Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 85, davon 84 (98,82%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 45 positiv bewertete (52,94%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 25.9. 2000 um 01:15:58 Uhr schrieb
Alvar über Waldorfschule
Der neuste Text am 27.5. 2025 um 15:46:16 Uhr schrieb
durchdendunklenraumtorkelnde über Waldorfschule
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 23)

am 5.1. 2016 um 02:45:22 Uhr schrieb
Christine über Waldorfschule

am 7.8. 2015 um 13:11:06 Uhr schrieb
Dozent über Waldorfschule

am 11.1. 2006 um 21:45:55 Uhr schrieb
Rufus über Waldorfschule

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Waldorfschule«

Alvar schrieb am 25.9. 2000 um 01:30:51 Uhr zu

Waldorfschule

Bewertung: 3 Punkt(e)

Freie Plätze an den Schulen?

Falls noch Platz in der Klasse ist, können Schüler bis in die Oberstufe hinein »quereinsteigen«. Telefonisch kann jederzeit bei der Schule erfragt werden, in welchen Klassen es möglich ist, neue Schüler aufzunehmen. Ein verfügbarer Platz ist allerdings noch keine Aufnahmegarantie, da mehrere Kriterien in eine Aufnahmeentscheidung hineinspielen. Insbesondere muss sichergestellt werden, dass der Schüler an der Waldorfschule genügend gefördert werden kann. In den Worten der ehemaligen Berliner Schulsenatorin Hanna-Renate Laurien: »Schulen in freier Trägerschaft sind nicht die Lazarettwagen, die die Opfer der öffentlichen Bildungspolitik aufsammeln.«

Alvar schrieb am 25.9. 2000 um 01:17:05 Uhr zu

Waldorfschule

Bewertung: 4 Punkt(e)

Soziale Kompetenzen entwickeln

Das Erüben sozialer Kompetenzen in einer möglichst stabilen Klassengemeinschaft von Schülern unterschiedlicher Begabung ist lebensnaher als ein notenorientiertes Lernen von Schülern derselben Begabungsbandbreite. Gymnasien berauben Real- und Hauptschulen ihrer Zugpferde. Das Herauslösen leistungsschwacher Schüler aus einer Klassengemeinschaft durch Sitzenbleiben setzt einen abstrakten Leistungsgedanken vor die soziale Tragfähigkeit einer Klassengemeinschaft. Waldorfschulen bauen dagegen auf das Lernen im gegenseitigen Miteinander. Denn schneller begreifende Schüler lernen am meisten, wenn sie Gelegenheit bekommen, langsamer begreifenden Schülern etwas zu erklären. Letztere lernen auch besser, wenn sie nicht ausschließlich auf die Erklärungen des Lehrers angewiesen sind. Das gemeinsame Lösen von Aufgaben in Gruppen mit unterschiedlichen Begabungen ist eine Herausforderung des Berufslebens, auf die Schule schon vorbereiten sollte.

Alvar schrieb am 25.9. 2000 um 01:32:37 Uhr zu

Waldorfschule

Bewertung: 3 Punkt(e)

Rudolf Steiner: Philosoph und Wissenschaftler

Rudolf Steiner war promovierter Philosoph und hat sich zeitlebens nicht gescheut, seine oft sehr kritischen Gedanken über die Zeitlage und die vermeintlichen Grenzen des Erkennens scharf zu formulieren. Früh beschäftigte er sich mit Mathematik, den Naturwissenschaften sowie Goethes naturwissenschaftlichen Schriften. Wiederholt betonte er die Notwendigkeit einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung als Voraussetzung für ein Verständnis der anthroposophischen Geisteswissenschaft. Es ist eine auch heute noch wenig bekannte Tatsache, dass er vor dem ursprünglichen Lehrerkollegium über vierzig Vorträge in drei Zyklen über Naturwissenschaft hielt. Bemerkenswert ist u.a., dass er in einem dieser Vorträge schon im Jahre 1920 eine Differentialgleichung für Lichtwirkungen entwickelte, die erst drei Jahre später von Erwin Schrödinger »neu« entdeckt wurde. Sie spielte als Grundlage der Quantenphysik in der modernen Naturwissenschaft eine nicht unbedeutende Rolle. Steiners Erkenntnismethode war eben keineswegs vage und okkult-nebulös, wie manchmal behauptet wird. Sonst hätte sie sich nicht auf so vielen Gebieten als äußerst lebenspraktisch und kulturerneuernd erwiesen.

