Mittlerweile war der 20. Mai, Flora’s Geburtstag, herangekommen. Auf allen Tischen ihres Zimmers dufteten Blumen, welche die guten Freundinnen herkömmlicher Weise gebracht hatten. Auch die Fürstin hatte der Braut des Hofraths, welcher mit Gnadenbeweisen förmlich überschüttet wurde, ein prachtvolles Bouquet geschickt, und von den „stolzesten Granden“ des Hofes waren Glückwünsche in der schmeichelhaftesten Form eingelaufen. Ja, es war ein Tag des Triumphes für die schöne Braut, ein Tag, an welchem sie wieder einmal so recht bestärkt wurde in ihrer felsenfesten Ueberzeugung, daß sie wirklich ein Liebling der Götter, eine für einen auserwählten Lebensweg Geborene sei.
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