Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 63, davon 63 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 42 positiv bewertete (66,67%)
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Der erste Text am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr schrieb
hei+co über odyssee
Der neuste Text am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb
Gerhard über odyssee
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am 24.1. 2020 um 10:28:31 Uhr schrieb
Christine über odyssee

am 4.1. 2006 um 00:05:23 Uhr schrieb
duplex2000 über odyssee

am 21.1. 2019 um 10:38:43 Uhr schrieb
Punktum über odyssee

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Odyssee«

mcnep schrieb am 3.12. 2002 um 22:12:28 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 5 Punkt(e)

Einmal noch schiff mir, erinnerungstrullende Muse
auf die Zunge, das Lob des italischen Chefkochs zu singen,
der die Zabaglione uns schlug, und köstliches Rindfleisch
uns zum Carpaccio schnitt, ein fürbaß extrem korpulenter
Sohn Italiens, stammend vielleicht von Liguriens Stränden,
bartstoppelreich und mit einem köstlichen Hintern,
der in der Hose, der schwarzweißkarierten, sich spannte:
und konturiertesten Schritts: so ward mein Wille vollendet,
der zum Mahle sich äugliche Atzung ersehnt, und die mir geliefert
jener Sohn Berlusconis in jugendlich schwellender Fülle.
Was hat meinen Sinn so erregt? War es der Virilitäten
strotzendes Unmaß, welches er gleichsam achtlos stellte zur Schau?
Jene Gleichmut des Blicks, war es der fleischige Nacken,
zu dem mein Blick über Tagliatelle und Chianti stets glitt?
Ach, er kam von den rüstigen Küsten der sonnenumwobnen Azzuri
bar aller Kenntnis des Deutschen, und hat sich dies scheint's bewahrt:
doch gelächelt hat er für den Augenblick, als ihn mein Blick traf,
und dieser Anblick allein hat sich das Trinkgeld, das reiche, gelohnt.
Ach! Zu rasten begehrt' ich, nur einen Augenblick, in seinen Schenkeln
um, so gestärkt, weiterzufahren auf der gaumensegelnden Odyssee.

hei+co schrieb am 15.3. 2000 um 14:31:25 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 4 Punkt(e)

gemeinschaftliche Bücher - Schreiben in Gesellschaft
"Auch wenn sie sich noch nicht zu einer Disziplin versichtet haben, sind [...] kommunikologische Ansätze innerhalb verschiedener Disziplinen schon längere Zeit bemerkbar. Es geht dabei um eine Rekontextualisierung der philosophischen Fragestellungen im Rahmen der geänderten Bedeutung von Kommunikation auf neuen technischen Grundlagen.
Solche Rekontextualisierung funktioniert nur im Medienverbund und dedeutet eine neue Art von Diskursverflechtung jenseits des Monographien produzierenden wissenschaftlichen Autors. Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als die Aufklärer die Vermittlungsformen der Öffentlichkeit zu reflektieren begannen [..] keimten Zweifel an der Tragfähigkeit der als Effekt einer spezifischen Buchkultur durchschaubaren Autorenrolle auf.
'Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher', heißt es in einem Text des Novalis von 1798, und weiter: 'Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellrey ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln [..]'
(Novalis: Schriften II, 645, zit. nach: hans Blumenberg: Die Lesbarkeit der Welt, Frankfurt am Main 1989, 301)
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 27,28)

hei+co schrieb am 15.3. 2000 um 14:31:58 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 3 Punkt(e)

interaktionsfreier Reflexionsraum?
»Aktuell schein es eindeutig so zu sein, daß Gedrucktes aus dem Zentrum der kulturellen Diskursorganisation rückt. Der mythologisierende Ausdruck einer 'neuen Einbildungskraft' steht vor dem Hintergrund der Annahme, daß der alphanumerische Code konkurrenziert und womöglich verdrängt wird. .[..] Der Buchdruck, die neuzeitliche Rationalität, die Aufklärung und das wahrnehmungstheoretische Konzept moderner Wissenschaft hängen eng zusammen. (siehe Elisabeth Eisenstein: Die Druckerpresse. Kulturrevolutionen im frühen modernen Europa, Wien 1997) Die Wissenschaft, 'selbst ein Kind der typographischen Informationsgewinnung und -verarbeitung' (Michael Giesecke), tendiert zur Legitimation ihres eigenen Apparates. Die Philosophie als ein Spezialfall der modernern Wissenschaft kommentiert, interpretiert und verwaltet Texte, sie bedeutet Arbeit am interaktionsfreien Reflexionsraum und thematisiert deshalb ihre Medien so gut wie nie,noch ist Kommunikation für sie ein wirkliches Thema
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 25

Bruno Latour schrieb am 14.10. 2000 um 12:24:28 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 3 Punkt(e)

