Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 235, davon 219 (93,19%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 90 positiv bewertete (38,30%)
Durchschnittliche Textlänge 963 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,243 Punkte, 78 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 18.11. 1999 um 19:06:11 Uhr schrieb
TUVD über Todesstrafe
Der neuste Text am 24.3. 2025 um 06:15:30 Uhr schrieb
Gerhard über Todesstrafe
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 78)

am 19.12. 2008 um 18:47:30 Uhr schrieb
Michel und Bruno und ein Schatten von Batemann über Todesstrafe

am 22.2. 2007 um 15:30:32 Uhr schrieb
Packmann über Todesstrafe

am 25.3. 2010 um 09:11:18 Uhr schrieb
Tassilo über Todesstrafe

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Todesstrafe«

TUVD schrieb am 18.11. 1999 um 19:06:11 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 16 Punkt(e)

Die Todesstrafe ist meiner Meinung nach etwas, was einfach nicht zu einem demokratischen Rechtsstaat passt.

Ich kann einfach nicht verstehen, dass es Leute gibt, die diese Form der Bestrafung in einer Demokratie für angebracht halten und damit argumentieren, dass damit Abschreckung für potentielle Täter und Genugtuung für die Hinterbliebenen gewährleistet werden.

Zum Thema der Abschreckung kann ich nur sagen: »Es funktioniert nicht!«.

Studien in Bundesstaaten der U.S.A. , in denen die Todesstrafe (»death penalty« oder »capital punishment«) verhängt werden kann, zeigen dass von ihr keinerlei abschreckende Wirkung ausgeht, denn wer jemanden im Affekt tötet, denkt nicht über mögliche Strafen nach und wer jemanden gezielt ermordet, rechnet aufgrund der »Planung« seiner Tat sowieso nicht damit geschnappt zu werden.

Zum Argument der angeblichen Genugtuung für die Hinterbliebenen der Opfer möchte ich zweierlei sagen:

1. Viele Angehörige von Mordopfern, deren Mörder hingerichtet wurden, sagen aus, dass der Tod des Mörders für sie keinen Unterschied mache, wie sollte er auch, schließlich wird der Mensch den man verloren hat, dadurch nicht wieder lebendig.

2. Wir leben nun einmal nicht mehr in einer archaischen Kultur, in der das Prinzip »Auge um Auge, Zahn um Zahn« gilt. Wenn mich jemand absichtlich mit einem Messer verletzt, spricht mir das Gericht schließlich auch nicht das Recht zu, meinen Angreifer offiziell niederzustechen.

Zum Schluss möchte ich noch, dass meiner Meinung nach wichtigste Argument gegen die Todesstrafe nennen, die Gefahr eines Justizirrtums.

Wenn ein Mensch für einen Mord zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wird und ein Monat nach Beginn der Strafe stellt sich heraus, dass er unschuldig ist, kann man sich entschuldigen und ihn freilassen.

Wenn die Todesstrafe vollstreckt wurde, ist alles zu spät...


Fazit:
Das Vorhandensein der Todesstrafe in einigen Bundesstaaten der U.S.A. ist ein Grund, warum mir dieses Land teilweise sehr häßlich erscheint.

wuzi schrieb am 18.11. 1999 um 19:30:41 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 7 Punkt(e)

ich finde die Todesstrafe sinnlos und kann mich damit nicht identifizieren. Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass derjenige der die Tötung vollzieht, sei es durch Betätigen des Schalters oder Verabreichen einer Spritze, damit leben kann, jemanden ins Jenseits befördert zu haben, auch wenn es Mörder waren. Der die Spritze verabreicht das muß ja ein Arzt sein und der hat doch den Eid des Hippokrates geschworen, wo es heißt Leben zu retten und zu beschützen. Wie lässt sich das mit seinem Berufsethos vereinbaren?
Aber in den USA ist sowieso alles Verrückte möglich, das zeigt auch der Fall des 11-jährigen Jungen.

Celina schrieb am 1.1. 2013 um 21:30:37 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 4 Punkt(e)

Vor vier Jahren war es das letzte Mal soweit. Ich musste wieder über eine Vollstreckung schreiben. Ein junger Mörder, fast noch ein Kind. Sie brachten ihn in den Vorraum der Gaskammer, verlasen das Urteil. Er trug eine längere weiße Shorts, vom Aussehen her eigentliche eine Badehose, darunter orangefarbene Satin-Boxershorts. Das T-Shirt hatten sie ihm bereits ausgezogen. Es folgten die üblichen Formalien wie die Verlesung des Todesurteils und die letzten Worte. Die Jalousien schlossen sich. Als sie sich wieder öffneten, war er bis auf die Unterhose nackt in der Gaskammer festgeschnallt, auf der Brust die EKG-Aufkleber. Das Gas kam Punkt Mitternacht, mit röcheln und würgen trat der Tod ein. Der Staat hatte mal wieder ein Leben beendet.
In den 80er Jahren musste ich die ersten Berichte über Hinrichtungen in beiden Staatsgefängnissen schreiben. Ich war eigentlich erst gerade mit der Journalistenschule fertig und hätte lieber andere Themen gehabt. Mit der Zeit gewöhnt man sich an die Atmosphäre im Zuschauerraum neben der Hinrichtungskammer. Mittlerweile sind die Exekutionen ja fast steril. Seit den 90ern werden die Todeskandidaten mit Windeln, bzw. einer Schutzhose in Form eines Gummischlüpfers ausgestattet. Das sieht zwar immer noch unwürdig aus, wenn unter der Boxershorts eine Aufwulstung im Schritt und Klebebündchen die Windel verraten, aber wenigstens erspart man ihnen, sich vor den Hinrichtungszeugen in die Hose zu machen. Früher wurden als Todeskleidung nur kurze Boxershorts getragen, auf Wunsch auch Turnhosen. Die kurioseste Sterbehose, die ich einmal erlebte, war eine in der Gaskammer getragenen Speedo. Nur für den elektrischen Stuhl wurde der After des Delinquenten mit Verbandmull verstopft, während der Urin aus der Hose durch Löscher in der Sitzfläche in einen Eimer floss. Manchmal machten die Gefangenen im Todeskampf die Hose so voll, dass die sich braune Masse aus den Beinöffnungen der Shorts quetschte. Ich denke aber, die Windel wurde eher auf Initiative der Wärter eingeführt, um die Verschmutzung der Hinrichtungskammer gering zu halten.

