Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 235, davon 219 (93,19%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 90 positiv bewertete (38,30%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 18.11. 1999 um 19:06:11 Uhr schrieb
TUVD über Todesstrafe
Der neuste Text am 24.3. 2025 um 06:15:30 Uhr schrieb
Gerhard über Todesstrafe
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 78)

am 4.9. 2011 um 16:46:55 Uhr schrieb
Cem über Todesstrafe

am 26.2. 2010 um 17:45:47 Uhr schrieb
Patrick Batemann über Todesstrafe

am 24.9. 2010 um 07:32:40 Uhr schrieb
® über Todesstrafe

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Todesstrafe«

Sven Arnhold schrieb am 21.11. 1999 um 19:31:41 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 9 Punkt(e)

Die Todesstrafe ist ein Form der Exekutive, die in einem modernen Rechtsstaat meiner Meinung nach nicht legetimiert werden kann, da ein solcher Rechtsstaat als oberstes Ziel die Wahrung der Menschenrechte haben sollte. Hierzu zählt insbesondere die Wahrung des Rechtes auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Wenn jemand, der in einem Staat aufwächts, der die Todesstrafe als mögliches Urteil in Erwägung ziehen kann, nun ein Verbrechen begeht, das mit der Todesstrafe geahndet wird, dann sollte der Staat das Übel an der Wurzel ausreißen, also die Ursachen für derartige Straftaten bekämpfen, nicht aber den Straftäter exekutieren, denn damit ist die Ursache des Übels nicht aus der Welt geschafft. Die Todesstrafe stellt somit nur den erbarmungswürdigen Versuch dar, den Aufgaben des Staates als Beschützer der Bevölkerung gerechtzuwerden, versagt aber dabei, diesen Schutz nachhaltig dadurch zu gewähren, dass er die Ursachen für Straftaten durch entsprechende Regelungen, gesetzgeberischer sowie politischer Art, beseitigt.

TUVD schrieb am 18.11. 1999 um 19:06:11 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 16 Punkt(e)

Die Todesstrafe ist meiner Meinung nach etwas, was einfach nicht zu einem demokratischen Rechtsstaat passt.

Ich kann einfach nicht verstehen, dass es Leute gibt, die diese Form der Bestrafung in einer Demokratie für angebracht halten und damit argumentieren, dass damit Abschreckung für potentielle Täter und Genugtuung für die Hinterbliebenen gewährleistet werden.

Zum Thema der Abschreckung kann ich nur sagen: »Es funktioniert nicht!«.

Studien in Bundesstaaten der U.S.A. , in denen die Todesstrafe (»death penalty« oder »capital punishment«) verhängt werden kann, zeigen dass von ihr keinerlei abschreckende Wirkung ausgeht, denn wer jemanden im Affekt tötet, denkt nicht über mögliche Strafen nach und wer jemanden gezielt ermordet, rechnet aufgrund der »Planung« seiner Tat sowieso nicht damit geschnappt zu werden.

Zum Argument der angeblichen Genugtuung für die Hinterbliebenen der Opfer möchte ich zweierlei sagen:

1. Viele Angehörige von Mordopfern, deren Mörder hingerichtet wurden, sagen aus, dass der Tod des Mörders für sie keinen Unterschied mache, wie sollte er auch, schließlich wird der Mensch den man verloren hat, dadurch nicht wieder lebendig.

2. Wir leben nun einmal nicht mehr in einer archaischen Kultur, in der das Prinzip »Auge um Auge, Zahn um Zahn« gilt. Wenn mich jemand absichtlich mit einem Messer verletzt, spricht mir das Gericht schließlich auch nicht das Recht zu, meinen Angreifer offiziell niederzustechen.

Zum Schluss möchte ich noch, dass meiner Meinung nach wichtigste Argument gegen die Todesstrafe nennen, die Gefahr eines Justizirrtums.

Wenn ein Mensch für einen Mord zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wird und ein Monat nach Beginn der Strafe stellt sich heraus, dass er unschuldig ist, kann man sich entschuldigen und ihn freilassen.

Wenn die Todesstrafe vollstreckt wurde, ist alles zu spät...


