Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 201, davon 184 (91,54%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 90 positiv bewertete (44,78%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 22.7. 2015 um 13:04:45 Uhr schrieb
cato\PIA über Warburgpassage
Der neuste Text am 10.9. 2025 um 10:12:02 Uhr schrieb
Schmidt über Warburgpassage
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 82)

am 29.7. 2015 um 15:56:51 Uhr schrieb
passant über Warburgpassage

am 5.8. 2022 um 22:01:10 Uhr schrieb
Christine über Warburgpassage

am 12.4. 2016 um 18:14:24 Uhr schrieb
passant über Warburgpassage

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Warburgpassage«

passant schrieb am 23.6. 2016 um 08:32:01 Uhr zu

Warburgpassage

Bewertung: 5 Punkt(e)

Wie die innere Uhr in der Warburgpassage manchmal zu rasen beginnt. Als ich beim Abbiegen, links in die Warburgterrasse, vom Fahrrad fiel.
Während des Sturzes war Zeit genug, mich um eine sanfte und bequeme Landung auf dem Asphalt zu kümmern.
Zeit genug, um mir eine angemessene Ansage einfallen zu lassen.
Die Landung abwarten. Dann aufstehen. Der schon auf der Zunge liegenden Ansage etwas von ihrer Schärfe nehmen.
Warten, bis die junge Dame, die ihn mit ihrem Fahrrad angefahren hat (ich bin schon links, da ist sie noch (f)linker), auch sie eine Gefallene, wieder aufgestanden ist.

passant schrieb am 2.2. 2018 um 22:21:35 Uhr zu

Warburgpassage

Bewertung: 4 Punkt(e)

Daniel Danziger hatte ich ganz aus den Augen verloren. Als Briefmarkenhändler beteiligt er sich an Auktionen auf der ganzen Welt. Jetzt traf ich ihn, als er gerade Müll in eine der Tonnen leerte, die in der Weinrebgasse aufgereiht stehen (und diese unpassierbar machen).
Jetzt bin ich für ihn »der Herr, der immer die Krähen füttert«. Er beobachtet mich also von seinem Kellerfenster aus, mit Ausblick auf das Pflaster der Warburgpassage.

Er bittet mich in sein Büro, und zeigt mir seine neuesten Erwerbungen.
Manchmal werden auf Auktionen, zu einem mäßigen Preis, Briefumschläge oder kleine Schachteln angeboten, die ein Sammelsurium von mehr oder eher weniger wertvollen Briefmarken enthalten. So neulich bei »Cherrystone« in New York.

Ich bemerke, dass er die Tür des Tresors offen stehen lässt, wenn er seinen Müll fortschafft.

Er zeigt mir, im besagten Sammelsurium entdeckt, eine Marke von »phantastischer Seltenheit«. Ein gut erhaltenes Stück, Hintergrund blassgrün, Vordergrund und Schrift dunkelgrün. Unten, links und rechts in Kreise eingefasst, schräg stehende Zahlen: der Wert »10«.
Gulden vermutlich, flüstert Danziger.
Auf den Kreisen stehen Palmen, die sich von den Seiten her ins Bild neigen.
Eine Insel im Meer, sie wird angesteuert von einem Postboot vermutlich (Dampfer, Rauchwolken).
Auf der Insel erhebt sich eine Festung, wie aus unterschiedlich großen Würfeln aufgetürmt.
Die Briefmarke ist nicht groß, alles ist sehr fein in Stahlstich dargestellt.
Am oberen Rand steht »Nucleides«.
Die Nukleiden, flüstert Danziger. Es sind neun. Man kennt die Namen aller Inseln, bis auf eine.

Unter »Nucleides«, und oberhalb der Festung, zwischen den Palmwedeln, in größerer Schrift »TAN«.
Danziger, immer noch andächtig leise: der Namen der Insel. Eine Sträflingsinsel. Die Festung ist ein Kerker.
Dann ist das Postboot wohl eher ein Gefängnisboot.
Am unteren Rand, zwischen den Wertangaben, ist groß »MORA« zu lesen. Die Hauptstadt der Nukleiden, die sich auf Lassen, der Hauptinsel befindet.