Sven Arnhold schrieb am 21.11. 1999 um 19:31:41 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 9 Punkt(e)

Die Todesstrafe ist ein Form der Exekutive, die in einem modernen Rechtsstaat meiner Meinung nach nicht legetimiert werden kann, da ein solcher Rechtsstaat als oberstes Ziel die Wahrung der Menschenrechte haben sollte. Hierzu zählt insbesondere die Wahrung des Rechtes auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Wenn jemand, der in einem Staat aufwächts, der die Todesstrafe als mögliches Urteil in Erwägung ziehen kann, nun ein Verbrechen begeht, das mit der Todesstrafe geahndet wird, dann sollte der Staat das Übel an der Wurzel ausreißen, also die Ursachen für derartige Straftaten bekämpfen, nicht aber den Straftäter exekutieren, denn damit ist die Ursache des Übels nicht aus der Welt geschafft. Die Todesstrafe stellt somit nur den erbarmungswürdigen Versuch dar, den Aufgaben des Staates als Beschützer der Bevölkerung gerechtzuwerden, versagt aber dabei, diesen Schutz nachhaltig dadurch zu gewähren, dass er die Ursachen für Straftaten durch entsprechende Regelungen, gesetzgeberischer sowie politischer Art, beseitigt.

merledieperle schrieb am 15.4. 2000 um 21:43:21 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 6 Punkt(e)

elektrischer Stuhl, Giftspritze, Hängen am Baum, Kopp abhacken, Gaskammer, Teeren und Federn, Kitzeln zu Tode, Scheiterhaufen,Vierteilen, Öl einflößen, etc.----- was sind die Menschen erfinderisch in dieser Hinsicht--

Volker schrieb am 14.9. 2000 um 13:43:43 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 5 Punkt(e)

Die Todesstrafe an sich ist ein legales Schwerverbrechen, das vom Staat ausgeht. Hier wird Mord oder gerechte Strafe pervertiert: Alles hängt nur noch vom Standpunkt des Betrachters ab. Pech für den Mörder, wenn er zufällig auf der falschen Seite steht.
Todesstrafe kann nie Bestandteil einer rechtsstaatlichen Justiz sein, die USA bezeichne ich auch nicht als Rechtsstaat. Rechts- und gesellschaftssysteme sollten mehr die Ursachen bekämpfen. Strafe muss sein, aber als Resozialisierung, nicht als Blutrache.

mcnep schrieb am 6.2. 2004 um 15:04:53 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 5 Punkt(e)

Im Afghanistan der Taliban war die gängige Todesstrafe für Homosexuelle das Überrolltwerden durch Panzer und andere schwere Fahrzeuge. Besonders viel zu tun hatten die Gotteskrieger in Kandahar, einer Region, die als so schwul gilt, daß - so ein afghanisches Sprichwort - die Krähen sich mit einem Flügel den Hintern zuhalten, wenn sie über Kandahar fliegen.

ck schrieb am 16.3. 2002 um 14:25:12 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 3 Punkt(e)

Erich Fried

Gegen Todesstrafe



Wer einen Menschen
zum Tod verurteilt
oder mit eigener Hand
tötet
der ist ein Mörder

Wer zwei Menschen
zum Tod verurteilt
oder mit eigener Hand
tötet
der ist ein Doppelmörder

Wer zwanzig Menschen
zum Tod verurteilt
oder mit einer Maschinenpistole
tötet
der ist ein Massenmörder

Wer zwanzig Millionen
oder zweihundert Millionen Menschen
zum Tod verurteilt
oder zum Töten zwingt
oder mit eigener Hand
auf einen Knopf drückt
der ist
oder der war
ein führender Staatsmann

Die Leiche schrieb am 6.9. 2011 um 10:46:36 Uhr zu

Todesstrafe

Bewertung: 2 Punkt(e)

Der wesentliche Zweck der Todesstrafe besteht keinesfalls in Sühne oder Gerechtigkeit für das eventuelle Opfer einer Straftat - sie dient im wesentlichen der Befriedigung der Blutrunst des Volkes, weswegen es eine haarsträubende Inkonsequenz ist, sie unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu vollziehen - mitten auf dem Potdamer Platz, in Anwesenheit der höchsten greifbaren Würdenträger auf der Ehrentribüne, mit public-viewing-Großbildschirm irgendwo, damit die Massen auch alles schön mitbekommen, und selbstverständlich live übertragen auf allen Kanälen: das ist Todesstrafe, wie es sich gehört !

Einige zufällige Stichwörter

Todesbotschaft
Erstellt am 26.5. 2002 um 10:05:25 Uhr von Garon, enthält 11 Texte

untersagt
Erstellt am 7.7. 2000 um 03:46:14 Uhr von Dortessa, enthält 16 Texte

Saranda
Erstellt am 31.3. 2000 um 00:36:26 Uhr von Liria Sokoli, enthält 15 Texte

Sensor
Erstellt am 31.5. 2001 um 16:57:42 Uhr von biggi, enthält 9 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0937 Sek.