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am 14.1. 2008 um 13:07:09 Uhr schrieb MiJo über Kami
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elfboi schrieb am 17.12. 2002 um 20:08:21 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
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Schintoismus
(Referat von Stefanie Baar)
Allgemeine Fakten:
- Naturreligion in Japan
- Nach eigenen Angaben 91 Millionen Anhänger, statistischen Angaben zufolge
bekennen sich aber nur 2 Millionen Erwachsene Japaner zum Schintoismus
- Als Gottheiten (Kami) gelten Naturkräfte, Berge, Flüsse, Seen, einige Tiere
(besonders die Fuchsgöttin Inari), Bäume und vor allem Sonne und Mond
- Später kam auch die Verehrung der Ahnen und Helden hinzu
- Es gibt viele Millionen Götter und es werden immer mehr (da die Verstorbenen als
Gottheiten verehrt werden)
- Wird von Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus beeinflußt
- Von 1868 bis 1945 war Schintoismus Staatsreligion in Japan/ seit 1945 wird er in
einigen Sekten als eigentliche Religion weitergeführt (Anm.: wahrscheinlich durften
die Schintoisten ihre Religion nicht mehr ausführen, da die Siegermächte des 2.
Weltkriegs Schintoismus nicht als Religion akzeptierten)
- Jede Familie hat einen eigenen Schrein ( Anm.: »Altar«), gibt auch tragbare Schreine
für die Reise
- Schintoismus hat keinen Stifter, keine heiligen Schriften, keine bestimmten Lehren,
keine ausführliche Theologie, keine Gebote, die zu beachten wären
- Lehren, Gebote und zum Teil auch das, was angebetet wird, ist unwichtig (dazu ein
Zitat eines Schinto-Gelehrten: " Manchmal wurde sogar in einem Heiligtum der
darin verehrte Gott gegen einen anderen getauscht, ohne daß die Menschen, die
diese Götter verehrten und zu ihnen beteten, etwas von dem Wechsel mitbekamen.")
- Wichtig ist: Taten gelten als gut, wenn sie der Harmonie und dem Lebensunterhalt
der Gemeinde dienen
- Taten sind schlecht, wenn sie diesem entgegenwirken
- 2.) Entstehung:
- sie verehrten die Naturkräfte, Berge, Flüsse, Seen, usw., weil sie glauben, daß in
ihnen Götter wohnen
- Glaube an die Unsterblichkeit der Seele ist im Schintoismus grundlegend/ er
beeinflußt die Handlungsweise und die Einstellung der Gläubigen
- Furcht vor abgeschiedenen Seelen, die durch den Tod verunreinigt wurden, aber
immer noch ihre Individualität haben
- Durch sogenannte »Riten« sollten diese beschwichtigt und vom »Bösen« gereinigt
werden
- Diese Riten werden von den Hinterbliebenen ausgeführt
- Im laufe der Zeit steigt die gereinigte Seele zur Ahnen- oder Schutzgottheit auf
3.) Feste und Rituale/Riten
- Schintoisten feiern Riten, um den Gemeinschaftsgeist und die Harmonie untereinander
zu fördern
- Der Schintoist glaubt, daß er sich von moralischer Unreinheit und Sünde reinigen muß
- Hierfür gibt es zwei Rituale:
a.) Oharai: Priester schwenkt über dem zu reinigendem Gläubigen oder Gegenstand
einen Zweig des Sakakibaumes, an dem Papierstreifen oder Flachsfasern hängen
Page 2
b.) Misogi: zur Reinigung dient Wasser
***** Zitat einer japanischen Autorität:" Es darf mit Sicherheit gesagt werden,
daß sich der Schintoismus ohne diese Riten nicht behaupten könnte."*****
4.) Feste:
Datum Name Beschreibung
1.-3. Januar
Sho-gatsu
Neujahrsfest
3. Februar
Setsubun
Bohnenwerfen
innerhalb
and
außerhalb
des
Hauses
3.März Hina
Matsuri
Puppenfest
für
Mädchen
5. Mai
Koi-nobori
Knabenfest
Herbstmitte Tsukimi
Bewunderung
des
Vollmondes
Oktober Kanname-sai
Darbringung
des
ersten neuen Reises
November Niiname-sai Reiskostung
durch
den
Kaiser
15. November
Shichi-go-san
Familienfest
8. April
?
