| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
74, davon 74 (100,00%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 38 positiv bewertete (51,35%) |
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Siehe auch: positiv bewertete Texte
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am 27.6. 2000 um 14:54:58 Uhr schrieb Idoru
über Bibliothek |
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am 15.9. 2026 um 09:16:17 Uhr schrieb Leser
über Bibliothek |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 24) |
am 9.7. 2003 um 02:23:06 Uhr schrieb Catcher über Bibliothek
am 26.10. 2009 um 21:15:20 Uhr schrieb wuming über Bibliothek
am 9.3. 2005 um 21:03:45 Uhr schrieb Konstantin über Bibliothek
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Bibliothek«
Nico schrieb am 29.1. 2001 um 12:49:21 Uhr zu
Bewertung: 12 Punkt(e)
In der Bibliothek von Babel stehen alle möglichen Bücher (bis zu 500 Seiten). Es ist eine riesige Anzahl, eine schon nicht mehr astronomische, sondern vielmehr hyperastronomische Anzahl. In der Bibliothek von Babel steht ein Buch, welches Deine Lebensgeschichte erzählt. In der Bibliothek von Babel steht ein Buch, welches Deine Lebensgeschichte bis auf ein kleines Detail erzählt. In der Bibliothek von Babel steht natürlich auch eine Menge Mist rum.
Die Bücher sind geordnet (die Bibliothekare machen jährlich Revision). In der Bibliothek von Babel gibt es die sogenannte Moby-Dick-Galaxie. Dort stehen alle Moby-Dick-artigen Bücher rum, Bücher, die sich von Moby Dick nur um ein paar Buchstaben, einen Satz, ein paar Satzzeichen oder so unterscheiden. (Das Original steht natürlich auch dort.) Es ist eine ganze Galaxie von Moby-Dick-Büchern, wohin das Auge reicht, Lichtjahre weit.
error schrieb am 16.4. 2001 um 16:02:10 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
...Laßwitz vor ungefähr hundert jahren über die universalbibliothek und deren anzahl an büchern: zehn hoch zwei millionen !
>> »ihr wißt, dass das licht in einer sekunde 300.000 km durchläuft, also in einem jahr ungefähr zehn billionen kilometer, was gleich einer trillion zentimeter ist. wenn also ein biblithekar mit der geschwindigkeit des lichtes an unserer bänderreiche entlang saust, so würde er doch zwei jahre brauchen, um an einer einzigen trillion bänder vorüber zu kommen. um an der ganzen bibiolthek entlang zu fahren, wären demnach dopplet so viele jahre nötig, als ein trillion in der bänderzahl enthalten ist, das gibt eine eins mit 1.999,982 nullen. was ich damit nur verdeutlichen wollte: man kann sich die zahl der jahre, die das licht braucht, an der bibliothek entlang zu laufen, ebensowenig vorstellen, wie die zahl der bände selbst. und das zeigt wohl am klarsten, dass es vergebliche mühe ist, sich von der zahl eine anschauung zu bilden, obwohl sie endlich ist.« (Fazit:) » der verstand ist unendlich viel größer als das verständnis. ich meine nur, wir können unendlich mehr richtig denken, als wir in der erfahrung wirklich zu erkennen vermögen. das logsiche ist unendlich mächtiger als das sinnliche.«<<...
