Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 62, davon 62 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 42 positiv bewertete (67,74%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr schrieb
hei+co über odyssee
Der neuste Text am 6.3. 2023 um 23:06:14 Uhr schrieb
Film-Freak über odyssee
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(insgesamt: 12)

am 6.4. 2005 um 14:25:03 Uhr schrieb
d d über odyssee

am 6.4. 2005 um 14:31:15 Uhr schrieb
hei+co über odyssee

am 6.3. 2023 um 19:11:40 Uhr schrieb
Benjamin Beispiel über odyssee

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Odyssee«

mcnep schrieb am 3.12. 2002 um 22:12:28 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 5 Punkt(e)

Einmal noch schiff mir, erinnerungstrullende Muse
auf die Zunge, das Lob des italischen Chefkochs zu singen,
der die Zabaglione uns schlug, und köstliches Rindfleisch
uns zum Carpaccio schnitt, ein fürbaß extrem korpulenter
Sohn Italiens, stammend vielleicht von Liguriens Stränden,
bartstoppelreich und mit einem köstlichen Hintern,
der in der Hose, der schwarzweißkarierten, sich spannte:
und konturiertesten Schritts: so ward mein Wille vollendet,
der zum Mahle sich äugliche Atzung ersehnt, und die mir geliefert
jener Sohn Berlusconis in jugendlich schwellender Fülle.
Was hat meinen Sinn so erregt? War es der Virilitäten
strotzendes Unmaß, welches er gleichsam achtlos stellte zur Schau?
Jene Gleichmut des Blicks, war es der fleischige Nacken,
zu dem mein Blick über Tagliatelle und Chianti stets glitt?
Ach, er kam von den rüstigen Küsten der sonnenumwobnen Azzuri
bar aller Kenntnis des Deutschen, und hat sich dies scheint's bewahrt:
doch gelächelt hat er für den Augenblick, als ihn mein Blick traf,
und dieser Anblick allein hat sich das Trinkgeld, das reiche, gelohnt.
Ach! Zu rasten begehrt' ich, nur einen Augenblick, in seinen Schenkeln
um, so gestärkt, weiterzufahren auf der gaumensegelnden Odyssee.

hei&co schrieb am 17.9. 2000 um 21:12:14 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 5 Punkt(e)

Ich logge mich ein in die Science-Fiction Bibliothek, in der Hoffnung, hier einiges über digitale Träume zu erfahren. (Neben einigen Klassikern wie Shakespeare oder der Bibel scheinen Science Fiktion Bücher der einzige Bereich zu sein, wo Material in Hülle und Fülle online zur Verfügung steht. Nachtbeschäftigung nicht schlafen könnender Programmierer.)
Ich denke an die aufschlußreichen Dialoge mit dem allwissenden Bordcomputer von »Odysee 2000«....ADAMS, BRUNNER, CLARKE. STOP. Ich gehe gleich auf DIREKTDIALOG.
»Hast du Angst davor, ausgeschaltet zu werden«, frage ich HAL.
»Darauf kann ich ohne geauere Informationen nicht antworten
»Wir Menschen benötigen Schlaf - eine beinahe völlige Unterbrechung unserer Gehirnfunktionen, zumindest auf der Ebene des Bewußtseins
»Ich weiß, aber verstehe es nicht«

hei+co schrieb am 17.9. 2000 um 21:25:01 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 4 Punkt(e)

Dieses Buch hat seine Entstehung einem Text von Borges zu verdanken. Dem Lachen, das bei seiner Lektüre alle Vertrautheiten unseres Denkens aufrüttelt, des Denkens unserer Zeit und unseres Raumes, das alle geordneten Oberflächen und alle Pläne erschüttert und unsere tausendjährige Handhabung des Gleichen und des Anderen schwanken läßt und in Unruhe versetzt. Dieser Text zitiert »eine gewisse chinesiche Enzyklopädie«, in der es heißt, daß "die Tiere sich wie folgt gruppieren: a) Tiere, die dem Kaiser gehören, b) einbalsamierte Tiere, c) gezähmte, d) Milchschweine, e) Sirenen, f) Fabeltiere, g) herrenlose Hunde, h) in diese Gruppierung gehörige, i) die sich wie Tolle gebären, k) die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind, l) und so weiter, m) die den Wasserkrug zerbrochen haben, n) die von weitem wie Fliegen aussehen. (Jorge Luis Borges, Die analytische Sprache John Wilkins', 212) Bei dem Erstaunen über diese Taxinomie erreicht man mit einem Sprung, was in dieser Aufzählung uns als der exotische Zauber eines anderen Denkens bezeichnet wird - die Grenze unseres Denkens: die schiere Unmöglichkeit, das zu denken. (>Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge, 17

Neal McSteve schrieb am 31.8. 2000 um 16:05:59 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 4 Punkt(e)

