| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
63, davon 63 (100,00%)
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am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr schrieb hei+co
über odyssee |
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am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb Gerhard
über odyssee |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 13) |
am 24.1. 2020 um 10:28:31 Uhr schrieb Christine über odyssee
am 7.9. 2003 um 13:26:36 Uhr schrieb PaddyClarke über odyssee
am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb Gerhard über odyssee
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Odyssee«
hei&co schrieb am 31.8. 2000 um 16:08:43 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Kollaborative Wissenschaft
Dann gibt es noch bei uns ein Haus der Sinnestäuschungen, in dem wir alle möglichen Zauberkünste, Taschenspielerkniffe, Gaukeleien und Illusionen sowie deren Trugschlüsse darstellen. Ihr könnt euch denken, daß es uns, die wir es in der Naturerkenntnis und -beherrschung so wunderbar weit gebracht haben, ein leichtes wäre, den menschlichen Sinnen sehr viel vorzuspiegeln wenn wir natürliche Dinge mit dem Nimbus des Wunders ausschmücken und aufbauschen würden. Aber uns ist jeder Betrug und jede Lüge verhaßt. Daher ist auch allen Mitgliedern unseres Hauses bei Ehren- und Geldstrafe streng untersagt, natürliche Tatsachen in lügenhafter Aufmachung zu verkünden, nur eine reine, ungeschminkte, durch keinen Wunderglauben beeinflußte Darstellung darf gegeben werden.
(Francis Bacon: Nova Atlantis, Stuttgart 1982, OT: 1643, Utrecht), S. 54)
mcnep schrieb am 3.12. 2002 um 22:12:28 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Einmal noch schiff mir, erinnerungstrullende Muse
auf die Zunge, das Lob des italischen Chefkochs zu singen,
der die Zabaglione uns schlug, und köstliches Rindfleisch
uns zum Carpaccio schnitt, ein fürbaß extrem korpulenter
Sohn Italiens, stammend vielleicht von Liguriens Stränden,
bartstoppelreich und mit einem köstlichen Hintern,
der in der Hose, der schwarzweißkarierten, sich spannte:
und konturiertesten Schritts: so ward mein Wille vollendet,
der zum Mahle sich äugliche Atzung ersehnt, und die mir geliefert
jener Sohn Berlusconis in jugendlich schwellender Fülle.
Was hat meinen Sinn so erregt? War es der Virilitäten
strotzendes Unmaß, welches er gleichsam achtlos stellte zur Schau?
Jene Gleichmut des Blicks, war es der fleischige Nacken,
zu dem mein Blick über Tagliatelle und Chianti stets glitt?
Ach, er kam von den rüstigen Küsten der sonnenumwobnen Azzuri
bar aller Kenntnis des Deutschen, und hat sich dies scheint's bewahrt:
doch gelächelt hat er für den Augenblick, als ihn mein Blick traf,
und dieser Anblick allein hat sich das Trinkgeld, das reiche, gelohnt.
Ach! Zu rasten begehrt' ich, nur einen Augenblick, in seinen Schenkeln
um, so gestärkt, weiterzufahren auf der gaumensegelnden Odyssee.
hei+co schrieb am 23.6. 2000 um 13:15:28 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
(Wissenschaft als Netzwerk von Wegen)
Weit davon entfernt, eine geradlinige Abfolge stetigen Wissenserwerbs oder eine ebensolche Sequenz plötzlicher Einschnitte, entdeckungen, erfindungen oder Revolutionen zu zeichnen, [...] eilt die Geschichte der Wissenschaften unbeständig durch ein vielfältiges und komplexes Netz von Wegen, Straßen, Bahnen, Spuren, die sich verflechten, verdichten, kreuzen, verknoten, überlagern, oft mehrfach verzweigen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Zeitmaße, Disziplinen, Ideen von Wissenschaft, eine Mannigfaltigkeit von Gruppen, Institutionen, Kapitalien, Menschen, die sich einig sind oder sich bekämpfen, von Maschinen, Gegegnständen, Prognosen und un vorhergesehenen Zufännen bilden zusammen ein schwankendes Gefüge, das die vielfältige Geschichte der Wissenschaften getreu darstelt.
Nichts ist einfacher und leichter als diese vermeintliche Komplexität: Man stelle sich eine Art Straßenkarte vor, auf der die verschiedenen Wege dargestellt sind, die ein Land durchziehen [...]
