie
angefertigt, die auf dem nächsten leeren
Segment des Memex-Films erscheint;
[...] Selbstverständlich besteht die
Möglichkeit, mithilfe der üblichen
Indizierungssysteme auf das Archiv
zuzugreifen. [...] Da dem Benutzer
mehrere Projektionsflächen zur
Verfügung stehen, kann er einen
Gegenstand in Position lassen und
weitere aufrufen. Er kann Notizen und
Kommentare hinzufügen [...] ganz so,
als hätte er die Buchseite tatsächlich vor
sich."[1]
hei+co schrieb am 15.3. 2000 um 14:31:25 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
gemeinschaftliche Bücher - Schreiben in Gesellschaft
"Auch wenn sie sich noch nicht zu einer Disziplin versichtet haben, sind [...] kommunikologische Ansätze innerhalb verschiedener Disziplinen schon längere Zeit bemerkbar. Es geht dabei um eine Rekontextualisierung der philosophischen Fragestellungen im Rahmen der geänderten Bedeutung von Kommunikation auf neuen technischen Grundlagen.
Solche Rekontextualisierung funktioniert nur im Medienverbund und dedeutet eine neue Art von Diskursverflechtung jenseits des Monographien produzierenden wissenschaftlichen Autors. Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als die Aufklärer die Vermittlungsformen der Öffentlichkeit zu reflektieren begannen [..] keimten Zweifel an der Tragfähigkeit der als Effekt einer spezifischen Buchkultur durchschaubaren Autorenrolle auf.
'Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher', heißt es in einem Text des Novalis von 1798, und weiter: 'Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellrey ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln [..]'
(Novalis: Schriften II, 645, zit. nach: hans Blumenberg: Die Lesbarkeit der Welt, Frankfurt am Main 1989, 301)
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 27,28)
hei&co schrieb am 11.9. 2000 um 20:54:12 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Die Fernschule des Jahres 1999
vernetzt Schüler und Lehrer durch
,,Fernsprecher» und ,,Fernseher«
miteinander. 23 Der Unterricht wird den
Schülern zu Hause auf einer Art Monitor
vermittelt, wie auch der Lehrer seine
Schüler auf einer Reihe von
Bildschirmen an einer Wand seiner
Wohnung sieht. Der Vortrag des Lehrers
wird bereits vor dem Unterricht auf einen
Phonographen eingespielt und dann
seinerseits von den Schülern
phonographisch gespeichert. Lehrer wie
Schüler sind vor Überanstrengung
geschützt: Der Lehrer durch eine
,,Hirnbinde" (95), die einen
unverhältnismäßig hohen Einsatz von ;,
Gedankenkraft verhindert, die Schüler
durch ein Konzentrationsmeßgerät, das
bei Leistungsabfall automatisch die
Verbindung zum Lehrer unterbricht. Die
als Traum gekennzeichnete pädagogische
Utopie endet mit der resignativen
Feststellung, daß alle technischen
Innovationen nichts an den
festgefahrenen Ritualen des
Schulbetriebs änderten.
In der späteren Erzählung Der
Gehirnspiegel 24 erfindet ein ,,Onkel
Pausius" einen Apparat, der das Gehirn
durchleuchtet und die Vorstellungen aus
einem Bildschirm aufzeichnet, die
Gedanken gewissermaßen
,,photographiert" (101). Allerdings kann
das Gerät nur optische Vorstellungen
wiedergeben. Da auch Phantasiebilder
auf den Schirm übertragbar sind,
zeichnet sich eine neue, immaterielle
Kunst ab. Der Maler der Zukunft
benötigt keine Utensilien und keine
Fertigkeiten mehr, ,,die Seele malt
unmittelbar" (107). Vorderhand dient der
Apparat freilich bloß dazu, Unbewußtes
sichtbar zu m.n chen. Dabei geht es nicht
um die Wiedergewinnung dessen, was
Freud das ,,Verdrängte" genannt hat,
sondern schlicht um die Wiederfindung
des Vergessenen.
Einer Frau wird in Erinnerung gerufen,
wo sie ihre Schlüssel liegengelassen hat.
Ironischerweise bleibt das von der Frau
bewußt VerheimIiehte, närnlich daß sie
in den Freund ihres Ehemanns verliebt
ist, unentdeckt. Woher diese Diskretion
des Apparates rührt, erklärt der Autor
nicht. Zur Vorsicht wird die ganze
Geschichte am Ende noch als Aprilscherz
hei+co schrieb am 15.3. 2000 um 14:31:58 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
interaktionsfreier Reflexionsraum?
»Aktuell schein es eindeutig so zu sein, daß Gedrucktes aus dem Zentrum der kulturellen Diskursorganisation rückt. Der mythologisierende Ausdruck einer 'neuen Einbildungskraft' steht vor dem Hintergrund der Annahme, daß der alphanumerische Code konkurrenziert und womöglich verdrängt wird. .[..] Der Buchdruck, die neuzeitliche Rationalität, die Aufklärung und das wahrnehmungstheoretische Konzept moderner Wissenschaft hängen eng zusammen. (siehe Elisabeth Eisenstein: Die Druckerpresse. Kulturrevolutionen im frühen modernen Europa, Wien 1997) Die Wissenschaft, 'selbst ein Kind der typographischen Informationsgewinnung und -verarbeitung' (Michael Giesecke), tendiert zur Legitimation ihres eigenen Apparates. Die Philosophie als ein Spezialfall der modernern Wissenschaft kommentiert, interpretiert und verwaltet Texte, sie bedeutet Arbeit am interaktionsfreien Reflexionsraum und thematisiert deshalb ihre Medien so gut wie nie,noch ist Kommunikation für sie ein wirkliches Thema.«
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 25
hei+co schrieb am 23.6. 2000 um 13:15:28 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
(Wissenschaft als Netzwerk von Wegen)
Weit davon entfernt, eine geradlinige Abfolge stetigen Wissenserwerbs oder eine ebensolche Sequenz plötzlicher Einschnitte, entdeckungen, erfindungen oder Revolutionen zu zeichnen, [...] eilt die Geschichte der Wissenschaften unbeständig durch ein vielfältiges und komplexes Netz von Wegen, Straßen, Bahnen, Spuren, die sich verflechten, verdichten, kreuzen, verknoten, überlagern, oft mehrfach verzweigen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Zeitmaße, Disziplinen, Ideen von Wissenschaft, eine Mannigfaltigkeit von Gruppen, Institutionen, Kapitalien, Menschen, die sich einig sind oder sich bekämpfen, von Maschinen, Gegegnständen, Prognosen und un vorhergesehenen Zufännen bilden zusammen ein schwankendes Gefüge, das die vielfältige Geschichte der Wissenschaften getreu darstelt.
Nichts ist einfacher und leichter als diese vermeintliche Komplexität: Man stelle sich eine Art Straßenkarte vor, auf der die verschiedenen Wege dargestellt sind, die ein Land durchziehen [...]
(Michel Serres: Vorwort, in: Michel Serres (Hg.): Elemente einer Geschichte der Wissenschaften, Frankfurt/Main, 1994, OT: Paris 1989, 11-38; hier: 18, 19)
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