Alvar schrieb am 25.9. 2000 um 01:26:02 Uhr zu

Waldorfschule

Bewertung: 3 Punkt(e)

Abschlüsse bzw. Aufschlüsse

Zu Aufschlüssen führen, nicht zu Abschlüssen sollte das Ziel jeder Erziehung sein, also die Vorbereitung auf eine Biographie, die nach der Schulzeit weitergeht. Dennoch haben auch an der Waldorfschule die Abschlüsse ihren notwendigen Platz. Die Waldorfschulzeit beträgt zwölf Jahre, in denen der Hauptschulabschluss bzw. die Mittlere Reife, in einigen Ländern auch die Fachhochschulreife, erworben werden kann. In einem angehängten 13. Schuljahr können Schüler, meistens an der Waldorfschule selbst, auch die Abiturprüfung vor einer staatlichen Prüfungskommission (unter Beteiligung der Waldorflehrer) ablegen. Trotz länderweise unterschiedlichen Bedingungen ist diese immer bundesweit anerkannt. Die Quote von Schülern, die einen entsprechenden Abschluss erreichen, liegt meist ebenso hoch oder höher wie an staatlichen Schulen.

Thilo schrieb am 11.11. 2001 um 16:24:51 Uhr zu

Waldorfschule

Bewertung: 1 Punkt(e)


Aber es gibt heute gewichtige Hindernisse, diesen
Gesichtspunkt einzunehmen. Er erfordert, um in
wahrer Praxis zur Geltung zu kommen, eine
Seelen-Erkenntnis, die wirklich das Wesen des
Menschen aufschließt. Zu einer solchen führt die
Weltanschauung nicht, welche die geistige Bildung
der Gegenwart beherrscht. Diese Weltanschauung
glaubt nur dann einen sicheren Boden unter den
Füßen zu haben, wenn sie allgemeingültige Gesetze
aufstellen kann. Gesetze, die man in festen Begriffen
aussprechen und dann auf den einzelnen Fall
anwenden kann. Man gewöhnt sich an das Streben
nach solchen Gesetzen, wenn man seine
Berufsbildung in den Bildungsanstalten der
Gegenwart erwirbt. Auch die für den Erzieherberuf
Vorgebildeten sind an das Denken in solchen
Gesetzen gewöhnt. Aber die menschliche
Seelenwesenheit widerstrebt der Erkenntnis, wenn
man sie durch solche Gesetze fassen will. Nur die
Natur ergibt sich diesen Gesetzen. Will man das
Wesen der Seele durchschauen, so muß man das
Gesetzmäßige mit künstlerischer Gestaltungskraft in
der Erkenntnis durchdringen. Der Erkennende muß
zum künstlerisch Schauenden werden, wenn er das
Seelische erfassen will. Man kam dozieren: ein
solches Erkennen sei kein wahres Erkennen, denn es
beteilige das persönliche Erlebnis an dem Erfassen
der Dinge. Solches Dozieren mag noch so viele
logische Vorurteile für sich haben; es hat die
Tatsache gegen sich, daß ohne die Beteiligung des
inneren persönlichen, des schaffenden Erfassens das
Seelische nicht zu erkennen ist. Man schreckt vor
dieser Beteiligung zurück, weil man glaubt, damit
unbedingt in die persönliche Willkür des Beurteilens
hineinzukommen. Gewiß, man kommt in diese
Willkür hinein, wenn man sich nicht durch sorgfältige
Selbsterziehung innere Objektivität aneignet.

Alvar schrieb am 25.9. 2000 um 01:30:22 Uhr zu

Waldorfschule

Bewertung: 2 Punkt(e)

Öffentliche Veranstaltungen und Tage der offenen Tür

An den Schulen finden regelmäßig öffentliche Veranstaltungen statt, darunter auch öffentliche »Monatsfeiern«. In kleinen Klassenspielen, Rezitationen und anderen meist künstlerischen Darbietungen zeigen Schüler aller Klassenstufen, was sie sich erarbeitet haben. Auch die großen Klassenspiele der 8. und 12. Klasse werden öffentlich dargeboten. An den Schulen, oft auch an Volkshochschulen finden Einführungsveranstaltungen für interessierte Eltern statt. Einige Waldorfschulen veranstalten einmal im Jahr einen Tag der offenen Tür, an dem jeder Interessent auch im Unterricht hospitieren kann.

Thilo schrieb am 11.11. 2001 um 16:27:37 Uhr zu

Waldorfschule

Bewertung: 1 Punkt(e)


Man wird einwenden, solches anschauendes
Eingehen auf das einzelne Kind sei doch in einer
Schulklasse mit einer größeren Schülerzahl nicht
möglich. Ohne deshalb übergroßen Schülerzahlen in
den Klassen das Wort reden zu wollen, muß doch
gesagt werden, daß ein Lehrer mit einer
Seelen-Erkenntnis, wie sie hier gemeint ist, leichter
mit vielen Schülern zurecht kommen wird als der
andere ohne wirkliche Seelen-Erkenntnis. Denn
diese Seelen-Erkenntnis wird sich in dem Gebaren
der ganzen Persönlichkeit des Lehrers offenbaren;
sie wird jedem seiner Worte, allem seinem Tun das
Gepräge geben; und die Kinder werden innerlich
aktiv unter seiner Führung werden. Er wird nicht
jeden einzelnen zur Aktivität zu zwingen haben, denn
seine allgemeine Haltung wird auf das einzelne Kind
wirken.

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