»In Ermangelung eines Besseren nennen wir uns Soziologen, Historiker, Oekonomen, Politologen, Philosophen, Anthropologen. [...] Wie das Etikett auch lauten mag, immer ergeht es darum, den gordischen Knoten neu zu knüpfen, indem man so oft wie nötig die Grenze überschreitet, welche die exakten Wisssenschaften von der Ausübung der Macht trennt, oder sage wir. die Natur von der Kultur. Wir sind selbst Hybriden, den wir liegen quer zu den wissenschaftlichen Institutionen, in denen wir arbeiten. Halb Ingenieure, halb Philosophen [...]. Unser Transportmittel ist der Begriff der Uebersetzung oder des Netzes. Geschmeidiger als der Begriff des Systems, historischer als die Struktur und empirischer als die Komplexität, ist das Netz der Ariadnefaden in diesen vermischten Geschichten
(Bruno Latour: Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie, Frankfurt am Main 1998, OT: Paris 1991, 9-10)

hei+co schrieb am 2.3. 2000 um 12:18:41 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 2 Punkt(e)


WUNSCHMASCHINEN

"Die Wunschmaschinen stecken nicht in unserem Kopf, sind keine Produkte der Einbildung, sondern existieren IN DEN TECHNISCHEN UND GESELLSCHAFTLICHEN
MASCHINEN SELBST."
(Gilles Deleuze; Felix Guattari, Anti-Ödipus, Frankfurt am Main 1974, 512)

Weder sind die Wunschmaschinen imaginäre Projektionen, Phantasien, noch reale Projektionen, Werkzeuge. Das gesamte Projektionssystem aber ist von Maschinen
ableitbar, nicht umgekehrt. Sollte demnach die Wunschmaschine durch eine Art Introjektion, einen bestimmten perversen Gebrauch der Maschine definiert werden?
Nehmen ein Beispiel aus dem geheimnisvollen Bereich des Telefonnetzes: die Nummer eines nicht besetzten, aber einem automatischen Anrufbeantworter
angeschlossenen Telefons wählend (»diese Nummer ist nicht besetzt«),kann man ein Gewirr summender, sich überlagernder Stimmen vernehmen, Stimmen, die sich
gegenseitig rufen, sich antworten, die sich überkreuzen und verlieren, die ober- oder unterhalb des Anrufbeantworters laufen oder in dessen Inneren, sehr kurze
Mitteilungen, in schnellen und monotonen Codes abgefaßte Äußerungen. Das normale Telefon,bestimmt, Kommunikationsmaschine zu sein, funktioniert doch solange noch
gleich einem Werkezeug, als es dazu dient, Stimmen, die als solche nicht Teil der Maschine sind, nur zu projezieren oder weiterzutragen. Dort aber hat die
Kommunikation eine höhere Stufe erreicht, insofern die Stimmen mit der Maschine ein Stück (eine Einheit) bilden, Teile der Maschine geworden sind und vom
automatischen Anrufbeantworter auf Zufallsbasis ausgesendet und verteilt werden. Unter dieser Perspektive findet nicht allein ein perverser Gebrauch oder Anpassung einer
technisch-gesellschaftlichen Maschine statt, sondern die Überlagerung durch eine wirkliche objektive Wunschmaschine ...
(Gilles Deleuze; Felix Guattari; Anti-Ödipus, Frankfurt/Main 1974, , 498)

hei&co schrieb am 13.9. 2000 um 09:47:19 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 4 Punkt(e)

Drogen, Sex,
Luxusartikel -
Informationen?"

»Äh, Informationen?« Mmmh, das Zeug
schmeckt ja wie Moxie.."Vor dem ersten
Krieg war das Leben einfach..Drogen,
Sex, Luxusartikel. Währungen waren nur
ein Nebengeschäft und der Begriff
'Industriespionage' war unbekannt..
Information... ...Was ist denn faul an
Drogen oder Weibern? Ist es ein Wunder,
daß die Welt verrückt geworden ist,
wenn Information das letzte gültige
Tauschobjekt darstellt?» «Ich dachte, das
wärn Zigaretten?» «Du träumst...Das
wird leichter. eines Tages machen es
Maschinen. Informationsmaschinen. Du
bist die Bugwelle der Zukunft."
(Thomas Pynchon, Die Enden der
Parabel. Reinbeck bei Hamburg, 1984,
S. 406)

Bruno Latour schrieb am 14.10. 2000 um 12:39:12 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 2 Punkt(e)

"Das Ozonloch ist zu sozial und zu narativ, um wirklich Natur zu sein, die Strategie von Firmen und Staatschefs zu sehr angewiesen auf chemische Reaktionen, um allein auf Macht und Interesen reduziert werden zu k\'f6nnen, der Diskurs der Oekospäre zu real und zu sozial, um ganz in Bedeutungseffekten aufzugehen. Ist es unser Fehler, wenn die Netze gleichzeitig real wie die Natur, erzählt wie der Diskurs, kollektiv wie die Gesellschaft sind? Sollen wir den Netzen folgen, und die drei Repertoires der Kritik (Naturalisierung, Sozialisierung, Dekonstruktion) aufgeben, oder die Netze aufgeben und uns dem Common sense der kritischen Dreiteilung anschliessen? Die feinen Netze, die wir entfaltet haben, werden von ihr auseinandergerissen [...].\par
(Bruno Latour: Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie, Frankfurt am Main 1998, OT: Paris 1991, 14)

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