Geburtstag des
Buddha
15 .Juli
?
Obonfest
5.) Mythos:
Gemäß dem Schintoismus wurden Japan und der Rest der Welt von Izanagi und Izanami
gezeugt. Diese zeugten auch andere Gottheiten wie den Sturmgott und die Sonnengöttin.
Mythos hierzu: " Er (der Sturmgott) verärgerte seine Schwester (die Sonnengöttin) so sehr
(indem er ihre Reisfelder zertrampelte und ihren Palast verunreinigte), daß diese sich in eine
Höhle einschloß und die Welt in Dunkelheit stürzte. Die restlichen Gottheiten dachten sich
aber eine List aus, Amaterasu (Anm.: Sonnengöttin) herauszulocken: Sie veranstalteten vor
der Höhle eine Riesenfest, dabei wurde viel gegessen und getrunken und alle müssen sich
wirklich prächtig amüsiert haben, es ging sogar so weit, daß die Göttin Uzume auf einem
leeren Sakefaß zu tanzen anfing. Dies führte zu einem riesen Hallo und Amaterasu, welche in
ihrer Höhle vor Neugier platzte, konnte schließlich nicht mehr anders und kam heraus, um
mitzufeiern. Damit war die Welt schließlich gerettet.
Diese Geschichte dokumentiert deutlich das Wesen der Schinto: Es ist eine sehr auf das
Dasein und Leben orientierte, wenig strenge Religion. Dies spiegelt sich auch im Wesen der
Japaner wieder, die ja ein fröhliches, das Leben in allen Zügen genießendes Volk sind.
Schinto ist im übrigen keine Religion im Sinne des Christentums oder Islams. Im Schinto gibt
es weder heilige Bücher, Gebote (vom Gebot der Reinheit abgesehen) oder Heilige. Der
Hauptschrein des Schintoismus steht in Ise und ist der Sonnengöttin Amaterasu gewidmet.
Anhang: Vortragsfolien
Page 3
Der Shintoismus
,,Der Shintoismus ist so unentwirrbar mit dem Leben der Japaner verwoben, daß sie
sich seiner Existenz kaum bewußt sind. Für sie ist er weniger eine Religion als ein
so selbstverständlicher Bestandteil ihrer Umwelt wie die Luft zum Atmen."
Der Shinto-Gelehrte Sugata Masaaki
Entstehung
* Zunächst, noch bevor der Buddhismus in Japan eingeführt wurde: verschiedene
Sitten und Bräuche (z.B. Verehrung der Naturkräfte, weil in ihnen die Götter
wohnen; Reinigung der abgeschiedenen, durch den Tod verunreinigten Seelen
durch sog. Riten (Rituale, Kulthandlungen))
* diese Rituale wurden mit der Zeit aus immer stärker werdenden Glauben heraus
vollzogen and es entstand die Religion des Shintoismus
Glaube
* Der Shintoismus hat keine Stifter, keine heiligen Schriften, keine bestimmten
Lehren, keine ausführliche Theologie, keine Gebote, die zu beachten wären
* Lehren, Gebote and zum Teil auch das, was angebetet wird, ist unwichtig
* wichtig: Taten, die der Harmonie und dem Gemeinschaftsgeist der Gemeinde
dienen
* Feiern von Festen, um den Gemeinschaftsgeist and die Harmonie untereinander
zu fördern
* Die zwei wichtigsten Rituale des Shintoismus, die von moralischer Unreinheit and
Sunde reinigen sullen:
* Ohari: Reinigung durch Zweig des Sakakibaumes
* Misogi: Reinigung durch Wasser
Der Shintoismus heute:
* nach eigenen Angaben 91 Millionen Anhängern (% der japanischen
Bevölkerung); offiziell bekennen sich jedoch nur 2 Millionen Japaner zum
Shintoismus
* es gibt mehrere Millionen Götter and es werden durch die Ahnen- and
Heldenanbetung immer mehr
* Der Hauptschrein des Shintoismus ist in Ise and der Sonnengottin Amaterasu
geweiht
* eine sehr auf das Dasein and Leben orientierte, wenig strenge
Religion
Quelle:
Internet: www.sachsen-info.de
CD-ROM: ,Das große Data Becker Lexikon '99"
Literatur: ,Der Schintoismus and die neuen Religionen Japans"
Edmond Rochedieu, Edito Service S.A., Genf Lingen
Lexikon Band 16, Lingen
Verlag
Page 4
Übersicht über einige der Hauptfeste des Schintoismus
Datum Name Beschreibung
l.-3. Januar
Sho-gatsu
Neujahrsfest
3. Februar
Setsubun
Bohnenwerfen
innerhalb
and
außerhalb
des
Hauses
3.März
Hina Matsuri
Puppenfest für
Mädchen
5. Mai
Koi-nobori
Knabenfest
Herbstmitte Tsukimi
Bewunderung
des
Vollmondes
Oktober Kanname-sai
Darbringung
des
ersten
neuen
Reises
November Niiname-sai Reiskostung
durch
den
Kaiser
15. November
Shichi-go-san
Familienfest
8. April
?