(Michel Serres: Vorwort, in: Michel Serres (Hg.): Elemente einer Geschichte der Wissenschaften, Frankfurt/Main, 1994, OT: Paris 1989, 11-38; hier: 18, 19)
hei+co schrieb am 2.3. 2000 um 12:18:41 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
WUNSCHMASCHINEN
"Die Wunschmaschinen stecken nicht in unserem Kopf, sind keine Produkte der Einbildung, sondern existieren IN DEN TECHNISCHEN UND GESELLSCHAFTLICHEN
MASCHINEN SELBST."
(Gilles Deleuze; Felix Guattari, Anti-Ödipus, Frankfurt am Main 1974, 512)
Weder sind die Wunschmaschinen imaginäre Projektionen, Phantasien, noch reale Projektionen, Werkzeuge. Das gesamte Projektionssystem aber ist von Maschinen
ableitbar, nicht umgekehrt. Sollte demnach die Wunschmaschine durch eine Art Introjektion, einen bestimmten perversen Gebrauch der Maschine definiert werden?
Nehmen ein Beispiel aus dem geheimnisvollen Bereich des Telefonnetzes: die Nummer eines nicht besetzten, aber einem automatischen Anrufbeantworter
angeschlossenen Telefons wählend (»diese Nummer ist nicht besetzt«),kann man ein Gewirr summender, sich überlagernder Stimmen vernehmen, Stimmen, die sich
gegenseitig rufen, sich antworten, die sich überkreuzen und verlieren, die ober- oder unterhalb des Anrufbeantworters laufen oder in dessen Inneren, sehr kurze
Mitteilungen, in schnellen und monotonen Codes abgefaßte Äußerungen. Das normale Telefon,bestimmt, Kommunikationsmaschine zu sein, funktioniert doch solange noch
gleich einem Werkezeug, als es dazu dient, Stimmen, die als solche nicht Teil der Maschine sind, nur zu projezieren oder weiterzutragen. Dort aber hat die
Kommunikation eine höhere Stufe erreicht, insofern die Stimmen mit der Maschine ein Stück (eine Einheit) bilden, Teile der Maschine geworden sind und vom
automatischen Anrufbeantworter auf Zufallsbasis ausgesendet und verteilt werden. Unter dieser Perspektive findet nicht allein ein perverser Gebrauch oder Anpassung einer
technisch-gesellschaftlichen Maschine statt, sondern die Überlagerung durch eine wirkliche objektive Wunschmaschine ...
(Gilles Deleuze; Felix Guattari; Anti-Ödipus, Frankfurt/Main 1974, , 498)
hei+co schrieb am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
gemeinschaftliche Bücher - Schreiben in Gesellschaft
"Auch wenn sie sich noch nicht zu einer Disziplin versichtet haben, sind [...] kommunikologische Ansätze innerhalb verschiedener Disziplinen schon längere Zeit
bemerkbar. Es geht dabei um eine Rekontextualisierung der philosophischen Fragestellungen im Rahmen der geänderten Bedeutung von Kommunikation auf neuen
technischen Grundlagen.
Solche Rekontextualisierung funktioniert nur im Medienverbund und dedeutet eine neue Art von Diskursverflechtung jenseits des Monographien produzierenden
wissenschaftlichen Autors. Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als die Aufklärer die Vermittlungsformen der Öffentlichkeit zu reflektieren begannen [..] keimten Zweifel an
der Tragfähigkeit der als Effekt einer spezifischen Buchkultur durchschaubaren Autorenrolle auf.
'Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher', heißt es in einem Text des Novalis von 1798, und weiter: 'Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes
Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellrey ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln [..]'
(Novalis: Schriften II, 645, zit. nach: hans Blumenberg: Die Lesbarkeit der Welt, Frankfurt am Main 1989, 301)
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 27,28)
hei&co schrieb am 13.9. 2000 um 09:47:19 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Drogen, Sex,
Luxusartikel -
Informationen?"
»Äh, Informationen?« Mmmh, das Zeug
schmeckt ja wie Moxie.."Vor dem ersten
Krieg war das Leben einfach..Drogen,
Sex, Luxusartikel. Währungen waren nur
ein Nebengeschäft und der Begriff
'Industriespionage' war unbekannt..
Information... ...Was ist denn faul an
Drogen oder Weibern? Ist es ein Wunder,
daß die Welt verrückt geworden ist,
wenn Information das letzte gültige
Tauschobjekt darstellt?» «Ich dachte, das
wärn Zigaretten?» «Du träumst...Das
wird leichter. eines Tages machen es
Maschinen. Informationsmaschinen. Du
bist die Bugwelle der Zukunft."
(Thomas Pynchon, Die Enden der
Parabel. Reinbeck bei Hamburg, 1984,
S. 406)
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