Ich frage nach dem Wert der Briefmarke. Danziger hebt nur kurz die Schultern.
Nicht einmal von der Hauptinsel ist eine Marke bekannt.
Dass es von jeder der neun Inseln eine Briefmarke gibt, weiß er aus dem Bericht eines deutschen Kapitäns: »Antillen, sowie Nukleiden« von 1910, der diese Tatsache nebenbei erwähnt. Diese Schrift hat er in der Bibliothek der Universität Neutorburg entdeckt.

passant schrieb am 15.11. 2015 um 09:21:31 Uhr zu

Warburgpassage

Bewertung: 3 Punkt(e)

Unweit die »Swampy Meadows«, die Neutorburg vor hundert Jahren trockengelegt hat.
Wege aus feinem Sand, ockergelb mit Braun und etwas Rot. Bei einem Dauerregen wie heute versickert das Wasser rasch auf den Wiesen, langsam nur auf den Wegen.

Ob auf einem Endo- oder Exoplaneten oder auf einem der Monde, ob Wasser oder flüssiges Methan: die fast organischen Flüsse und feinen Schlieren, die Haupt- und Nebenbäche, die durch Anschwemmen eines Riffs entstanden sind und die sich nach Abtragen eines anderen Riffs wieder vereinen, sie sehen im ganzen Universum überall gleich aus.

passant schrieb am 20.8. 2017 um 19:21:14 Uhr zu

Warburgpassage

Bewertung: 2 Punkt(e)

Imbiss am Stehtisch im Minisupermarkt an der Ecke, mit Daniel Danziger, der den Kabbalisten getroffen haben will. Am Tag zuvor, im »Belvedere Market«. Er hätte im »Neopol« einen »Turkey Club« verzehrt.

Herr 伯爵曼 (sitzt heute an der Kasse) hat zugehört, und fragt: wann war das bitte?

Danziger: 4 Uhr vielleicht. Ich hatte eine Verabredung.

伯爵曼: Und wie sah er aus, dein Kabbalist?

Danziger: Was soll ich sagen? Wie immer. Hatte wie immer seinen Einkaufswagen mit.

伯爵曼: Ich meine ja nur. Er war nämlich hier. Hier im Laden. Hat - wie immer am sonnabend um 4 - alle alten Sandwiches eingepackt.


Derlei wird immer wieder berichtet ... der Kabbalist hat einen Doppelgänger ... oder ... er ist nur einer, kann kann aber an 2 Orten zugleich sein ... das ist für spitzfindige Passanten der Warburgpassage nämlich nicht dasselbe.

Merkwürdig, dass die Orte immer so weit voneinander entfernt sind. Man ist auf Zeugen angewiesen. Mir würde genügen, die angeblich zwei Kabbalisten hier, vor meinen Augen! nebeneinander stehen zu sehen.

passant schrieb am 25.4. 2016 um 17:19:12 Uhr zu

Warburgpassage

Bewertung: 4 Punkt(e)

In der Warburgpassage an einem Werktag parken, ist nahezu unmöglich. Dann war unglaublicherweise ein sogar sehr schöner Parkplatz im Rückspiegel zu erkennen. Umgehend rückwärts fahrend widerfuhr mir eine Transmigration.
Die Warburgpassage ist nicht nur eine Wetterscheide im Neutorburger Klimageschehen, sie ist auch Schnittpunkt mehrerer Paralleluniversen; dem Passanten sind mittlerweile mindestens zwei bekannt. Eine einsame kleine Straße und schon Mittag. Die Parkplatzsuche hatte am frühen Morgen stattgefunden; das war im Moment der Transmigration vergessen. Nicht vergessen wurde, das war die ganze Zeit sehr beunruhigend, dass der Leihwagen um 24:00 zurückgebracht sein musste. Wenden auf der immer enger werdenden Straße unmöglich. Ohne Angst, aber auch ohne Hoffnung weiterfahren. Auf einen unasphaltierten Feldweg geraten, eine Böschung hinunter, das Auto auf der feuchten Wiese zurücklassen, zu Fuß zurückfinden. Ich gelangte in den Außenbezirk einer Stadt, sah russische Aufschriften, fragte Passanten, wurde nicht verstanden und verstand nichts. Eines verstand ich doch: im Internet werde ich mein Auto wiederfinden. Später, ich hatte ein ödes Flussbett überquert, Chemie vermutlich, alte Industrie, längst stillgelegt, endlich die Terrasse einer Gastwirtschaft, Blick auf die ganz verfallene, graue, zugleich überwältigend schöne Stadt auf der anderen Flußseite, und endlich jemand, der Englisch versteht, man schreibt mir den Namen der Stadt mit Bleistift auf den Rand einer Zeitung: Nilova (Нилова).

passant schrieb am 3.12. 2016 um 20:35:17 Uhr zu

Warburgpassage

Bewertung: 7 Punkt(e)