Fazit:
Das Vorhandensein der Todesstrafe in einigen Bundesstaaten der U.S.A. ist ein Grund, warum mir dieses Land teilweise sehr häßlich erscheint.

merledieperle schrieb am 15.4. 2000 um 21:43:21 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 6 Punkt(e)

elektrischer Stuhl, Giftspritze, Hängen am Baum, Kopp abhacken, Gaskammer, Teeren und Federn, Kitzeln zu Tode, Scheiterhaufen,Vierteilen, Öl einflößen, etc.----- was sind die Menschen erfinderisch in dieser Hinsicht--

maw schrieb am 18.1. 2000 um 23:35:48 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 4 Punkt(e)

ich habe von fällen in den usa gelesen, daß todeskandidaten sich kurz vor ihrer hinrichtung selbst erhängt haben, von den wärtern entdeckt wurden, und von ärzten wiederbelebt worden sind.
kurze zeit später führte man sie zur »richtigen« hinrichtung.
die todesstrafe ist die absolute kapitulation des gefängnissystems, verabscheuungswürdig und nicht tolerierbar.
daß ein westliches land wie die usa
- man ist beinahe geneigt zu schreiben: mit genuß - regelmäßig zu dieser »strafe« greift, ist unfaßbar und einer der allergrößten skandale innerhalb der »zivilisierten« welt.
selbst das argument der »abschreckung« erweist sich bei genauem hinsehen als
nichtig, und die »genugtuung« der hinterbliebenen des opfers - wenn sich diese überhaupt einstellt - macht weder das opfer lebendig, noch die welt besser.
allein das sich der staat das recht anmaßt, über leben und tod zu entscheiden, erinnert an die dunkelsten epochen der menschheitsgeschichte. zu töten, um zu zeigen, daß töten falsch ist - wo ist da der sinn?
die todesstrafe ist populismus - ein machthaber wie george bush jr. in texas weiß darum.

Nils the Dark Elf schrieb am 23.6. 2001 um 18:43:27 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 5 Punkt(e)

Den Leuten, die so laut für die Einführung der Todesstrafe plädieren (was allerdings erst eine Verfassungsänderung nötig machen würde, welche kaum durchzukriegen wäre), möchte ich mal eine Alternative empfehlen: Legalisiert Mord!
Wenn Mord legal ist, heißt das nicht, daß jeder Mörder ungeschoren davonkommt - denn es wäre dann ebenso legal, ihn zu lynchen. Somit hätten die Befürworter der Todesstrafe doch genau das, was sie wollen, oder nicht?

Der Entropist schrieb am 30.11. 1999 um 17:21:46 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 4 Punkt(e)

Die Todesstrafe ist eines der Dinge, die ich grundsätzlich und kompromißlos ablehne.
Die nach meiner Meinung eindrucksvollste Stellungnahme gegen sie ist »Dekalog V« vom polnischen Regisseur Kieslowski.

Volker schrieb am 14.9. 2000 um 13:43:43 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 5 Punkt(e)

Die Todesstrafe an sich ist ein legales Schwerverbrechen, das vom Staat ausgeht. Hier wird Mord oder gerechte Strafe pervertiert: Alles hängt nur noch vom Standpunkt des Betrachters ab. Pech für den Mörder, wenn er zufällig auf der falschen Seite steht.
Todesstrafe kann nie Bestandteil einer rechtsstaatlichen Justiz sein, die USA bezeichne ich auch nicht als Rechtsstaat. Rechts- und gesellschaftssysteme sollten mehr die Ursachen bekämpfen. Strafe muss sein, aber als Resozialisierung, nicht als Blutrache.

Mcnep schrieb am 28.1. 2001 um 18:23:47 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 2 Punkt(e)

Richtig übel der us-amerikanische Brauch die zum Tode verurteilten noch über Jahre und Jahrzehnte schmoren zu lassen; scheinbar ein teilweises Eingeständnis des Wissens um die Unwiderruflichkeit der Todesstrafe, das auf peinliche Wahrung aller Widerspruchsmöglichkeiten achtet, dienen die Todestrakte und die nur zu gern in den Medien vorgeführten einsitzenden armen Teufel mit ihrem (vor allem wenn sie schwarz sind) doch schon längst vorentschiedenen Schicksal wirksamer als alle Spritzenräume und Gaskammern der Erziehung durch Abschreckung. Leichen auf Berufung, von Staats wegen. Gnade eine Frage der Wahltermine.

Kevin schrieb am 12.3. 2005 um 00:38:47 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 2 Punkt(e)

John L. Evans - 22.4.1983 - Alabama
Nach dem ersten Stromstoß von 1900 Volt bäumte sich der Körper auf, Funken sprühten um den Kopf und am linken Bein. Der Riemen am Bein brannte durch und die Elektrode fiel ab. Der Herz schlug noch immer, aus dem Mund rann Speichel. Eine neue Elektrode wurde angebracht. Nach dem zweiten Stromstoß bäumte sich der Körper abermals auf, kleine Flammen züngelten um den Kopf. Das Herz schlug noch immer. Evans Anwalt forderte Gnade. Der Gouverneur, George Wallace, lehnte am Telefon ab. Ein dritter Stromstoß beendete nach 14 Minuten die Leiden von Evans.

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