Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 63, davon 63 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 42 positiv bewertete (66,67%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr schrieb
hei+co über odyssee
Der neuste Text am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb
Gerhard über odyssee
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 13)

am 19.9. 2006 um 15:21:00 Uhr schrieb
Das Arschloch über odyssee

am 5.9. 2003 um 13:12:03 Uhr schrieb
Polyhistor über odyssee

am 6.4. 2005 um 14:31:15 Uhr schrieb
hei+co über odyssee

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Odyssee«

mcnep schrieb am 3.12. 2002 um 22:12:28 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 5 Punkt(e)

Einmal noch schiff mir, erinnerungstrullende Muse
auf die Zunge, das Lob des italischen Chefkochs zu singen,
der die Zabaglione uns schlug, und köstliches Rindfleisch
uns zum Carpaccio schnitt, ein fürbaß extrem korpulenter
Sohn Italiens, stammend vielleicht von Liguriens Stränden,
bartstoppelreich und mit einem köstlichen Hintern,
der in der Hose, der schwarzweißkarierten, sich spannte:
und konturiertesten Schritts: so ward mein Wille vollendet,
der zum Mahle sich äugliche Atzung ersehnt, und die mir geliefert
jener Sohn Berlusconis in jugendlich schwellender Fülle.
Was hat meinen Sinn so erregt? War es der Virilitäten
strotzendes Unmaß, welches er gleichsam achtlos stellte zur Schau?
Jene Gleichmut des Blicks, war es der fleischige Nacken,
zu dem mein Blick über Tagliatelle und Chianti stets glitt?
Ach, er kam von den rüstigen Küsten der sonnenumwobnen Azzuri
bar aller Kenntnis des Deutschen, und hat sich dies scheint's bewahrt:
doch gelächelt hat er für den Augenblick, als ihn mein Blick traf,
und dieser Anblick allein hat sich das Trinkgeld, das reiche, gelohnt.
Ach! Zu rasten begehrt' ich, nur einen Augenblick, in seinen Schenkeln
um, so gestärkt, weiterzufahren auf der gaumensegelnden Odyssee.

hei+co schrieb am 2.3. 2000 um 12:15:47 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 3 Punkt(e)

kein Anfangen

"In den Diskurs [...] hätte ich mich gerne verstohlen eingeschlichen. Anstatt das Wort zu ergreifen, wäre ich von ihm lieber umgarnt worden, um jedes Anfangens enthoben
zu sein. Ich hätte gewünscht, während meines Sprechens eine Stimme ohne Namen zu vernehmen, die mir immer schon voraus war: ich wäre es dann zufrieden gewesen,
an ihre Worte anzuschjließen, sie fortzusetzen, mich in ihren Fugen unbemerkt einzunisten, gleichsam, als hätte sie mir ein Zeichen gegeben, indem sie für einen
Augenblick aussetzte. Dann gäbe es kein Anfangen. Anstatt der Urheber des Diskurses zu sein, wäre ich im Zufall seines Ablaufs nur eine winzige Lücke und vielleicht
sein Ende.
Ich hätte gewünscht, daß es hinter mir eine Stimme gäbe, die schon seit langem ds Wort ergriffen hätte und im vornhinein alles, was ich sage, verdoppelte und daß diese
Stimme so spräche: 'Man muß weiterreden, ich kann nicht weitermachen, man muß weiterreden, man muß Wörter sagen, solange es welche gibt; man muß sie sagen, bis
sie mich finden, bis sie mich sagen - befremdete Mühe, befremdetes Versagen, ; man muß weiterreden; vielleicht ist es schon gesagt, vielleicht haben sie mich schon an
dei Schwelle getragen, an das Tor, welches sich schon auf meine Geschichte öffnet (seine Öffnung würde mich erstaunen).'
Ich glaube, es gibt bei vielen ein ähnliches Verlangen, nicht anfangen zu müssen; ein ähnliches Begehren, sich von vornherein auf der anderen Seite des Diskurses zu
befinden und nicht von außen ansehen zu müssen, was er Einzigartiges, Bedrohliches, ja vielleicht Verderbliches an sich hat. Auf diesen so verbreiteten Wunsch gibt die
Institution eine ironische Antwort, indem sie die Anfänge feierlich gestaltet, indem sie sei mit ehrfürchtigem Schweigen umgibt und zu weithin sichtbaren Zeichen
ritualisiert."
(Michel Foucault. Die Ordnung des Diskurses, Frankfurt am Main 1991, OT: L'ordre du discours, Paris 1992, 9-10)
(... mit diesen Worten nimmt Michel Foucault am 2. Dezember 1970 seine Tätigkeit am eigens für ihn eingerichteten Lehrstuhl für die Geschichte der Denksysteme am
Collège de France auf ...)