Hiro nähert sich der Straße. Sie ist
der Broadway, die Champs
Elysees des Metaversums. Diesen
strahlend hell erleuchteten
Boulevard kann man, verkleinert
und spiegelverkehrt, in den
Gläsern der Brille erkennen. Die
Straße existiert eigentlich gar nicht.
Dennoch gehen in diesem
Augenblick Millionen Menschen
darauf spazieren.
Die Abmessungen der Straße sind
durch ein Programm festgelegt und
werden von den
Computergraphik-Ninjameistern
der Globalen
Multimedia-Programmiergruppe
der Firma ,,Computing Machinery"
herausgehämmert. Die Straße
scheint ein Boulevard zu sein, der
ganz um den Äquator einer
schwarzen Kugel mit einem Radius
von etwas mehr als zehntausend
Kilometern herum verläuft.
(Neal Stephenson: Snow Crash,
München 1994, OT: New York
1992, S. 34)

hei+co schrieb am 23.6. 2000 um 13:15:28 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 4 Punkt(e)

(Wissenschaft als Netzwerk von Wegen)
Weit davon entfernt, eine geradlinige Abfolge stetigen Wissenserwerbs oder eine ebensolche Sequenz plötzlicher Einschnitte, entdeckungen, erfindungen oder Revolutionen zu zeichnen, [...] eilt die Geschichte der Wissenschaften unbeständig durch ein vielfältiges und komplexes Netz von Wegen, Straßen, Bahnen, Spuren, die sich verflechten, verdichten, kreuzen, verknoten, überlagern, oft mehrfach verzweigen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Zeitmaße, Disziplinen, Ideen von Wissenschaft, eine Mannigfaltigkeit von Gruppen, Institutionen, Kapitalien, Menschen, die sich einig sind oder sich bekämpfen, von Maschinen, Gegegnständen, Prognosen und un vorhergesehenen Zufännen bilden zusammen ein schwankendes Gefüge, das die vielfältige Geschichte der Wissenschaften getreu darstelt.
Nichts ist einfacher und leichter als diese vermeintliche Komplexität: Man stelle sich eine Art Straßenkarte vor, auf der die verschiedenen Wege dargestellt sind, die ein Land durchziehen [...]
(Michel Serres: Vorwort, in: Michel Serres (Hg.): Elemente einer Geschichte der Wissenschaften, Frankfurt/Main, 1994, OT: Paris 1989, 11-38; hier: 18, 19)

Bruno Latour schrieb am 14.10. 2000 um 12:24:28 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 3 Punkt(e)

»In Ermangelung eines Besseren nennen wir uns Soziologen, Historiker, Oekonomen, Politologen, Philosophen, Anthropologen. [...] Wie das Etikett auch lauten mag, immer ergeht es darum, den gordischen Knoten neu zu knüpfen, indem man so oft wie nötig die Grenze überschreitet, welche die exakten Wisssenschaften von der Ausübung der Macht trennt, oder sage wir. die Natur von der Kultur. Wir sind selbst Hybriden, den wir liegen quer zu den wissenschaftlichen Institutionen, in denen wir arbeiten. Halb Ingenieure, halb Philosophen [...]. Unser Transportmittel ist der Begriff der Uebersetzung oder des Netzes. Geschmeidiger als der Begriff des Systems, historischer als die Struktur und empirischer als die Komplexität, ist das Netz der Ariadnefaden in diesen vermischten Geschichten
(Bruno Latour: Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie, Frankfurt am Main 1998, OT: Paris 1991, 9-10)

hei+co schrieb am 2.3. 2000 um 12:14:15 Uhr zu

odyssee

Bewertung: 3 Punkt(e)

gemeinschaftliche Bücher - Schreiben in Gesellschaft

"Auch wenn sie sich noch nicht zu einer Disziplin versichtet haben, sind [...] kommunikologische Ansätze innerhalb verschiedener Disziplinen schon längere Zeit
bemerkbar. Es geht dabei um eine Rekontextualisierung der philosophischen Fragestellungen im Rahmen der geänderten Bedeutung von Kommunikation auf neuen
technischen Grundlagen.
Solche Rekontextualisierung funktioniert nur im Medienverbund und dedeutet eine neue Art von Diskursverflechtung jenseits des Monographien produzierenden
wissenschaftlichen Autors. Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als die Aufklärer die Vermittlungsformen der Öffentlichkeit zu reflektieren begannen [..] keimten Zweifel an
der Tragfähigkeit der als Effekt einer spezifischen Buchkultur durchschaubaren Autorenrolle auf.
'Journale sind eigentlich schon gemeinschaftliche Bücher', heißt es in einem Text des Novalis von 1798, und weiter: 'Das Schreiben in Gesellschaft ist ein interessantes
Symptom - das noch eine große Ausbildung der Schriftstellrey ahnden läßt. Man wird vielleicht einmal in Masse schreiben, denken und handeln [..]'
(Novalis: Schriften II, 645, zit. nach: hans Blumenberg: Die Lesbarkeit der Welt, Frankfurt am Main 1989, 301)
(Frank Hartmann: Medienphilosophie, Wien 2000, 27,28)

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