Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Warburgpassage«
betroffene Bürgerin schrieb am 23.6. 2019 um 13:06:08 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Sitzt in einem Sportcabrio und fährt langsam die Warburgpassage entlang, wendet an der Polizeisperre (Liberty-Park) und fährt langsam zurück.
Hat eine Basecap auf, eine von den ambitionierten mit goldenem Eichenlaub auf dem Schirm.
Jetzt - der Chauffeur hält an - einer, der vorne, steigt aus, mühsam, er ist alt, das Cabrio tief - und hat einen blauen Blazer an, es ist aber NICHT Mr. Merrick, der eine ganze Reihe Häuser der Warburgpassage hat aufkaufen lassen (auch das, in dem ich wohne).
Ist unrasiert, das war er schon immer: Albert Hirschl, der Kabbalist der Warburgpasssage.
Und es steigt der hintere aus, hat denselben Blazer an, mit dem Wappen der ehemaligen Reederei Merrick vorne dran.
Mr. Archie Merrick, Bruder des bekannten Reeders Bertram Merrick.
Also, anstatt uns beiszustehen, berät Hirschl nicht uns, sondern unseren erklärten Gegner, den Merrick.
Geht man auf die Internetseite der wohltätigen Organisation SfSIF (Solutions for Salvation International Foundation), der nun alle Häuser gehören, entdeckt man Hirschl - - - als »leading consultant« !!
passant schrieb am 31.8. 2016 um 15:21:17 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Daniel Danziger, „Old Stamps“.
Danziger hat von seiner Großmutter Emilie ein (unverkäufliches) Briefmarkenalbum übernommen, aus dem Besitz von Warburg.
In Danzigers winzigem Laden hängt eine postkartengroße Fotografie von Warburg - und Danziger ist ihm ein wenig ähnlich: kurzgeschnittenes Haar, Schnauzer, melancholische schwarze Augen, schwarzer Anzug, weißes Hemd, ja fast eine Erscheinung in schwarz-weiß wie auf dem Foto.
Allerdings hält er nicht viel von Warburg: seine Briefmarken seien nach unverständlichen Kriterien sortiert, überall hätte er eine Zusammengehörigkeit bemerkt, wo es doch immer darauf ankomme, nicht Zusammengehöriges auseinanderzuhalten. Newton hat eine Zusammengehörigkeit von Mondumlauf und Apfelfall festgestellt, meinte Danziger, und Warburg eine Zusammengehörigkeit von Kleeblattklopfer und Tennisschläger, aber nur Newtons Feststellung war bedeutsam. Ein „nicht wahr?“ schickt Danziger fast jedem Satz hinterher und hier antwortete ich prompt: „allerdings!“
Überhaupt hätte Warburg billigste und teuerste Stücke wild durcheinander in sein Album geklebt. „Kleben lassen“ sage ich, denn Warburg war reich. Danziger: Warburg hätte sogar den heiligen Gral gekauft, neben einen billigen Eierbecher gestellt und somit bewiesen, dass der heilige Gral im Grunde gar nicht heilig ist. Heilig sei das einzig in diesen Gral passende allerköstlichste Ei, das er noch auftreiben werde – und wenn es ihn sein ganzes Vermögen gekostet hätte und das seiner Brüder dazu.
passant schrieb am 24.10. 2017 um 10:31:17 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Auch Daniel Danziger hatte die Musik gehört, denn, um zu lüften - es war eine Sendung alter Briefmarken aus Puerto Rico und Cuba eingetroffen, auch Rum, auch ein Kistchen Cubanos, von denen er und Albert alias Joel alias Butz Hirschl jeder eine zur Probe geraucht hatte, auch der Rum wurde angetestet - jedenfalls öffnete Danziger eine Fensterklappe seiner Kellerwohnung und sah draußen ein Mädchen vorüberschreiten, im Nachthemd, wie er sagte, es war wohl eher ein Kimono, und eine Flöte spielen, ganz eindeutig eine sogenannte Shakuhachi, wie Danziger dank seiner Encyclopædia Britannica herausgefunden hat.
Erklärung: wo nun das »Haus des Kabbalisten der Warburgpassage« (nämlich des Herrn Hirschl) abgerissen und gänzlich beseitigt ist, finden Bohrungen statt, und zwar 50 Fuß tief, aus dieser Tiefe der Sand wird fortgeschafft, haftet in den Reifen der Trucks, das Pflaster draußen ist von Sand bedeckt, Sand, der Millionen von Jahren in der Tiefe geruht hat, und dieser Sand gelangt endlich, in unserem Jahrtausend! über die Schuhsohlen der Passanten der Warburgpassage bis hinein in unsere Wohnungen.
passant schrieb am 28.11. 2017 um 11:13:27 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Passiere ich die Warburgpassage, folgen mir oft 2 Krähen, in meiner Manteltasche sind immer Erdnüsse.
Neulich: der Kabbalist kommt, bleibt stehen, sieht, wie ich die Krähen füttere. Weist (eine etwas theatralische Geste) nach unten auf den Gehweg, eine Stelle nahe an der Wand des Nachbarhauses.
Mir fällt ein: am Neujahrstag, am frühen Morgen, waren da zwei Krähen, tot, lagen friedlich nebeneinander auf dem Rücken.
Der Kabbalist räuspert sich, spricht: »Die Hunde - Frau Grosoms Hunde, Sie wissen doch - sind verstorben. Biscuit zuerst, dann Baxter.«
| Einige zufällige Stichwörter |
begegnen
Erstellt am 18.4. 2001 um 23:19:44 Uhr von Scoter, enthält 20 Texte
IstEinSchönesWort
Erstellt am 23.9. 2004 um 19:39:20 Uhr von Das Gift, enthält 5 Texte
Alstervergnügen
Erstellt am 2.9. 2003 um 18:59:18 Uhr von Wenkmann, enthält 8 Texte
schmerzlich
Erstellt am 12.9. 2002 um 15:53:55 Uhr von nudelchen, enthält 10 Texte
Beutel
Erstellt am 1.11. 2002 um 00:58:37 Uhr von Dortessa, enthält 19 Texte
|