hei+co schrieb am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 3 Punkt(e)

gemeinschaftliche Bücher - Schreiben in Gesellschaft

"Auch wenn sie sich noch nicht zu einer Disziplin versichtet haben, sind [...] kommunikologische Ansätze innerhalb verschiedener Disziplinen schon längere Zeit
bemerkbar. Es geht dabei um eine Rekontextualisierung der philosophischen Fragestellungen im Rahmen der geänderten Bedeutung von Kommunikation auf neuen
technischen Grundlagen.
Solche Rekontextualisierung funktioniert nur im Medienverbund und dedeutet eine neue Art von Diskursverflechtung jenseits des Monographien produzierenden
wissenschaftlichen Autors. Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als die Aufklärer die Vermittlungsformen der Öffentlichkeit zu reflektieren begannen [..] keimten Zweifel an
der Tragfähigkeit der als Effekt einer spezifischen Buchkultur durchschaubaren Autorenrolle auf.
'Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher', heißt es in einem Text des Novalis von 1798, und weiter: 'Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes
Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellrey ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln [..]'
(Novalis: Schriften II, 645, zit. nach: hans Blumenberg: Die Lesbarkeit der Welt, Frankfurt am Main 1989, 301)
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 27,28)

hei+co schrieb am 15.3. 2000 um 14:31:25 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 4 Punkt(e)

gemeinschaftliche Bücher - Schreiben in Gesellschaft
"Auch wenn sie sich noch nicht zu einer Disziplin versichtet haben, sind [...] kommunikologische Ansätze innerhalb verschiedener Disziplinen schon längere Zeit bemerkbar. Es geht dabei um eine Rekontextualisierung der philosophischen Fragestellungen im Rahmen der geänderten Bedeutung von Kommunikation auf neuen technischen Grundlagen.
Solche Rekontextualisierung funktioniert nur im Medienverbund und dedeutet eine neue Art von Diskursverflechtung jenseits des Monographien produzierenden wissenschaftlichen Autors. Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als die Aufklärer die Vermittlungsformen der Öffentlichkeit zu reflektieren begannen [..] keimten Zweifel an der Tragfähigkeit der als Effekt einer spezifischen Buchkultur durchschaubaren Autorenrolle auf.
'Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher', heißt es in einem Text des Novalis von 1798, und weiter: 'Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellrey ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln [..]'
(Novalis: Schriften II, 645, zit. nach: hans Blumenberg: Die Lesbarkeit der Welt, Frankfurt am Main 1989, 301)
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 27,28)

hei&co schrieb am 12.9. 2000 um 15:33:44 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 2 Punkt(e)

