Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Gentechnik«
Rufus schrieb am 17.11. 2002 um 09:53:24 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Seit Gestern morgen arbeite ich verstärkt an meiner Gähntechnik.
Ich unterscheide da zwischen dem inneren Gähnen,und dem äußeren Gähnen.
Das innere Gähnen wird durch einen erhöhten Langweilfaktor in der aktuellen Umgebung ausgelöst, aber als Tribut an Höflichkeit und Umgangsformen in ein Augenverdrehen (bei geschlossenen Augen) unauffälliges Däumchendrehen etc abgewandelt.
Das Äußere Gähnen ist eine Machtdemonstration welche durch Sauerstoffmangel im Hirn ausgelöst wird. Der vielfach illusionäre Charakter des zugrundeligenden Machtgefühls enthüllt sich allerdings meistens sehr schnell.
Bettina Beispiel schrieb am 14.3. 2001 um 01:37:12 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Der genetische Code aller Lebewesen auf unserer Erde, von Viren über Bakterien, Pflanzen, Würmer, Insekten, Fische, Vögel,
Affen bis hin zum Menschen ist mit den gleichen vier Buchstaben und auf der gleichen Schreibunterlage geschrieben.
Dies gibt den Gentechnikern die Möglichkeit, Gene aus einem Lebewesen in ein beliebiges anderes zu übertragen, also z.B. von
Menschen auf Bakterien, von Insekten auf Pflanzen, von Fröschen auf Fische usw., ganz wie man es braucht.
Die Gentechniker haben herausgefunden, wie sie die DNS an einer gewünschten Stelle chemisch aufschneiden können -
Restriktionsenzyme nennen sie ihre chemischen Scheren - wie sie bestimmte Gene entnehmen und sie in die DNS eines anderen
Lebewesens einfügen können.
Arrow333 schrieb am 12.8. 2001 um 15:38:03 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Die Gentechnik ist ein zweischneidiges Schwert. Sie birgt Risiken und Chancen zugleich.
Die Gene jedes Lebewesens sehen aus wie eine in sich gedrehte Strickleiter, deren Sprossen von vier verschiedenen Säuren jeweils paarweise nach demsogenannten Schlüssel-Schloß-Prinzip (das heißt, es passen immer dieselben zwei Säuren zueinander) gebildet werden.
Dieser bei allen Lebewesen gleiche Aufbau des Erbguts ermöglicht die Gentechnik erst.
So werden zum Beispiel mit Hilfe der Genchirurgie Medikamente hergestellt, indem die Gene von Bakterien mit Hilfe von Restriktionsenzymen zerschnitten werden und eine Genfolge diese gegen einen Stoff immunisiert. Diese immunen Bakterieren werden dann in Fermentern vermehrt.
Das Risiko ist dabei die Immunität der Bakterien, aber das gewonnene Medikament kann Menschenleben retten.
[Hatte vor über einem Jahr ein Referat zu diesem Thema gehalten, kann mich aber nicht mehr an alle Details erinnern.]
Wesentlich bekannter und aktueller sind hingegen die neuesten Früchte des Human-Genom-Projekts wie das Klonen von Menschen, aber auch anderen Lebewesen. Neben den moralischen Bedenken, die wohl die meisten von uns haben (»Darf der Mensch so in die Natur eingreifen?«, »Werden wir unsere Kinder in Zukunft mit unseren Lieblingseigenschaften wie Schönheit und Intelligenz bei den Ärzten bestellen?«, ...), gibt es auch noch technische Gründe, dieses zu unterlassen, die sich vor allem am Beispiel des Klon-Schafes Dolly gezeigt haben:
1) Auf einen geglückten Klon-Versuch kommen zig mißglückte Versuche. Was tun mit den mißglückten, verstümmelten Menschen-Klonen?
2) Geklontes Leben hat eine niedrigere Lebenserwartung, da die Zahl der verbleibenden Zellteilungen von den entnommenen Ergut abhängt.
Durch den Trubel um das Klonen wurden die genmanipulationen an Nahrungsmitteln zudem auch aus dem Licht der Öffentlichkeit verdrängt.
Fazit: Haltet die Augen offen und verhindert, das fanatische Wissenschaftler im Stile Mengeles und Frankensteins zu ihrem Ziel kommen! Aber auch keine Vorverurteilung aller Zweige der Genforschung!
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