Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Blumfeld«
quimbo75@hotmail.com schrieb am 30.4. 2001 um 08:31:34 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Blumfeld ist eine Geschichte von Franz Kafka, die wie folgt beginnt:
Blumfeld, ein älterer Junggeselle, stieg eines abends zu seiner Wohnung hinauf, was eine mühselige Arbeit war, denn er wohnte im sechsten Stock. Während des Hinaufsteigens dachte er, wie öfters in der letzten Zeit, darin, daß dieses vollständig einsame Leben recht lästig sei, daß er jetzt diese sechs Stockwerke förmlich im Geheimen hinaufsteigen müsse, um oben in seinen leeren Zimmern anzukommen, dort wieder förmlich im Geheimen den Schlafrock anzuziehn, die Pfeife anzustecken, in der französischen Zeitschrift, die er schon seit Jahren abonniert hatte, ein wenig zu lesen, dazu an einem von ihm selbst bereiteten Kirschenschnaps zu nippen und schließlich nach einer halben Stunde zu Bett zu gehn, nicht ohne vorher das Bettzeug vollständig umordnen zu müssen, das die jeder Belehrung unzugängliche Bedienerin immer nach ihrer Laune hinwarf. Irgendein Begleiter, irgendein Zuschauer für diese Tätigkeiten wäre Blumfeld sehr willkommen gewesen. Er hatte schon überlegt, ob er sich nicht einen kleinen Hund anschaffen solle. Ein solches Tier ist lustig und vor allem dankbar und treu; ein Kollege von Blumfeld hat einen solchen Hund, er schließt sich niemandem an, außer seinem Herrn, und hat er ihn ein paar Augenblicke nicht gesehn, empfängt er ihn gleich mit großem Bellen, womit er offenbar seine Freude darüber ausdrücken will, seinen Herrn, diesen außerordentlichen Wohltäter wieder gefunden zu haben. Allerdings hat ein Hund auch Nachteile. Selbst wenn er noch so reinlich gehalten wird, verunreinigt er das Zimmer. Das ist gar nicht zu vermeiden, man kann ihn nicht jedesmal, ehe man ihn ins Zimmer hineinnimmt, in heißem Wasser baden, auch würde das seine Gesundheit nicht vertragen. Unreinlichkeit in seinem Zimmer aber verträgt wieder Blumfeld nicht, die Reinheit seines Zimmers ist ihm etwas Unentbehrliches, mehrmals in der Woche hat er mit der in diesem Punkte leider nicht sehr peinlichen Bedienerin Streit. Da sie schwerhörig ist, zieht er sie gewöhnlich am Arm zu jenen Stellen des Zimmers, wo er an der Reinlichkeit etwas auszusetzen hat. Durch diese Strenge hat er es erreicht, daß die Ordnung im Zimmer annähernd seinen Wünschen entspricht. Mit der Einführung eines Hundes würde er aber geradezu den bisher so sorgfältig abgewehrten Schmutz freiwillig in sein Zimmer leiten. Flöhe, die ständigen Begleiter der Hunde, würden sich einstellen. Waren aber einmal Flöhe da, dann war auch der Augenblick nicht mehr fern, an dem Blumfeld sein behagliches Zimmer dem Hund überlassen und ein anderes Zimmer suchen würde. Unreinlichkeit war aber nur ein Nachteil der Hunde. Hunde werden auch krank und Hundekrankheiten versteht doch eigentlich niemand. Dann hockt dieses Tier in einem Winkel oder hinkt herum, winselt, hüstelt, würgt an irgendeinem Schmerz, man umwickelt es mit einer Decke, pfeift ihm etwas vor, schiebt ihm Milch hin, kurz, pflegt es in der Hoffnung, daß es sich, wie es ja auch möglich ist, um ein vorübergehendes Leiden handelt, indessen aber kann es eine ernsthafte, widerliche und ansteckende Krankheit sein. Und selbst wenn der Hund gesund bleibt, so wird er doch später einmal alt, man hat sich nicht entschließen können, das treue Tier rechtzeitig wegzugeben, und es kommt dann die Zeit, wo einen das eigene Alter aus den tränenden Hundeaugen anschaut. Dann muß man sich aber mit dem halbblinden, lungenschwachen, vor Fett fast unbeweglichen Tier quälen und damit die Freuden, die der Hund früher gemacht hat, teuer bezahlen. So gern Blumfeld einen Hund jetzt hätte, so will er doch lieber noch dreißig Jahre allein die Treppe hinaufsteigen, statt später von einem solchen alten Hund belästigt zu werden, der, noch lauter seufzend als er selbst, sich neben ihm von Stufe zu Stufe hinaufschleppt.
