Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
121, davon 119 (98,35%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 53 positiv bewertete (43,80%) |
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355 Zeichen |
Durchschnittliche Bewertung |
1,083 Punkte, 41 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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Der erste Text |
am 19.6. 2000 um 19:37:46 Uhr schrieb Gronkor
über Dada |
Der neuste Text |
am 21.1. 2025 um 22:40:08 Uhr schrieb Christine
über Dada |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 41) |
am 5.6. 2002 um 11:51:33 Uhr schrieb Uli der Barde über Dada
am 9.1. 2006 um 15:11:57 Uhr schrieb femme fatale über Dada
am 12.6. 2008 um 09:19:50 Uhr schrieb Dada über Dada
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Dada«
jetzt schrieb am 20.6. 2000 um 00:32:43 Uhr zu
Bewertung: 15 Punkt(e)
Edle und respektierte Bürger Zürichs, Studenten, Handwerker, Arbeiter, Vagabunden, Ziellose aller Länder, vereinigt euch. ImNamen des Cabaret Voltaire und meines Freundes Hugo Ball, dem Gruender und Leiter dieses hochgelehrten Institutes, habe ich heute abend eine Erklaerung abzugeben, die Sie erschüttern wird. Ich hoffe, daß Ihnen kein körperliches Unheil widerfahren wird, aberwas wir Ihnen jetzt zu sagen haben, wird Sie wie eine Kugel treffen. Wir haben beschlossen, unsere mannigfaltigen Aktivitäten unterdem Namen Dada zusammenzufassen. Wir fanden Dada, wir sind Dada, und wir haben Dada. Dada wurde in einem Lexikongefunden, es bedeutet nichts. Dies ist das bedeutende Nichts, and dem nichts etwas bedeutet. Wir wollen die Welt mit Nichts ändern,wir wollen die Dichtung und die Malerei mit Nichts ändern und wir wollen den Krieg mit Nichts zu Ende bringen. Wir stehen hier ohneAbsicht, wir haben nicht mal die Absicht, Sie zu unterhalten oder zu amüsieren. Obwohl dies alles so ist, wie es ist, indem es naemlichnichts ist, brauchen wir dennoch nicht als Feinde zu enden. Im Augenblick, wo Sie unter ueberwindung Ihrer buergerlichenWiderstaende mit uns Dada auf ihre Fahne schreiben, sind wir wieder einig und die besten Freunde. Nehmen Sie bitte Dada von uns alsGeschenk an, denn wer es nicht annimmt, ist verloren. Dada ist die beste Medizin und verhilft zu einer gluecklichen Ehe. IhreKindeskinder werden es Ihnen danken. Ich verabschiede mich nun mit einem Dadagruss und einer Dadaverbeugung. Es lebe Dada.
Dada, Dada, Dada.
Gronkor,Plöperpengel&Rönnewesen schrieb am 16.7. 2000 um 00:10:39 Uhr zu
Bewertung: 14 Punkt(e)
Orkan des Willenz
Brim brasi Bommerbenge fuff!
Die Altarkrawatte hängt lüstern an
meinen langen ungekämmten Hutständern,
und das »seit 1912«!
Mochthikkeliger Brunstdurchfluss
in gelben staudurstigen Flechtgemengen.
Repariere meinen Holzhut auf der Einbahnstraße zur gichthackeligen Inbrunst, mein Schatz.
Binsenfanatische Tauchsieder ermangeln
manchmal oder aber der totalen Flubineszenz.
Reiße meine Otterfuttertaschen
mit den großen gestreiften Schniefknotteln
im Meer der ewigen Versammlung
fletschäugiger Parallelgesichter
knartschig.
Illuminiere meine Bergelche
botzenhäuptig ineinander,
halte
deine Knurrkanten eifrig fest,
wenn wir uns
in den Sackmannsbodenwurstödenödemmann einjodeln,
täterä!
Gronkor schrieb am 22.6. 2000 um 16:09:11 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Fifi
Maßreparatur speziell Rahmenarbeit ... Fifi legt 16 Eier in den grünen Rinnstein. Nicht Einstein. O du grüner Rinnstein! Wirst du die 16 Eier ausbrüten? Bitte, bitte, sagt Fifi.
Es ist grüner Dotter in meinen grünen Eiern. Und die Kücken haben grüne Glasaugen.
Fifi, warum nimmst du grüne, und nicht rote Grütze ins Haarwasser?
Aber Fifi hört nicht und sieht nicht. Sie denkt immer noch an den Rinnstein und seine grünen Glotzaugen.