Geburtstag des
Buddha
15 .Juli
?
Obonfest
elfboi schrieb am 17.12. 2002 um 20:08:46 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Shinto
Shinto, der Weg der Götter, ist der einheimische Glaube der Japaner und genauso alt wie das Volk selbst. Es existieren weder Gründer noch heilige Schriften wie die Sutren (buddistisch) oder die Bibel (christlich). Auch das Predigen ist unüblich. Einen Priester gibt es jedoch trotzdem. Dieser führt die Rituale durch. Ihm helfen junge Frauen (miko) in weissen Kimono, die unverheiratet sein sollten und oft die Töchter des Priesters sind.
Die Kami sind die heiligen Geister, eine art Götter der Shintos, und können Formen annehmen:Naturelemente wie Sonne, Berge, Felsen und Winde, abstrakte Dinge wie die Fruchtbarkeit aber auch Vorfahren oder nationale Helden.
Die Sonnengöttin Amaterasu Omikaini ist die wichtigste Shintogottheit, doch absolutes wie in den westlichen Religionen gibt es nicht.
Da Shinto glaubt, dass jeder Mensch grundsätzlich gut ist, und dass alles böse von bösen Geistern verursacht wird, diehnen die meisten Rituale der Vertreibung der Bösen Geister. Dazu wird ein Schrein aufgesucht. Auch für eine gute Zukunft wie zum Beispiel für ein bevotstehendes Schulexamen oder die Eröffnung eines Gescgäftet wird dort gebetet. Babys werden wenige Tage nach der Geburt in einen Schrien gebracht, Hochzeiten werden durch geführt und Drei-, Fünf- und Siebenjährige besuchen ihn zu besonderen Gelegenheiten ( z.B. Shiri-Go-San-Festival ).Beerdigungen jedoch werden auf buddhistische Weise gestaltet, da der Tod, genau wie die Trauer, eine offene Wunde und eineKrankheit, als unrein gilt. Mit diesen Eigenschaften sollte man deshalb keinen Schrein betreten.
Die Gebete der Shintos, ob zu Hause oder in Schreinen, verlaufen nach einem bestimmten Muster bei dem es einige Variationen gibt:Zuerst werden Mund und Hände gereinigt und eine Gabe (Münzen oder Lebensmittel) an Schrein oder Hausschrein übergeben. Nun verneigt man sich zwei Mal tief, klatscht zwei Mal in die Hände, verneigt sich noch einmal und beginnt schließlich zu beten.
Die Einführung des Buddhismus im 6. Jahrhundert rief einige, kleinere Konflikte hervor. Doch nach kurzer Zeit beruhigten sich diese und die beiden Religionen konnten friedlich koexistieren.
Zuerst unterhielten die Gemeinden die Schreine und der Kaiser führte die kaiserlichen Shintoritusle am Hof durch, was eine wichtige Aufgabe der Regierung war.Später, nachdem Shinto zur Staatsreligion ernannt wurde und die Entstehungsmyten Japans, die eine direkte Verbindung zwischen der Sonnengöttin und dem Kaiser beschreiben, dazu gebraucht wurden, nationale Gefühle zu stärken und die absolute Position des Kaisers auszuweisen, wurden Priester und Schreine vom Staat bezahlt und finanziert. Nach dem 2.Weltkrieg wurde Shinto dann allerdings wieder vollständig vom Staat getrennt und als normale Religion eingestuft. Heute gehoren die meisten Schreine der Association of Shinto Shrines.