Denken mit Rhizomen

[...] das Rhizom ist das Bild des
Denkens, das sich unter dem der Bäume
ausbreitet.
In dieser Frage haben wir kein Modell,
nicht einmal einen Wegweiser, aber wir
haben einen Bezugspunkt, eine
Kreuzung, eine Überschneidung, die
immer wieder zu erneuern ist: das ist der
Wissensstand über das Gehirn.
[...] Und heute inspiriert uns nicht der
Computer, sondern die Mikrobiologie
des Gehirns: dieses erweist sich als ein
Rhizom, eher Gras als Baum [...]
Das heißt nicht, daß wir abhängig von
der Erkenntnis, die wir vom Gehirn
haben, denken, sondern jeder neue
Gedanke zieht frische, unbekannte
Bahnen im Gehirn, windet es, faltet es
oder spaltet es. [...] Die Philosophie
mobilisiert neue Verknüpfungen, neue
Bahnungen, neue Synapsen, indem sie
Begriffe schafft, gleichzeitig entdeckt die
Gehirnforschung mit ihren Mitteln die
objektive matierielle Entsprechung oder
das Möglichkeitsmaterial eines ganzen
Bilds des Denkens.
Am Kino interessiert mich, daß die
Leinwand hier ein Gehirn sein kann, wie
in den Filmen von Resnais oder
Syberberg. Der FIlm arbeitet nicht nur
mit Verknüpfungen durch rationale
Schnitte, sondern mit
Neu-Verknüpfungen über irrationale
Schnitte: das ist ein anderes Bild des
Denkens. Wirklich interessant an den
Videoclips war anfangs, daß manchen
den Eindruck vermittelten, über
Verknüpfungen und Sprünge zu
funktionieren, die nicht mehr diue des
Wachzustandes waren, aber auch nicht
die des Traums oder Alptraums. Für
einen Augenblick haben sie etwas
gestreift, das zum Denken gehörte.

(Deleuze, Gilles:
Unterhandlungen
1972-1990,
Frankfurt/Main 1993,
OT: Pourparlers, Paris
1990, 216-218)

Neal McSteve schrieb am 31.8. 2000 um 16:05:59 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 4 Punkt(e)

Hiro nähert sich der Straße. Sie ist
der Broadway, die Champs
Elysees des Metaversums. Diesen
strahlend hell erleuchteten
Boulevard kann man, verkleinert
und spiegelverkehrt, in den
Gläsern der Brille erkennen. Die
Straße existiert eigentlich gar nicht.
Dennoch gehen in diesem
Augenblick Millionen Menschen
darauf spazieren.
Die Abmessungen der Straße sind
durch ein Programm festgelegt und
werden von den
Computergraphik-Ninjameistern
der Globalen
Multimedia-Programmiergruppe
der Firma ,,Computing Machinery"
herausgehämmert. Die Straße
scheint ein Boulevard zu sein, der
ganz um den Äquator einer
schwarzen Kugel mit einem Radius
von etwas mehr als zehntausend
Kilometern herum verläuft.
(Neal Stephenson: Snow Crash,
München 1994, OT: New York
1992, S. 34)

hei&co schrieb am 12.9. 2000 um 15:39:59 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 3 Punkt(e)

Memex-Schreibtisch:
Tastatur und eine Reihe
von Knöpfen und
Hebeln

"Der Memex besteht aus einem
Schreibtisch[...]: Oben befinden sich
schräge durchscheinende Schirme, auf
die das Material bequem lesbar projiziert
werden kann. Es gibt eine Tastatur und
eine Reihe von Knöpfen und Hebeln.
[...] Der größte Teil des Memex-Inhalts
kann bereits fertig auf Mikrofilm
erworben werden. Bücher jeder Art,
Bilder, aktuelle Periodica, Zeitungen
[...]. Und es gibt die Möglichkeit zur
direkten Eingabe. Auf der Oberfläche des
Memex befindet sich eine transparente
Fläche. Hier können handschriftliche
Notizen, Photographien, Memoranden,
alles Mögliche aufgelegt werden. Wenn
dies geschehen ist, wird durch
Hebeldruck eine Photographie
angefertigt, die auf dem nächsten leeren
Segment des Memex-Films erscheint;
[...] Selbstverständlich besteht die
Möglichkeit, mithilfe der üblichen
Indizierungssysteme auf das Archiv
zuzugreifen. [...] Da dem Benutzer
mehrere Projektionsflächen zur
Verfügung stehen, kann er einen
Gegenstand in Position lassen und
weitere aufrufen. Er kann Notizen und
Kommentare hinzufügen [...] ganz so,
als hätte er die Buchseite tatsächlich vor
sich."[1]

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