Was hast du für einen großen Mund, süßer Rinnstein! Meine Kücken werden Schlagsahne essen. Ich, Fifi, werde sie kochen. Es ist alles grün, was gelb ist. Fifi ist blau vor Freude.
Werde doch blau, grüner Rinnstein! Meine Kücken wollen lieber blau fressen.
Fifi ist verrückt geworden. Fifi will nur noch grüne Kücken braten. Fifi.
Maßreparatur, speziell Rahmenarbeit, singt Fifi und Pfeift dazu mit ihren blaugeränderten Fußnägeln. Fifis grüne Blauaugen blitzen gelb durch den resedablanken Rinnstein.
Fifi will sich Stiefel anmessen auf der Nord-Südbahn. Fifi kauft braune Billets für ihre 16 roten Kücken und geht die Strecke ab. 400 Millionen kostet die Nordsüdbahn und früher nur 32. Fifi nimmt den grünen Rinnstein unter den Arm, setzt sich ins Gras und singt das graue Lied von der Nordsüdbahn:
O Fifi soda, fifi, fifi, fifi, ffa, ffa. O Fifi soda, fifi, fifi, ffa, ffi, ffa, fifi, ffa.
Komm, grüner Rinnstein, setz dich in die Nordsüdbahn. Und dann verschieben wir meine 16 Kücken: eines für siebzehn, eines für fünfzehn, eines für vierzehn Milliarden rote Grütze.
(Johannes Baader)
Nils the Dark Elf schrieb am 24.5. 2001 um 15:27:05 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
dADa ist die Antwort auf den Wortfetischismus der logischen Positivisten und Realisten. dADa ist die Antwort auf die Konstruktivisten, die immer neue Realitäten erschaffen. dADa ist die Zerstörung der festen Formen, die Absage an die Realitäteräääää!
Klawuntz, klawuntz!
Gronkor schrieb am 19.6. 2000 um 19:43:25 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Trommeln
bong beng
engongeng zack
badamm badumm badeng
badong zack badeng
badengongeng
engogong engogeng
zack zack bumm bumm
beng bong
Gronkor schrieb am 19.6. 2000 um 19:37:46 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Wolken
elomen elomen lefitalominai
wolminuscaio
baumbala bunga
acycam glastula feirofim flinsi
elominuscula pluplubasch
rallalalaio
endremin saxassa flumen flobollala
fellobasch falljada follidi
flumbasch
cerobadadrada
gragluda gligloda glodasch
gluglamen gloglada gleroda glandridi
elomen elomem lefitalominai
wolminuscaio
baumbala bunga
acycam glastala feirofim blisti
elominuscula pluplusch
rallabataio
(Hugo Ball, 1916)
Bettina Beispiel schrieb am 14.12. 2003 um 20:30:24 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
dada ist nichtkunst nichtda nichtsein nichtwahr der schatten in unserem leben dadaistnet dadaistnett
Zitata: Und nun: Wollen Sie wissen, ob der Dadaismus noch lebt? Er lebt und wirkt - wie die Heilsarmee - am häufigsten im Verborgenen und tritt von Zeit zu Zeit immer in einer anderen Gestalt ans Tageslicht. Der Gedanke, daß Dadá überhaupt einmal sterben könnte, ist unsinnig. Dadá tritt immer von neuem in Erscheinung, so oder anders, immer, wenn sich zuviel Dummheit angesammelt hat. Die Tragödie eines jeden Wachsens ist wohl, daß es in sich zugleich den Todeskeim trägt; und einmal wird alles alt mit Ausnahme von Dadá. Bei uns in Deutschland ist der Dadaismus jetzt nicht mehr so notwendig, wie im Jahre 1918. Jetzt leben und schaffen die Künstler im Geiste der Zeit, im Geiste von 1924. Dadá bereitete ihnen den Boden und leistet ihnen auch heute noch Hilfe. Ich denke hier, um nur einige Namen zu nennen, an Leute wie: Lissitzky (Hannover, Ambri-Sotto), Burchartz (Bochum), Moholy, Gropius und Meier (Weimar), Mies van der Rohe, Richter (Berlin), Schwitters (Hannover) und viele andere. Es existiert ein >junger< 1924er Dadaismus, im Jahre 1918 existierte nur ein >alter< 1918er. Damals, da mußte >Dadá< sich mit allen streiten, in der Hauptsache mit dem Expressionismus, der sich damals gerade in einem chronischen Darmkatarrh befand. Heute ist der Expressionismus schon lange tot und die Kunstzeitschriften feiern sein Begräbnis. Zuweilen