Liamara schrieb am 12.10. 1999 um 22:12:05 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Glasige Augen
Hände wie Eis.
Er ist so kalt jetzt,
und war doch mal so heiß.
Tot zu sein ist komisch.
Gestern so poltrig,
heute so still.
Gestern noch prächtig,
heute schon Müll.
Tot zu sein ist komisch.
Tot zu sein ist komisch.
Dieses Grapschen
und sein Glotzen,
als er lebte,
war zum Kotzen.
Doch als Leiche
wirkt er jetzt
ganz gesittet
und gesetzt.
Wenn er mir nah kam,
nahm er mich her.
Jetzt komm ich ihm nah,
und wehrlos ist er.
Tot zu sein ist komisch.
Tot zu sein ist komisch.
Sein Geschwätz
und sein Benehmen,
als er lebte,
war zum Schämen.
Doch als Leiche
riecht er bloß,
sonst hält er
sich tadellos.
Er war mir lästig
in meinem Bett.
Jetzt denk ich plötzlich:
Er war doch ganz nett.
Tot zu sein ist komisch.
Tot zu sein ist komisch.
Tot zu sein ist komisch.
maike schrieb am 9.4. 2000 um 14:12:11 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
»Emancipate yourselves from mental slavery , none but ourselves can free our mind ... «
( Bob Marley - Redemption Song )
Liamara schrieb am 10.4. 2004 um 21:35:07 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Stell dir einen Fragebogen vor, in dem die Frage vorkommt: Welches Lied beschreibt dich am besten?
Würde dir auf Anhieb ein Songtext einfallen? Meiner wäre »Always a woman« von Billy Joel. Das Problem ist nur, wenn du anfängst darüber nachzudenken, wirst du vermutlich merken dass ein einziges Lied nicht ausreicht, um dich zu beschreiben, abgesehen davon, dass du so einseitig nicht gesehen werden willst, nehme ich an. Man könnte das für Lebenszeit-Verschwendung halten, aber man könnte sich ein paar Minuten Zeit nehmen und über Songtexte nachdenken, die man nicht nur einfach schön findet, sondern die einfach passen. So als könnte man, wenn man wieder einmal gefragt wird - »Wie bist du eigentlich so?« - einfach sagen: Hör dir das an. Das bin ich, oder wenigstens ein Teil davon.