Umberto Eco schrieb am 19.4. 2001 um 14:44:44 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Das Universum, das andere die Bibliothek nennen ... (Borges)
'Das Universum (das andere die Bibliothek nennen) setzt sich aus einer unbegrenzten und vielleicht unendlichen Zahl sechseckiger Galerien zusammen, mit weiten Entlüftungsschächten in der Mitte, die mit sehr niedrigen Geländern eingefaßt sind. Von jedem Sechseck aus kann man die unteren und oberen Stockwerke sehen: ohne ein Ende. Die Anordnung der Galerien ist unwandelbar dieselbe. Zwanzig Bücherregale, fünf breite Regale auf jeder Seite, verdecken alle Seiten außer zweien: ihre Höhe, die sich mit der Höhe des Stockwerks deckt, übertrifft nur wenig die Größe eines normalen Bibliothekars. Eine der freien Wände öffnet sich auf einen schmalen Gang, der in eine andere Galerie, genau wie die erste, genau wie alle, einmündet. Links und rechts vom Gang befinden sich zwei winzigkleine Kabinette. In dem einen kann man im Stehen schlafen, in dem anderen seine Notdurft verrichten. Hier führt eine Wendeltreppe vorbei, die sich abgrundtief senkt und sich weit empor erhebt. In dem Gang ist ein Spiegel, der den Schein getreulich verdoppelt.' "
(Umberto Eco: Die Bibliothek, München 1978. Festvortrag zum 25jährigen Jubiläum der Mailänder Stadtbibliothek am 10. März 1981)
Peter K. schrieb am 11.4. 2004 um 23:49:21 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Meine Bibliothek wurde in mir gezeugt, als ich noch ein Kind war. Geplagt von Pollenallergie, waren die Sommer für mich Hausarrest. Das war in den siebzigern des letzten Jahrhunderts. Internet gab es nicht, Computer auch nicht. Einzig der Taschenrechner zog Ende der siebziger Jahre in die Klassenzimmer. Also las ich in der Bibliothek meines Vaters. Der war ein klassischer Sozialdemokrat gewesen: Wissen ist Macht - Bildung macht frei. Ich las mich durch Kulturgeschichte und Philosophie - Naturwissenschaften interessierten mich weniger.
Viele Jahre später, in den neunzigern, war ich drei Jahre lang Hilfsbibliothekar in einem soziologischen Institut, später wurde ich Assistent in der juristischen Fakultät bei einem hochgebildeten Juraprofessor - eine Seltenheit heutezutage. Ich begann, Bücher zu kaufen.
Dann wurde ich Rechtsanwalt, in einer Kleinstadt, die aber immerhin ein Landgericht hat. Ich gehöre dort inzwischen zu den bedeutenderen Anwälten - früher hätte man gesagt: zu den Honoratioren.
Vor etwa vier Jahren fing ich an. Ich gebe den Jahresetat eines durchschnittlichen geisteswissenschaftlichen Lehrstuhls für Bücher aus. In meiner Buchhandlung begrüsst man mich, wie in meiner Stammkneipe, und ich kann dort anschreiben lassen. Ich durchstreife Antiquariate, und das Internet. Ich kann lesen und kaufen, was ich will. Kein Forschungsprojekt, kein Mittelverwendungsnachweis und ähnlicher pseudorationaler Quatsch hindert mich.
Ich baue eine Bibliothek auf - meine Bibliothek. Sie wächst langsam, weil ich sehr auf Qualität achte. Der Bau dieser Bibliothek ist wie der Bau eines Schlosses. Er dauert Jahrzehnte. Und diese Bibliothek ist für mich ein Palast, wie dem Fürsten von Salina (Thomasi di Lampedusa: Der Leopard) ein Palast ist: »Mein Onkel sagt, ein Palast, in dem man weiß, wieviele Räume er hat, lohnt sich nicht, zu bewohnen«.
So kaufe ich auch Bücher, von denen ich weiß, daß ich sie derzeit nicht lesen kann, z.b. weil mir die Muße fehlt - wie Zettel's Traum von Arno Schmidt. Irgendwann werde ich die Muße haben dazu. Ich glaube fast, das ist ein aristokratischer Zug an meinem Sammeln.
Fortsetzung folgt.
