Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Flugangst«
Mikutsch schrieb am 7.10. 2001 um 21:48:01 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Flugphobiker, bei denen die Flugphobie die einzige klinisch-relevante Phobie ist, sind in
der Minderzahl. Sehr häufig treten im Zusammenhang mit der Flugangst auch andere
Ängste auf. Diese können als Folge des Vermeidungsverhaltens auftreten, da sich die
Angst bei Vermeidung auch auf andere Situationen überträgt. Sie können aber auch der
Flugangst zeitlich vorausgehen und somit in einer möglichen ursächlichen Beziehung zur
ihr stehen.
Die häufigsten gleichzeitig bestehenden Phobien sind:
Klaustrophobie
Die Angst vor geschlossenen Räumen findet sich sehr häufig parallel zur Flugangst. Die
Enge und Abgeschlossenheit der Flugzeugkabine, Fahrstühle, Sessellifte mit
geschlossenen Kabinen, Kinosäle, U-Bahnen, Züge, Busse, Straßenbahnen und Tunnel;
all diese Situationen können intensive Angst auslösen. Gemeinsam ist allen
Gegebenheiten die Empfindung, eingeschlossen zu sein und die Situation u. U. nicht sofort
verlassen zu können, wenn die Person dies will.
Akrophobie
Akrophobie bezeichnet Höhenangst. Angstauslöser sind Situationen wie der Aufenthalt auf
einem Turm, einem Hochhaus, einem Balkon, auf einer Brücke oder an einem steilen
Abhang. Höhenangst muss nicht zwangsläufig auch beim Fliegen auftreten. Manche
Menschen verspüren Höhenangst nur dann, wenn Sie sich im Freien aufhalten, z.B. auf
einer Aussichtsplattform. Stehen Sie dagegen hinter einer Glasscheibe im Inneren eines
Hochhauses, kommt es zu keiner Angstreaktion. Im Flugzeug fehlt der Bezug nach außen,
die Höhe wird nicht als unmittelbar erlebt und wird daher für diese Menschen auch nicht
bedrohlich sein. In den Seminaren für entspanntes Fliegen waren häufig Teilnehmer ohne
Flugerfahrung oder mit geringer Flugerfahrung, die aufgrund ihrer Höhenangst nicht gewagt
hatten, aus dem Fenster zu sehen. Ermutigt, dies zu versuchen, waren sie überrascht, daß
die Erfahrung keine Angst auslöste. Dennoch besteht häufig ein Zusammenhang zwischen
Flugangst und Höhenangst, mehr als die Hälfte der Flugphobiker leiden auch unter Angst
vor der Höhe.
Soziale Ängste
Die Angst, sich in sozialen Situationen zu blamieren, betrifft ebenfalls einen Teil der
Flugängstlichen. Der zentrale Angstauslöser ist hier, dass andere Menschen ihre Angst
wahrnehmen und sie sich blamieren könnten. Es ist den Betroffenen äußerst unangenehm
in einem beengten Flugzeug zwischen fremden Menschen zu sitzen. Die Vorstellung,
andere könnten beispielsweise wahrnehmen, wie ihre Hand zittert, kann so große Angst
auslösen, dass das Fliegen aus diesem Grunde vermieden wird.
Agoraphobie
Der Begriff Agoraphobie beschreibt die Furcht oder Vermeidung vor öffentlichen Orten (die
Agora; griechisch: der Marktplatz). Bei diesen Personen treten häufig auch Angstanfälle auf,
die als kurzzeitig andauernde Perioden intensiver Angst (Panikattacken) beschrieben
werden und häufig von den Betroffenen auf keinen Auslöser zurückgeführt werden können.
Angstauslösend ist vor allem die Vorstellung, im Falle einer Panikattacke die jeweilige
Situation oder den Ort nicht schnell genug verlassen zu können oder keine Hilfe zu
bekommen. Auch wenn eine Flucht schwierig oder peinlich ist, kann dies das
Vermeidungsverhalten hervorrufen. Die Betroffenen vermeiden eine Vielzahl von
Situationen, wie alleine außer Haus sein, Menschenmengen, Schlange stehen, auf einer
Brücke sein, Reisen im Bus, Zug oder Auto, wodurch auch das Fliegen betroffen sein kann.
Regine Mösenlechner schrieb am 13.8. 2000 um 10:24:19 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
LoveParade
Nur nackte Menschen,
nur Besoffene.
Langsam wird die Loveparade
so eine Art Mallorca
für Menschen mit Flugangst.
Mikutsch schrieb am 7.10. 2001 um 21:58:48 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Angst vorm Fliegen -
die Überwindung der Flugangst
Immer wieder treffe ich auf Menschen, deren Freiheit stark durch Flugangst eingeschränkt wird. Da ich
selbst einmal darunter gelitten habe, diese Angst aber durch meine Berufsausübung überwinden musste,
konnte ich auch vielen anderen Menschen helfen, ihre Angst soweit zu reduzieren, dass sie normalen
Urlaub oder die notwendigen Dienstreisen durchführen konnten.
Meine Ausführungen ersetzen keine Trainings, wie sie die großen Fluggesellschaften, z.B. die Lufthansa,
anbieten. Im Gegenteil, wer immer Gelegenheit hat an einem Training für ENTSPANNTES FLIEGEN
teilzunehmen und das nötige Geld dazu hat, sollte diese professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Oder
sich mit Hypnose Erleichterung schaffen (Auskünfte dazu bekommt an den Instituten für Psychologie
der Universitäten).
Da ich immer wieder danach gefragt werde: ich habe keine Erfahrung mit der Einnahme von
Medikamenten. Dazu bitte den Arzt befragen. Aber nichts einzuwenden sei - nach Stiftung Warentest -
gegen pflanzliche Beruhigungsmittel, wie Johanniskraut oder Baldrian.
Flugangst kann man nicht mit Statistiken abbauen. Deshalb erspare ich mir auch die üblichen Hinweise
auf die hohe Sicherheit beim Fliegen, z.B. dass das Gefährlichste an der Flugreise die Autofahrt von
und zum Flughafen ist.
Flugangst ist zum Teil auch ein markantes Beispiel für Medienhysterie, die die Fantasie der Menschen
übertrieben anregt. Da fast über jedes einzelne Flugunglück weltweit in unseren lokalen Medien
berichtet wird und vor allem der Flugtod weniger Prominenter immer wieder breit getreten wird,
entsteht der falsche Eindruck, dass das Fliegen extrem gefährlich sei. In dieselbe Kategorie gehören
auch die Ängste zum Jahrhundertwechsel und bei Sonnenfinsternis. Denn für die Medien gilt der
Hauptsatz: Die Welt ist nur in Ordnung, wenn sie schlecht und gefährlich ist! Lass dich davon nicht allzu
sehr beeindrucken!
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