Blumfeld schrieb am 14.10. 2000 um 14:29:10 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Eines Tages,
du wirst ihn vergessen -
du trittst aus dem Schatten
und siehst dich verlassen,
es warn keine Geister.
Dizzee Rascal schrieb am 10.9. 2003 um 17:23:39 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Har har, Blumfeld haben mit ihrem neuen Album den Deppm wieder einmal tüchtig einen vor den Latz geknallt, köstlich, ganz groß, »Pinnochio«, »Dracula«, »Der große Zampano«, nur noch Göttlich, und die Indierockspießer heulen und klappern mit den Zähnen, weil sie auf einmaln sehn tun daß sie selbst gar nicht so sehr »Jenseits von jedem« sind, so jenseits von Gut und Böse wie es die neue Platte von Blumfeld ist jedenfalls nicht, und da können sie machen was sie wollen, ha, grandios, ein »coup de l'état et moi« sozusagen, Zersetzung des Landes Indie aus der Mitte heraus quasi, sehr schön, sehr gut, und KLUG! So furchtbar klug, viel klüger als wir, und das obwohl wir sogar altgriechisch können!!! Weiter so! Das Konzert im November wird nur noch geil, ich seh schon wieder die Bubm im Surrogat-Shirt bös die Fäuste schütteln, und die Mädchen in den Boxerturnschuhen die Augen verdrehen. Großes Spektakel, das ist wie der Untergang des römischen Reiches, das ist GROSS, FURCHTBAR, ERHABEN, SPITZE, VOLLRAUSCH!!!! DAS BESTE ALBUM DER LETZTEN FÜNFZEHN JAHRE! VOLLRAUSCH!!!
Höflich schrieb am 11.6. 2003 um 23:52:34 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Dank nämlich von wegen den Internet-Tauschbörsen kriegt auch der Nichtmetropolenbewohner (der ich, angeb, nie war, oida hö hö hö) aufnahmen von jochen Distelmeyers Bielefelder Band »Die Bienenjäger«, die sind echt gut, z.B. »Große Städte, flaches Land«, ein supi-Lied, wessen thema ich thematisch auch schon am Anfang des Satzes vorweggenommen habe, mit meiner arroganten Insinuation, daß ich noch nie in Städten unter einer Million Enwohner gewohnt (na gut, Nürnberg wollen wir vernachlässigen...), und es ist ein gutes Lied, hernach will ich den Text wiedergeben, weil er stimt, wahrscheinlich:
(Verse)
"Das Leben auf dem Lande ist nicht einach sondern schwer
es gibt nur wenig nette Leute,
und man langweilt sich sehr
darum denke ich oft an die großen Städte dieser Welt,
weil ich glaube,
daß es mir,
dort besser gefällt!"
(Refrain)
"Große Städte, flaches Land!
Überall kannst du traurig,
überall kannst du fröhlich sein!"
(Verse2)
"Immer wenn ich dann,
in die großen Städte fahre,
stellt sich mir,
die immer gleiche Frage:
'was hast du hier verloren,
was kann dir
diese Stadt geben?
Ist es hier zu sein
ein
wirklich besseres Leben?"
(Refrain 2)
"Große Städte, flaches Land,
überall kannst du traurig,
überall kannst du fröhlich sein!"
(Interlude)
"Große Städte!
Große Städte, flaches Land!
Große Städte!
Große Städte, flaches Land!
Große Städte!
Große Städte, flaches Land!
Große Städte!
Große Städte, flaches Land!
Große Städte!
(Überall kannst du traurig...)
Große Städte, flaches Land!
(...überall kannst du freöhlich sein!)
Große Städte!
(Überall kannst du traurig...)
Große Städte, flaches Land!
(...überall kannst du fröhlich sein!)
Große Städte!
(Überall kannst du traurig...)
Große Städte, flaches Land!
(...überall kannst du fröhlich sein!)"
(Refrain 3)
"Große Städte, flaches Land!
Überall kannst du traurig, überall kannst du fröhlich sein!"
(Verse 2)
"Meine Freunde sagen,
sie wollen nicht mehr länger hier bleiben,
wir würden uns dann lange nicht sehen,
nur ab und zu mal schreiben,
doch wohin, doch wohin,
sollen sie nur gehen,
wenn sie wie ich,
die Einsamkeit in großen Städten sehen!!!"
(Interlude 2)
"Große Städte, flaches Land!
Überall kannst du traurig,
überall kannst du fröhlich sein"
(Refrain 4)
"Große Städte, flaches Land!
Überall kannst du traurig,
überall kannst du fröhlich sein"
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