Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Waldorfschule«
Alvar schrieb am 25.9. 2000 um 01:26:02 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Abschlüsse bzw. Aufschlüsse
Zu Aufschlüssen führen, nicht zu Abschlüssen sollte das Ziel jeder Erziehung sein, also die Vorbereitung auf eine Biographie, die nach der Schulzeit weitergeht. Dennoch haben auch an der Waldorfschule die Abschlüsse ihren notwendigen Platz. Die Waldorfschulzeit beträgt zwölf Jahre, in denen der Hauptschulabschluss bzw. die Mittlere Reife, in einigen Ländern auch die Fachhochschulreife, erworben werden kann. In einem angehängten 13. Schuljahr können Schüler, meistens an der Waldorfschule selbst, auch die Abiturprüfung vor einer staatlichen Prüfungskommission (unter Beteiligung der Waldorflehrer) ablegen. Trotz länderweise unterschiedlichen Bedingungen ist diese immer bundesweit anerkannt. Die Quote von Schülern, die einen entsprechenden Abschluss erreichen, liegt meist ebenso hoch oder höher wie an staatlichen Schulen.
Thilo schrieb am 11.11. 2001 um 16:24:51 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Aber es gibt heute gewichtige Hindernisse, diesen
Gesichtspunkt einzunehmen. Er erfordert, um in
wahrer Praxis zur Geltung zu kommen, eine
Seelen-Erkenntnis, die wirklich das Wesen des
Menschen aufschließt. Zu einer solchen führt die
Weltanschauung nicht, welche die geistige Bildung
der Gegenwart beherrscht. Diese Weltanschauung
glaubt nur dann einen sicheren Boden unter den
Füßen zu haben, wenn sie allgemeingültige Gesetze
aufstellen kann. Gesetze, die man in festen Begriffen
aussprechen und dann auf den einzelnen Fall
anwenden kann. Man gewöhnt sich an das Streben
nach solchen Gesetzen, wenn man seine
Berufsbildung in den Bildungsanstalten der
Gegenwart erwirbt. Auch die für den Erzieherberuf
Vorgebildeten sind an das Denken in solchen
Gesetzen gewöhnt. Aber die menschliche
Seelenwesenheit widerstrebt der Erkenntnis, wenn
man sie durch solche Gesetze fassen will. Nur die
Natur ergibt sich diesen Gesetzen. Will man das
Wesen der Seele durchschauen, so muß man das
Gesetzmäßige mit künstlerischer Gestaltungskraft in
der Erkenntnis durchdringen. Der Erkennende muß
zum künstlerisch Schauenden werden, wenn er das
Seelische erfassen will. Man kam dozieren: ein
solches Erkennen sei kein wahres Erkennen, denn es
beteilige das persönliche Erlebnis an dem Erfassen
der Dinge. Solches Dozieren mag noch so viele
logische Vorurteile für sich haben; es hat die
Tatsache gegen sich, daß ohne die Beteiligung des
inneren persönlichen, des schaffenden Erfassens das
Seelische nicht zu erkennen ist. Man schreckt vor
dieser Beteiligung zurück, weil man glaubt, damit
unbedingt in die persönliche Willkür des Beurteilens
hineinzukommen. Gewiß, man kommt in diese
Willkür hinein, wenn man sich nicht durch sorgfältige
Selbsterziehung innere Objektivität aneignet.
Alvar schrieb am 25.9. 2000 um 01:29:23 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Der Staat finanziert mit ...
Das Grundgesetz schreibt für Schulen in freier Trägerschaft gleichwertige pädagogische Leistungen und ein Verbot der Sonderung der Schüler nach den finanziellen Verhältnissen der Eltern vor (Artikel 7 Absatz 4). Daraus ergibt sich ein Rechtsanspruch auf Finanzhilfe aus öffentlichen Mitteln, da eine Vollfinanzierung des heutigen Schulstandards über Elternbeiträge eine nur für Wohlhabende zugängliche Privatschule ergeben würde. Letzteres widerspräche auch dem Konzept der sozialen Integration. Ein Sponsoringsystem für freie Schulen gibt es nicht.
tanzender singender affe schrieb am 26.11. 2002 um 14:50:40 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
ja, und wenn diese Waldorfschulen mal so harmlos wären, wie manche denken, nämlich ein durchgeknallter Klöppelverein, der harmlos Bäume umarmt, das wär ja zu tolerieren. Aber so ist es nicht. Einer sog. Weltanschauungsgemeinde Kinder und Behinderte anzuvertrauen, mit dem Zusatz, dass sie über ihre Weltanschauung halt nicht sprechen dürfen, das wiederspricht der Verfassung. Da werden hilflose Mitglieder der Gesellschaft von dieser an die Antroposophen ausgeliefert. Kein Mensch würde Scientology erlauben, Kindergärten zu betreiben und einfach nicht dazu zu sagen, an was sie so glauben - obwohl das Grundlage der Erziehungsmethode ist. Steiner-Anhänger sind einer okkultistisch-spiritistischen Gemeinde anhängig, das kann man, wenn man sich interessiert, sehr schnell herausfinden. Warum ist das erlaubt?
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