Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 63, davon 63 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 42 positiv bewertete (66,67%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr schrieb
hei+co über odyssee
Der neuste Text am 8.4. 2026 um 13:19:08 Uhr schrieb
Gerhard über odyssee
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 13)

am 23.1. 2004 um 12:05:06 Uhr schrieb
biggi über odyssee

am 7.9. 2003 um 13:26:36 Uhr schrieb
PaddyClarke über odyssee

am 5.9. 2003 um 13:12:03 Uhr schrieb
Polyhistor über odyssee

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Odyssee«

hei&co schrieb am 17.9. 2000 um 21:12:14 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 5 Punkt(e)

Ich logge mich ein in die Science-Fiction Bibliothek, in der Hoffnung, hier einiges über digitale Träume zu erfahren. (Neben einigen Klassikern wie Shakespeare oder der Bibel scheinen Science Fiktion Bücher der einzige Bereich zu sein, wo Material in Hülle und Fülle online zur Verfügung steht. Nachtbeschäftigung nicht schlafen könnender Programmierer.)
Ich denke an die aufschlußreichen Dialoge mit dem allwissenden Bordcomputer von »Odysee 2000«....ADAMS, BRUNNER, CLARKE. STOP. Ich gehe gleich auf DIREKTDIALOG.
»Hast du Angst davor, ausgeschaltet zu werden«, frage ich HAL.
»Darauf kann ich ohne geauere Informationen nicht antworten.«
»Wir Menschen benötigen Schlaf - eine beinahe völlige Unterbrechung unserer Gehirnfunktionen, zumindest auf der Ebene des Bewußtseins.«
»Ich weiß, aber verstehe es nicht«

hei+co schrieb am 23.6. 2000 um 13:15:28 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 4 Punkt(e)

(Wissenschaft als Netzwerk von Wegen)
Weit davon entfernt, eine geradlinige Abfolge stetigen Wissenserwerbs oder eine ebensolche Sequenz plötzlicher Einschnitte, entdeckungen, erfindungen oder Revolutionen zu zeichnen, [...] eilt die Geschichte der Wissenschaften unbeständig durch ein vielfältiges und komplexes Netz von Wegen, Straßen, Bahnen, Spuren, die sich verflechten, verdichten, kreuzen, verknoten, überlagern, oft mehrfach verzweigen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Zeitmaße, Disziplinen, Ideen von Wissenschaft, eine Mannigfaltigkeit von Gruppen, Institutionen, Kapitalien, Menschen, die sich einig sind oder sich bekämpfen, von Maschinen, Gegegnständen, Prognosen und un vorhergesehenen Zufännen bilden zusammen ein schwankendes Gefüge, das die vielfältige Geschichte der Wissenschaften getreu darstelt.
Nichts ist einfacher und leichter als diese vermeintliche Komplexität: Man stelle sich eine Art Straßenkarte vor, auf der die verschiedenen Wege dargestellt sind, die ein Land durchziehen [...]
(Michel Serres: Vorwort, in: Michel Serres (Hg.): Elemente einer Geschichte der Wissenschaften, Frankfurt/Main, 1994, OT: Paris 1989, 11-38; hier: 18, 19)

hei&co schrieb am 13.9. 2000 um 09:47:19 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 4 Punkt(e)

Drogen, Sex,
Luxusartikel -
Informationen?"

»Äh, Informationen?« Mmmh, das Zeug
schmeckt ja wie Moxie.."Vor dem ersten
Krieg war das Leben einfach..Drogen,
Sex, Luxusartikel. Währungen waren nur
ein Nebengeschäft und der Begriff
'Industriespionage' war unbekannt..
Information... ...Was ist denn faul an
Drogen oder Weibern? Ist es ein Wunder,
daß die Welt verrückt geworden ist,
wenn Information das letzte gültige
Tauschobjekt darstellt?» «Ich dachte, das
wärn Zigaretten?» «Du träumst...Das
wird leichter. eines Tages machen es
Maschinen. Informationsmaschinen. Du
bist die Bugwelle der Zukunft."
(Thomas Pynchon, Die Enden der
Parabel. Reinbeck bei Hamburg, 1984,
S. 406)

hei&co schrieb am 31.8. 2000 um 16:08:43 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 4 Punkt(e)

Kollaborative Wissenschaft
Dann gibt es noch bei uns ein Haus der Sinnestäuschungen, in dem wir alle möglichen Zauberkünste, Taschenspielerkniffe, Gaukeleien und Illusionen sowie deren Trugschlüsse darstellen. Ihr könnt euch denken, daß es uns, die wir es in der Naturerkenntnis und -beherrschung so wunderbar weit gebracht haben, ein leichtes wäre, den menschlichen Sinnen sehr viel vorzuspiegeln wenn wir natürliche Dinge mit dem Nimbus des Wunders ausschmücken und aufbauschen würden. Aber uns ist jeder Betrug und jede Lüge verhaßt. Daher ist auch allen Mitgliedern unseres Hauses bei Ehren- und Geldstrafe streng untersagt, natürliche Tatsachen in lügenhafter Aufmachung zu verkünden, nur eine reine, ungeschminkte, durch keinen Wunderglauben beeinflußte Darstellung darf gegeben werden.
(Francis Bacon: Nova Atlantis, Stuttgart 1982, OT: 1643, Utrecht), S. 54)