Die wichtigsten Kennzeichen der shintoschen Kunst sind die Architektur der Schreine und die Kultivation und Bewahrung der alten Theaterkunst, der Kalligraphie, der Jofmusik und vielen anderen antiken Kunstformen.
elfboi schrieb am 17.12. 2002 um 20:06:59 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Einleitung
Bis heute hat der Shintô, die wohl ursprünglichste Religion Japans, kaum an Bedeutung verloren. So ließen z.B. die Präsidenten verschiedener großer Banken während der Rezession (=wirtschaftlicher Abschwung) 1992/93 die Glaubensgemeinschaft des Miwa-Schreines in Tokyo wieder aufleben, um die dortige Gottheit Ôkuninushi, die für das Wohl Japans sorgte, zu verehren. Weiterhin unterzogen sich im selben Jahr die Präsidenten der Mitsubishi einer Pilgerreise und einer Zeremonie, um einen Zustand der Reinheit, welcher für Erfolg notwendig war, zu erlangen. Ebenso sind Riten der Kaiserfamilie, wie Inthronisation oder Begräbnis, und des Staates, wie z.B. die Verehrung der Kriegstoten in einem Tôkyôter Schrein, Teil des Shintô und trotz der hochtechnologisierten Zeit sehr lebendig.
Was ist Shintô?
Das Wort shintô bezeichnet die Gesamtheit der religiösen Institutionen, Praktiken und Vorstellungen Japans bevor der Buddhismus das Land erreichte. Der Begriff wurde im 6. Jh. u.Z. geprägt und setzt sich aus folgenden Zeichen chinesischen Ursprungs zusammen: shin - chin. Shen = göttliches Wesen/ Natur/ unergründliche Kraft und dô bzw. tô - chin. tao = Weg/ Lehre. Schon an den verwendeten Zeichen lässt sich auch für Laien die Naturverbundenheit und -verehrung als eines der Charakteristika erkennen. Weitere Merkmale sind Animismus (Glaube an die Seele), Polytheismus (Vielgötterei), Tennô-kult (Kaiserverehrung) und Fruchtbarkeitskult, jedoch ist Shintô weit mehr. Er ist kein Gründerkult, d.h., er besitzt keinen Gründer oder Stifter (wie z.B. Mohammed, der den Islam begründete), somit auch keine offiziellen, heiligen Schriften oder ein Lehrsystem. Und doch ist er bis heute erhalten geblieben... Die grundlegende Werteorientierung der Japaner spiegelt sich im Shinto wieder, da dieser durch japanische religiöse, gesellschaftliche und kulturelle Denkweisen, Überzeugungen und Haltung seit den Anfängen stark geprägt worden ist, und lässt sie durch Bräuche und Praktiken fortleben. Auch heute noch ist er trotz, oder gerade wegen, seiner langen Geschichte eine sehr lebendige Religion, die grundsätzlich auf das Leben ausgerichtet ist. In vielen Schreinen, von denen jeder meist eine eigene erwürdige Tradition hat, bleiben die alten, meist lokal und regional sehr voneinander abweichenden Bräuche, erhalten. Diese Bräuche haben trotz ihrer großen Vielfalt eines gemeinsam: die Vorstellung des Vorhandenseins von kami (=göttlichen Wesen bzw. Kräften) und entstammen der frühgeschichtlichen Entstehungszeit.