finden prachtvolle Begräbnisse statt. Welch riesige Massenaufregung erwirkte Huelsenbeck, als er 1919 den Dadá von Zürich nach Berlin verpflanzte. Ich erwähne hier Namen wie: Hausmann, Baader, Walter Mehring, Wieland Herzfelde, John Heartfield, George Grosz. In Köln entstand ein neues deutsches Zentrum des Dadaismus, das sich >Gruppe Stupide< nannte. Dort waren nämlich: Max Ernst, Anton Räderscheidt, Heinrich Hoerle, Baargeld. In Hannover gab es außer mir noch Christof Spengemann und Hans Arp, einen der vier Pro-Dadaisten, der von Zeit zu Zeit die deutschen Kameraden besuchte und es auch jetzt immer noch tut. Darüber hinaus habe ich nichts von dadaistischen Erscheinungen in Deutschland gehört. Nach 1918 grassierte hier an Stelle eines Dadaismus einige Jahre lang ein allgemeiner, sehr aggressiver und revolutionärer Expressionismus, solange die Revolution in Mode war. Infolgedessen verhielt sich auch der Dadaismus in Berlin revolutionär. Aber während der Expressionismus gefallsüchtig revolutionäre Grimassen schnitt, vollbrachte der Dadaismus revolutionäre Taten, um so kräftiger zuzuschlagen. Huelsenbeck, einer der klügsten Köpfe unseres Zeitalters, war sich genau darüber im klaren, daß in jener Zeit nichts besser die verfetteten Seelen aufrütteln konnte, als der Kommunismus. Aus diesem Grunde wurden Dadákommunistische Manifeste herausgegeben, Als Hauptforderung wurde z. B. herausgestellt, daß alle geistig schaffenden Menschen auf dem Potsdamer Platz ernährt werden sollten. Vielleicht ist das ein Beweis dafür, wie wenig es solcher Menschen geben muß! Von den Dadaisten war der typischste Dadaist im Leben Hausmann. Er liebte es, mit jedem Menschen entsprechend seiner Gemütsart durch Widerspiegelung gerade seiner allerheiligsten Gefühle umzugehen. Baader wanderte mit seinen Programmen von einem Ort zum anderen und brachte den Menschen in seiner Person den Präsidenten des Erdballs. Einer der befähigtesten Künstler und Dadaisten war Baargeld. Er kam wie ein Mädchen aus dem Süden, erstrahlte und leuchtete nur für einige Minuten auf wie die Königin der Nacht. Seitdem Max Ernst nach Paris ausgewandert ist, herrscht in Köln Totenstille. In Berlin sind von sämtlichen Dadaisten nur Hausmann und Baader übriggeblieben. Huelsenbeck praktiziert als Arzt, Grosz schuf eine radikale politische Formel (im Dadaismus hatte er niemals einen lebendigeren Anteil); für ihn war Dadá wohl für kurze Zeit ein politisches Kampfmittel, umgekehrt wie bei Huelsenbeck, für den der Kommunismus ein dadaistisches Kampfmittel war. Walter Mehring wird heute mit Recht als einer der besten Coupletdichter bewundert; nur vom Dadaismus kann hier nicht mehr die Rede sein. Und Herzfelde, ehemals John Heartfield, ist heute der bürgerliche Leiter des bürgerlichen Verlages >Malik< und verachtet den Dadaismus 1924. Endlich Baader, der seinen prächtigen Bart abrasiert hat und nicht mehr wie Christus aussieht, sieht nicht mehr genial aus, sondern nur noch so ein bißchen sächsisch. Nur Hausmann und ich betreiben in Deutschland noch den Dadaismus, machen Propaganda, veranstalten >Dadá<-Abende. Hausmann ist sehr klug, sehr phantasiereich sehr künstlerisch. Er ist aber Dadaist. Hausmann ist, ob er schreibt oder schafft, ob er wissenschaftliche Kombinationen entwickelt oder malt, ob er modelliert, vorträgt oder referiert, ob er singt oder tanzt, ob er will oder nicht, er ist immer und überall ein lebendiger >épater le bourgeois<. Auch Hans Arp, der nicht in Deutschland, sondern im Lande der Gletscher lebt, ist wirklich Dadaist und wird es auch immer bleiben, denn er kann gar nichts anderes sein. Quelle: Kurt Schwitters. Der Dadaismus. 1924. Zitiert nach Friedhelm Lach (Hg.): Kurt Schwitters
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