Bruno Latour schrieb am 14.10. 2000 um 12:24:28 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 3 Punkt(e)

»In Ermangelung eines Besseren nennen wir uns Soziologen, Historiker, Oekonomen, Politologen, Philosophen, Anthropologen. [...] Wie das Etikett auch lauten mag, immer ergeht es darum, den gordischen Knoten neu zu knüpfen, indem man so oft wie nötig die Grenze überschreitet, welche die exakten Wisssenschaften von der Ausübung der Macht trennt, oder sage wir. die Natur von der Kultur. Wir sind selbst Hybriden, den wir liegen quer zu den wissenschaftlichen Institutionen, in denen wir arbeiten. Halb Ingenieure, halb Philosophen [...]. Unser Transportmittel ist der Begriff der Uebersetzung oder des Netzes. Geschmeidiger als der Begriff des Systems, historischer als die Struktur und empirischer als die Komplexität, ist das Netz der Ariadnefaden in diesen vermischten Geschichten.«
(Bruno Latour: Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie, Frankfurt am Main 1998, OT: Paris 1991, 9-10)

hei&co schrieb am 12.9. 2000 um 15:33:44 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 2 Punkt(e)

Denken mit Rhizomen

[...] das Rhizom ist das Bild des
Denkens, das sich unter dem der Bäume
ausbreitet.
In dieser Frage haben wir kein Modell,
nicht einmal einen Wegweiser, aber wir
haben einen Bezugspunkt, eine
Kreuzung, eine Überschneidung, die
immer wieder zu erneuern ist: das ist der
Wissensstand über das Gehirn.
[...] Und heute inspiriert uns nicht der
Computer, sondern die Mikrobiologie
des Gehirns: dieses erweist sich als ein
Rhizom, eher Gras als Baum [...]
Das heißt nicht, daß wir abhängig von
der Erkenntnis, die wir vom Gehirn
haben, denken, sondern jeder neue
Gedanke zieht frische, unbekannte
Bahnen im Gehirn, windet es, faltet es
oder spaltet es. [...] Die Philosophie
mobilisiert neue Verknüpfungen, neue
Bahnungen, neue Synapsen, indem sie
Begriffe schafft, gleichzeitig entdeckt die
Gehirnforschung mit ihren Mitteln die
objektive matierielle Entsprechung oder
das Möglichkeitsmaterial eines ganzen
Bilds des Denkens.
Am Kino interessiert mich, daß die
Leinwand hier ein Gehirn sein kann, wie
in den Filmen von Resnais oder
Syberberg. Der FIlm arbeitet nicht nur
mit Verknüpfungen durch rationale
Schnitte, sondern mit
Neu-Verknüpfungen über irrationale
Schnitte: das ist ein anderes Bild des
Denkens. Wirklich interessant an den
Videoclips war anfangs, daß manchen
den Eindruck vermittelten, über
Verknüpfungen und Sprünge zu
funktionieren, die nicht mehr diue des
Wachzustandes waren, aber auch nicht
die des Traums oder Alptraums. Für
einen Augenblick haben sie etwas
gestreift, das zum Denken gehörte.

(Deleuze, Gilles:
Unterhandlungen
1972-1990,
Frankfurt/Main 1993,
OT: Pourparlers, Paris
1990, 216-218)

mcnep schrieb am 3.12. 2002 um 22:12:28 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 5 Punkt(e)

Einmal noch schiff mir, erinnerungstrullende Muse
auf die Zunge, das Lob des italischen Chefkochs zu singen,
der die Zabaglione uns schlug, und köstliches Rindfleisch
uns zum Carpaccio schnitt, ein fürbaß extrem korpulenter
Sohn Italiens, stammend vielleicht von Liguriens Stränden,
bartstoppelreich und mit einem köstlichen Hintern,
der in der Hose, der schwarzweißkarierten, sich spannte:
und konturiertesten Schritts: so ward mein Wille vollendet,
der zum Mahle sich äugliche Atzung ersehnt, und die mir geliefert
jener Sohn Berlusconis in jugendlich schwellender Fülle.
Was hat meinen Sinn so erregt? War es der Virilitäten
strotzendes Unmaß, welches er gleichsam achtlos stellte zur Schau?
Jene Gleichmut des Blicks, war es der fleischige Nacken,
zu dem mein Blick über Tagliatelle und Chianti stets glitt?
Ach, er kam von den rüstigen Küsten der sonnenumwobnen Azzuri
bar aller Kenntnis des Deutschen, und hat sich dies scheint's bewahrt:
doch gelächelt hat er für den Augenblick, als ihn mein Blick traf,
und dieser Anblick allein hat sich das Trinkgeld, das reiche, gelohnt.
Ach! Zu rasten begehrt' ich, nur einen Augenblick, in seinen Schenkeln
um, so gestärkt, weiterzufahren auf der gaumensegelnden Odyssee.

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