Gäbe es bereits das »Internet der Dinge«, wäre Hoffnung.
Der nachlässige Passant der Warburgpassage würde benachrichtigt, sowohl vom rechten Handschuh in seiner Manteltasche, als auch vom linken auf Gehweg der Warburgpassage.
»Ich bin verlorenwürde der linke Handschuh per SMS und Alarmton melden und die Geodaten anzeigen.
Mit »ich kümmere michhat der rechte Handschuh zuvor schon den linken getröstet, »fasse dich in Geduld, Bruderherz

Seit Tagen liegt ein Lederhandschuh auf der obersten Treppenstufe vor einem Hauseingang, ohne Hoffnung.

passant schrieb am 27.3. 2016 um 09:52:38 Uhr zu

Warburgpassage

Bewertung: 2 Punkt(e)

Bei Wind, und wenn es den im Warburg-Quartier besonders verspielten d.h. intelligenten Krähen danach ist, versammeln sie sich zu dritt oder viert für eine Mutprobe. In die Himmel über der Warburgpassage ragen allenthalben Fahnenstangen, und den Krähen hat es die flatternde Fahne der Firma British American Tobacco angetan. Die einfachste Übung ist, sich einfach oben auf den Fahnenstangenknauf zu setzen und sich vom Fahnengewoge und Geknattere nicht abschrecken zu lassen. Sehr gewagt und eigentlich unmöglich ist es, sich auch nur für 1 Sekunde auf der Oberkante des bewegten Fahnentuchs festzuhalten. Wenigstens knapp an dieser Kante entlang fliegen, sie wenigstens streifen.
Die Krähe, die oben auf der Stange sitzt, hat jetzt lange genug beobachtet und nachgedacht und hüpft/fliegt auf das nahe der Stange am wenigsten bewegte Tuch, krallt sich fest und hangelt sich Schritt für Schritt an der Oberkante entlang abwärts. Es wird immer bewegter, der Halt zu unsicher; es war eine Meisterleistung.

passant schrieb am 14.9. 2017 um 09:32:18 Uhr zu

Warburgpassage

Bewertung: 7 Punkt(e)

Auf dem Boden der Swampy Meadows: Trümmer überall. Hunderte von Einschlägen. Die meisten Insassen hat es hinausgeschleudert.

Wie muss dieser Rabe hungrig sein, wenn er sich über einen von ihnen hermacht - und ist mir dankbar, wenn er, weil ich näher komme, in Würde vom unbefriedigenden und mühevollen Verzehr Abstand nehmen darf.

Viele der Projektile oder Kapseln sind noch heil, manche entlang der Sollbruchstellen aufgesprungen.

Die Kapseln wurden von Castanea proxima ausgesandt. Projekt »Besiedelung Terra«.

Eines der Projektile mit 3 Insassen wurde in die nahe Warburgpassage abtransportiert, um dort genauer untersucht und studiert zu werden.
Weigerte sich heftig, bohrte sämtliche Stacheln ins Futter der Manteltasche.

passant schrieb am 17.7. 2016 um 17:40:40 Uhr zu

Warburgpassage

Bewertung: 3 Punkt(e)

Der Physikunterricht im Sophienstift berücksichtigt auch die örtlichen Gegebenheiten der Warburgpassage, d.h. das Parallelwelt - Phänomen. Dass vollkommen parallele Universen sich nicht mehrfach überschneiden, sondern nur einmal, müssen alle begreifen. Dass die Schnittfläche sich nicht im Unendlichen befindet, wie Laien sich gern ausdrücken, sondern dass diese zugleich überall und nirgendwo ist. Folglich gibt es etwas, das sich nicht nur schneller als Licht, sondern unendlich schnell bewegt - der Schnittpunkt zweier paralleler Geraden, im vorliegenden Fall die Schnittfläche zweier paralleler Räume. Wie auch immer, heute schien die Warburgpassage etwas zu schwanken, denn ich flanierte auf dem Offiziersdeck einer Galeere.
Durch Lüftungsluken waren ein Deck tiefer Soldaten zu sehen, die auf Kommando Waffen putzten. Von noch einem Deck tiefer drangen üble Gerüche nach oben, auch dumpfe Rufe und Schreie. Weiter vorn, an der Kreuzung Warburgpassage / Warburgterrasse, wankten erschöpfte Triathlon-Teilnehmer vorüber, angefeuert von Zuschauern und Ordnungsdienst. Am Himmel dröhnten Hubschrauber, denn Triathlon in Neutorburg ist immer auch Militärübung. Heute Triathleten, morgen Putschisten und Terroristen.

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