hei+co schrieb am 18.4. 2001 um 16:04:33 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Topographie der Bibliothek: Standort - Buchgedächtnis
Der Adressenkatalog entstand aus der Praxis heraus, aus dem tagtäglichen Kontakt mit den Beständen und braucht daher weder eine spezielle, gar wissenschaftliche
Vermittlung noch eigene Aufschreibe- und Nachschlaghilfen wie Bestandsverzeichnisse und Standortlisten. Irgendwann, nach langen Jahren an einem und demselben
Ort, stellt sich als Resultat unzählig vieler Gänge und Zugriffe eine auf den Punkt genaue Topographie der Bibliothek ein - so wie bei jenem berühmten Vorbild,
dessen Leistung als unerreichbar, ja als erfunden gilt, aber dennoch als legendär anerkannt worden ist. Im Kern der Legende steht der historisch verbürgte
Florentiner Bibliothekar Antonio Magliabechi. Von ihm wird 'behauptet [...], er habe nie ein Buch zu Ende gelesen und doch gäbe es keinen anderen , der so gut wie
er die Bücher und deren Inhalte kenne.' (Willms: Bücherfreunde. Büchernarren. S. 132f.) Sein Geheimnis ist ein phänomenales Buchgedächtnis:
'Eines Tages soll Cosimo III., in desen Diensten als Bibliothekar er seit 1673 stand, nach ihm geschickt haben mit der Bitte, ob es ihm möglich sei, ein ganz
bestimmtes, äußerst seltenes Buch herbeizuschaffen. Magliabechi soll darauf geantwortet haben: 'Nein, das ist unmöglich. Denn von diesem Buch existiert lediglich
ein Exemplar, und dieses befindet sich in der Palastbibliothek in Konstantinopel. Es ist, wenn man die Bibliothek betritt, das siebte Buch im zweiten Regal auf der
rechten Seite." (ebenda)
(Nikolaus Wegmann: Bücherlabyrinthe. Suchen und Finden im alexandrinischen Zeitalter, Köln 2000, S. 131)
hei+co schrieb am 18.4. 2001 um 15:54:14 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
»MP3 is free - why not txt?«
In dieser Hinsicht kann etwa auch die Kultur der
Newsgroups und Mailnglisten wichtige Impulse für
die Entwicklung innovativer digitaler
Bibliothekskonzepte geben, z.b. wenn es um
gemeinschaftlich angereicherter und kollaborativ zu
pflegende Wissensbestände geht. Neben festen
Referenzierungen, Verschlagwortungen digitaler
Dokumente durch fachfremde Informationsbroker
oder Bibliotheks-Angestellte nach festen
Verschlagwortungs und Auszeichnungsregeln,
sollten sich nach meinen Erfahrungen mit digitalen
Textbeständen in kulturwissenschaftlichen
Forschungsprojekten Digitale Bibliotheken
durchaus öffnen für Computer Supported
Cooperative Work.
Gerade das aktive Wissen, die spannenden
Wissensbereiche an den entscheidenden
Schnittstellen von Forschung, Gesellschaft erforden
hybride Wissensformen, mit offenen Schnittstellen
zu Anwendern, Betroffenen und Kritikern.
Liamara schrieb am 12.3. 2004 um 18:41:51 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Die Stadtbücherei Stuttgart nutzt jetzt RFID, was heute ganz nebenbei in dieser Postille zu lesen ist, die man so am Freitag vor die Tür geworfen bekommt (die, wo immer Werbung für Hofmeister drin ist). Jedenfalls erklärt das, wieso die neuerdings für die Verbuchung nur noch die Bücher aufeinander legen müssen und schon ist das alles fertig; es erklärt aber nicht, warum es dann immer noch so lange Schlangen gibt, die die Bibliotheksdirektorin hofft, durch die Einführung der Selbstverbuchung bald in den Griff zu kriegen. Außerdem sagt sie, das neue Selbstverbuchungssystem wäre auch ein Wegweiser für das Projekt Bibliothek21, diese Zukunftsmusik, und dort wolle man sowieso weniger Personal an der Ausleihe haben, damit man sich mehr auf die Beratung konzentrieren könne. Mir sagt das nun zweierlei. Zum einen scheint das System, Verbuchung, Rückgabe und Reklamation in einem anzubieten, nicht aufzugehen, auch nicht mit RFID; das ist etwas was wir früher schon wussten, aber scheinbar lernt niemand daraus. Zum anderen frage ich mich, was aus den BibliotheksassistentInnen wird. Deren Job ist die Beratung nämlich eigentlich nicht, dafür gibt es die Bibliothekare, die meistens auch sehr darauf pochen, das schließlich studiert zu haben. Was schlichtweg späteren Personalabbau bedeutet und, dass die verbliebenen AssistentInnen hauptsächlich noch Buchwägelchen durch die Gegend karren werden. Obwohl sie auch zur Recherche ausgebildet werden und in kleineren Büchereien den Job der Bibliothekare durchaus übernehmen können. Und am Ende kann dann auch niemand sagen, dieTerroristennehmenunsdieArbeitsplätzeweg; nee, das waren dann die Experten selbst.
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