Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Waldorfschule«
tanzender singender affe schrieb am 26.11. 2002 um 15:17:44 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
aha. und die Sache mit dem bildhaften Lernen der Buchstaben. Lernen an Bildern sei Lernen durch Tun, meint Alvar und erklärt damit, warum man, anstatt einem wissbegierigen Kind beizubringen, wie man schreibt und liest, um so einen weiteren Kontaktkanal zur Welt zu öffenen, so lange mit »Geraden« und »Krummen« nervt, bis das Kind garantiert keine Lust mehr hat darauf. Immer wenn man als Kind an diesen Schulen fragt »Warum?« werden verstohlene Blicke getauscht und patzige Antworten gegeben. Mal du mal weiter deine blauen Wachsmalkreidenbögen, die Welt zeigen wir dir nicht. Das ist was sie tun mit ihrem tollen bildhaften begreifen. Sie nehmen den Kindern die Möglichkeit an der Gesellschaft teilzunehmen, sie deprivieren die Kinder systematisch. Durch ihren ganzen Theoriekram sehen sie schon lange nicht mehr die Person des Kindes, vielmehr sehen sie nur wie durch eine Schablone, was das Kind in ihren Augen sein soll. Die meiste Zeit hat man das Gefühl, man ist in einem Irrenhaus gefangen, wo keiner einem eine Antwort auf eine sinnvolle Frage geben kann. Stattdessen übt man sinnlose Geraden und Krummen und läuft 13 Jahre lang zweimal die Woche im Kreis und schwingt dabei die Arme in völlig sinnlosem Gewackel. Dann frag mal warum. Das ist ketzerisch, wenn du Eurytmie hinterfragst oder Zwerge oder Baumgeister. Schützt die Kinder vor diesen Irren! Warum ist das erlaubt?
tanzender singender affe schrieb am 26.11. 2002 um 14:43:13 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
die »Innenschau«, von der Alvar da immer redet, wenn er meint es sei besser, wenn der Lehrer die Seele des Kindes durchdringen kann, sieht in der Praxis so aus: der Lehrer, etwa ein 60jähriger Weißer, »meditiert« über den Schüler, etwa ein 8 Jähriges schwarzes Kind um herauszufinden, was für eine Seele in diesem Kind steckt. Aufgrund des systematischen Auslösen einer Wahnvorstellung über das besagte Kind, gestaltet der Lehrer seinen Umgang mit dem Kind. Was dabei so um 1970 in einer deutschen Sektenschule rauskommt, könnt ihr euch gerne selbst überlegen...
Thilo schrieb am 11.11. 2001 um 16:28:00 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Aus der Erkenntnis der kindlichen Entwickelung
ergeben sich sachgemäß Lehrplan und Lehrmethode.
Durchschaut man, wie der Nachahmungstrieb und
der Impuls, unter die Autorität sich zu stellen, beim
Kinde in den ersten Volksschuljahren
ineinanderwirken, so weiß man, wie man für diese
Jahre zum Beispiel den Schreibunterricht zu gestalten
hat. Baut man ihn auf die Intellektualität, so arbeitet
man gegen die Kräfte, die sich durch den
Nachahmungstrieb offenbaren; geht man von einer
Art Zeichnen aus, das man allmählich in das
Schreiben überführt, so entwickelt man, was sich zu
entwickeln strebt. In dieser Art läßt sich der
Lehrplan ganz aus der Natur der kindlichen
Entwickelung heraus gewinnen. Und nur ein
Lehrplan, der in dieser Art gewonnen ist, arbeitet in
der Richtung der menschlichen Entwickelung. Er
macht den Menschen stark; jeder andere
verkümmert seine Kräfte. Und diese Verkümmerung
macht ihre Wirkungen für das ganze Leben geltend.
Thilo schrieb am 11.11. 2001 um 16:24:51 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Aber es gibt heute gewichtige Hindernisse, diesen
Gesichtspunkt einzunehmen. Er erfordert, um in
wahrer Praxis zur Geltung zu kommen, eine
Seelen-Erkenntnis, die wirklich das Wesen des
Menschen aufschließt. Zu einer solchen führt die
Weltanschauung nicht, welche die geistige Bildung
der Gegenwart beherrscht. Diese Weltanschauung
glaubt nur dann einen sicheren Boden unter den
Füßen zu haben, wenn sie allgemeingültige Gesetze
aufstellen kann. Gesetze, die man in festen Begriffen
aussprechen und dann auf den einzelnen Fall
anwenden kann. Man gewöhnt sich an das Streben
nach solchen Gesetzen, wenn man seine
Berufsbildung in den Bildungsanstalten der
Gegenwart erwirbt. Auch die für den Erzieherberuf
Vorgebildeten sind an das Denken in solchen
Gesetzen gewöhnt. Aber die menschliche
Seelenwesenheit widerstrebt der Erkenntnis, wenn
man sie durch solche Gesetze fassen will. Nur die
Natur ergibt sich diesen Gesetzen. Will man das
Wesen der Seele durchschauen, so muß man das
Gesetzmäßige mit künstlerischer Gestaltungskraft in
der Erkenntnis durchdringen. Der Erkennende muß
zum künstlerisch Schauenden werden, wenn er das
Seelische erfassen will. Man kam dozieren: ein
solches Erkennen sei kein wahres Erkennen, denn es
beteilige das persönliche Erlebnis an dem Erfassen
der Dinge. Solches Dozieren mag noch so viele
logische Vorurteile für sich haben; es hat die
Tatsache gegen sich, daß ohne die Beteiligung des
inneren persönlichen, des schaffenden Erfassens das
Seelische nicht zu erkennen ist. Man schreckt vor
dieser Beteiligung zurück, weil man glaubt, damit
unbedingt in die persönliche Willkür des Beurteilens
hineinzukommen. Gewiß, man kommt in diese
Willkür hinein, wenn man sich nicht durch sorgfältige
Selbsterziehung innere Objektivität aneignet.
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