Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 130, davon 130 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 73 positiv bewertete (56,15%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 9.4. 2001 um 15:17:15 Uhr schrieb
Lothar über Pseudoschriftsteller
Der neuste Text am 15.3. 2026 um 15:04:23 Uhr schrieb
Pasolini über Pseudoschriftsteller
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 31)

am 31.7. 2003 um 10:01:05 Uhr schrieb
smally über Pseudoschriftsteller

am 11.11. 2010 um 15:45:05 Uhr schrieb
Oliver über Pseudoschriftsteller

am 7.9. 2003 um 13:28:01 Uhr schrieb
Rufus über Pseudoschriftsteller

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Pseudoschriftsteller«

Roja schrieb am 9.4. 2001 um 19:15:12 Uhr zu

Pseudoschriftsteller

Bewertung: 19 Punkt(e)

Pseudoschriftsteller haben unverkennbare äußere Zeichen: sie achten sehr darauf, modisch zu sein (was nicht schwer ist: seit den frühen 90ern sind es weit geschnittene schwarze Anzüge und sehr kurzer Haarschnitt). Sehr gepflegt. Sie schreiben meist von dem, was sie am besten kennen: ihrem Schickimicki-Milieu. Überhaupt erfinden sie ungern. Sie kennen das Internet und sind im »Perlentaucher« präsent. Sie waren alle schonmal in New York. Jeder hat einen Literaturpreis, den er am liebsten als Orden ans schwarze Jackett heften würde. Nur gibt es beim Militär mehr Soldaten als Orden, deshalb hinkt der Vergleich.

Verda schrieb am 10.4. 2001 um 19:01:09 Uhr zu

Pseudoschriftsteller

Bewertung: 42 Punkt(e)

Die Welt quillt über von Pseudogestalten mit Pseudoverhalten - die rufen geradezu nach einer pseudoschriftstellerischen Pseudodarstellung. Und das Pseudolesepublikum ruft auch danach.

quimbo75@hotmail.com schrieb am 9.4. 2001 um 22:34:43 Uhr zu

Pseudoschriftsteller

Bewertung: 5 Punkt(e)

ein Pseudoschriftsteller ist einer, der vorgibt, einen Text zu schreiben, aber keinen Buchstaben auf Papier bringt. Um Schriftsteller zu sein, muss man mindestens einen gültigen Buchstaben aufs Papier bringen. Die Deutung ist dann der Kritik überlassen. Stellen ist das eine, Sinn stiften was ganz anderes.

Johnny schrieb am 14.4. 2001 um 17:31:01 Uhr zu

Pseudoschriftsteller

Bewertung: 4 Punkt(e)

So stelle ich mir einen vor bzw. habe ich einen im Auge:
Er stand nichtssagend am Tresen des Cafes, er war in eíne lächerliche Pelerine gehüllt, sein Schuhzeug wirkte auf dem alten Holzbohlen aufdringlich protzig, sein Gesicht hatte etwas von dem schlechten Verputz eines billigen Hauses, er hatte ungepflegte Wurstfinger, seine Krawatte war ein Greuel vor dem Herrn, er besaß einen Hut, ein teures Stück aus einem üblen Snobsalaon, sein Bart war zottig und ebenso dünn wie sein Haupthaar, es war ein Backenbart, der er auf viktorianisshe Art wild nach links und rechts wie zwei komische Geoldfischflossen spreizte: er war überhaupt eine erbärmliche Erscheinung, sein natürlich schwarzer Blazer war mit einem heraldisch völlig danebengegangenen Stoffwappen versehen...

Didi schrieb am 9.4. 2001 um 19:37:28 Uhr zu

Pseudoschriftsteller

Bewertung: 3 Punkt(e)

hier gibts ja auch Selbsternannte - die schreiben ihre Beiträge nur mit vorhandenen (momentan ca 8000 Wörtern) Stichwörtern (alles gelb dann) und finden sich noch ganz toll dabei. Wahrscheinlich wollen sie uns damit sagen, daß wir, ähnlich wie die Amis ohne weiteres mit 1000 Wörtern auskommen. Das finde ich äußerst gefährlich - man sieht die Sprachverrohung in den USA und damit die Rückentwicklung einer ganzen Gesellschaft.

h.art.mann schrieb am 17.6. 2001 um 02:43:39 Uhr zu

Pseudoschriftsteller

Bewertung: 4 Punkt(e)

Du hast ein echtes Problem, Junge: du würdest gern ein Pseudoschriftsteller sein; aber du schaffst es nicht.

Daniel Arnold schrieb am 11.4. 2001 um 22:54:49 Uhr zu

Pseudoschriftsteller

Bewertung: 4 Punkt(e)

Ich
bin vermutlich auch so einer.
Ich möchte wirklich etwas aussagen und die Vielfalt der Perspektiven bestärken
und dann kann man es hinterher als Leser gar nicht mehr unterscheiden welcher Schreiber denkt und welcher weniger.
Und weil das oft wirklich kompliziert ist, und es einem die vielleicht gar nicht mal so(oooo) dummen unter den wirren Köpfen - wie ich hoffe einer zu sein - nicht einfach machen, gehen dann die Ideen in einer Masse von unüberschaubarem Erfolg und Hungertod verloren.

na logen schrieb am 27.5. 2001 um 11:10:47 Uhr zu

Pseudoschriftsteller

Bewertung: 3 Punkt(e)

gestern abend war ich bei nem poetry slam. das war eine gigantische ansammlung von pseudoschriftstellern, die meisten haben echt nur ihren geistigen dünnschiss da abgeladen. und dafür gabs punkte, und die leute haben geklatscht und sich gefreut, und der gewinner konnte sogar 600 mark mit nach hause nehmen. hat er dann aber mit den beiden anderen aus der endrunde geteilt. das war eine große geste, die ihm bestimmt viel sympathie eingebracht hat. besonders ätzend fand ich den gegenpapst, der hat immer so plump die frauen im publikum angegraben. »du hast unrasierte achseln, da steht er mir gleich«. das gedicht, mit dem er startete, hieß »fotzenwaschanlage«. als er dann auf der bühne seinen schwanz entblößen wollte, haben sie seinen auftritt abgebrochen. das sollte dich nicht davon abhalten, mal zu so ner veranstaltung zu gehen. es gibt auch echte rosinen unter den pseudoschriftstellern.

Johann schrieb am 11.4. 2001 um 08:35:20 Uhr zu

Pseudoschriftsteller

Bewertung: 5 Punkt(e)

Den Pseudoschriftsellern würde durchgängig die Einsicht zustatten kommen, daß man zwar, wo möglich, denken soll wie ein »Großer Geist«, hingegen dieselbe Sprache reden wie jeder Andere.

Man brauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge: aber sie machen es gerade umgekehrt.

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