Entwicklung
In der prähistorischen Zeit besiedelten verschiedene ethnische Gruppen, die unterschiedlich sozial und religiös geprägt waren, die japanischen Inseln. Während der Yayoi- Zeit (3. Jh. v.u.Z. bis 3. Jh. u.Z.) setzte eine Verschmelzung dieser Charakteristika ein, so dass man sich am gegen Ende dieser Periode als ein Volk mit gemeinsamer Kultur verstand. Die Gesellschaft beruhte auf einem Clan-system, bei dem jeder Clan eine eigene Clan-Gottheit in einem Schrein verehrte, die meist als der erste Vorfahr betrachtet wurde. Vergrößerte sich ein Clan sehr, wurden Zweigschreine eingerichtet und unterhalten. Wurde ein anderer Clan unterworfen, so wurde dieser mit dem eigenen Clan vereinigt und dessen Clangott als Begleitgottheit zugeordnet. Neben diesen Clangottheiten existierten andere geistige Kräfte oder Wesen, die kami gleichkamen.
Im 4. Jahrhundert gewann der Tennô-Clan die Vorherrschaft über die anderen und wurde zum bestimmenden Einfluss im kulturellen und mythischen Denken. Er bildete den großen Rahmen, in den sich alle anderen Clangottheiten und Clanreligionen einordneten, und dessen Mittelpunkt die göttliche Abstammung des Clans von der Sonnengöttin bildete. Im 8. Jahrhundert entstanden auf dieser Grundlage das Kojiki (= Berichte der alten Begebenheiten, 712) und die Nihonshoki (=Annalen Japans, 720), beide Kompilationen, d.h. Sammlungen, der Mythologie und Geschichte dieser Zeit.
Im folgenden wurde der Shintô durch die Geschichte immer wieder verändert und beeinflusst. Im 7. Jahrhundert schon wurde kaiserliche Erlasse verfasst, die die Vorschriften des Shintô sowie die Hierarchie der Priester festhielten. Im 10. Jahrhundert kompilierte ein Zeremonialkodex die Praktiken des Shintô (Engishiki). Weiterhin wurde er vom Buddhismus (schon ab dem 6. Jahrhundert) beeinflusst, sogar vermischt. Im 18. und 19. Jahrhundert lebte er durch die »Nationale Schule« (Kokugaku) wieder auf und erlangte im 19. Jahrhundert schließlich sein Vorrangstellung in Japan wieder. Die Meijiregierung nutzte zu dieser Zeit den Glauben, um ein nationales und kulturelles Bewusstsein zu schaffen und ein Gemeinwesen zu begründen, in dem der Kaiser im Mittelpunkt stand und die Einheit von Religion und Regierung repräsentierte. So wurde 1868 das Amt für Shintô-Angelegenheiten gegründet und die Trennung von Shintô und Buddhismus per Edikt festgelegt. Jeder Bürger musste sich als Mitglied des Shintô registrieren lassen und überhaupt wurden shintôistische Riten und Bräuche bevorzugt gefördert. Der Staatsshintô entstand, der entweder als nicht- oder überreligiöser Staatskult definiert wurde und Ethik sowie Patriotismus für Angehörige aller Religionen umfasste und verlangte. Die Schreine erhielten staatliche Unterstützung und die Priester waren praktisch Staatsangestellte. Von ca. 1894 bis 1945 hielt die Regierung den Shintô unter strenger Kontrolle und nutzte ihn, um die Menschen zu mobilisieren und Reich und Thron im Wohlstand zu halten.
Formen des Shintô
Im Verlaufe der Zeit entwickelten sich neben dem der Familie weitere verschiedene Formen:
Shintô des Tennô-Hauses
Schreinshintô
Sektenshintô
Volksshintô
(kôshitsu shintô)
(jinja shintô)
(kyôha shintô)
(minkan shintô)
Riten für die Seelen der Tennôvorfahren
verbunden mit Tradition des Kaiserhauses
in vier Palastschreinen
nicht öffentlich
ca 80% der Schreine Mitglied der Vereinigung der Shintô- Schreine,
Form des Shintô, dem die Mehrheit angehört
Probleme: Mangel an Geistlichen, Fehlen eines einheitlichen Systems
Messias- und Heilkulte
Begriff von Meiji-Regierung geprägt
entstanden in polit./soz./ wirtschaftl. Notlage
charismatische Persönlichkeiten, Schamanen, Propheten
umfasst alle Arten von Aberglaube, magisch-religiösen Praktiken, lokalen Bräuchen des Volkes
z.B. Vorstellungen von guten/ bösen kami, Unglückstage, Geomantik
in Familien-, Verwandschafts- kreis
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