Zen
Bewertung: 9 Punkt(e)
Die Menschen wissen nicht,
wie nahe sie der Wahrheit sind;
sie suchen sie in der Ferne - wie traurig!
Sie gleichen einem Manne ,
der mitten im Wasser steht
und vor Durst jämmerlich schreit.
(Hakuin)
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 199, davon 186 (93,47%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 87 positiv bewertete (43,72%) |
| Durchschnittliche Textlänge | 251 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung | 0,673 Punkte, 43 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 3.11. 1999 um 22:37:25 Uhr schrieb Aurora über Zen |
| Der neuste Text | am 13.10. 2026 um 09:46:26 Uhr schrieb Gerhard über Zen |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 43) |
am 6.7. 2004 um 09:11:34 Uhr schrieb
am 26.2. 2025 um 15:51:57 Uhr schrieb
am 3.4. 2005 um 16:43:35 Uhr schrieb |
Die Menschen wissen nicht,
wie nahe sie der Wahrheit sind;
sie suchen sie in der Ferne - wie traurig!
Sie gleichen einem Manne ,
der mitten im Wasser steht
und vor Durst jämmerlich schreit.
(Hakuin)
Ein Zen-Meister sitzt im Kloster-Garten, seine Beine über den Weg ausgestreckt. Ein Mönch kommt mit einer Schubkarre und will vorbei. Der Meister aber sagt: »Was ausgestreckt ist, bleibt ausgestreckt.« Darauf antwortet der Mönch: »Was in Bewegung ist, bleibt in Bewegung«, und fährt dem Meister über die Beine.
Das ist eine echte Zen-Geschichte. Ja, unergründliches Japan.
IN DEN ABHANDLUNGEN ÜBER DAS DHARMA HEISST ES
WIE EIN SINKENDES BOOT
SOLL DAS SELBST AUFGEGEBEN WERDEN
JA MEHR NOCH DAS NICHTSELBST
ein zenschüler kommt zu seinem meister und fragt ihn
was ist das nichtselbst
der meister holt einen stock
und schlägt ihm einen kräftigen hieb auf den rücken
dann sagt er
morgen bekommst du die antwort
der schüler kommt am folgenden tage zurück
und fragt wiederum
was ist das nichtselbst
der meister holt seinen stock
und schlägt ihm einen kräftigen hieb auf den rücken
dann sagt er
morgen bekommst du die antwort
und so ging es einige tage lang fort
aber dann fragte der schüler den meister
was ist das selbst
der meister holt seinen stock und sagt
schlag es damit
der schüler schweigt lange
der meister
auch dieser hieb wird es nicht treffen
der schüler
ja
ich weis
jetzt lächelt der meister
die frage
warum lächelt der meister
die antwort
ein nichtstock kitzelte einige tage seinen finger
aber erst am letzten tage durfte er lachen
das strategem
nicht das selbst
sondern der reflex
auf das nichtselbst
war wichtig
ein zenschüler kommt zu seinem meister und fragt ihn
was ist das selbst
der meister steckt einen finger in den mund des schülers
und fragt ihn
wo nach schmeckt er
der schüler antwortet
nach einem finger
der meister sagt
falsch
der schüler antwortet
nach einem mund
der meister sagt
falsch
der schüler antwortet
nach dem honigsüssen nektar der buddha weisheit
der meister ruft
falsch falsch falsch
genug der törichten einfälle
woher sollst du wissen wie er schmeckt
denn niemand hat ihn jemals gekostet
wo nach schmeckt er
der schüler schweigt lange
der meister sagt
auch diese antwort ist falsch
der schüler antwortet
ja
ich weis
jetzt lächelt der meister
die frage
warum lächelt der meister
die antwort
ein schmetterling
der vom honigsüssen nektar der buddha weisheit nascht
kitzelte ihn am finger
das strategem
ist die buddha weisheit erreicht
dann vernichte den finger sofort
denn erst dann
kannst du auch den nichtfinger vernichten
IN DEN ABHANDLUNGEN ÜBER DAS DHARMA HEISST ES
WIE EIN SINKENDES BOOT
SOLLEN DIE FORMEN AUFGEGEBEN WERDEN
JA MEHR NOCH DAS FORMLOSE
ein zenschüler kommt zu seinem meister und fragt ihn
was ist die form
der meister antwortet ihm
ignoriere das folgende zeichen
dann malt er mit seinem finger
in einem zug
einen kreis in den sand
und fragt anschliessend den schüler
benenne die form
der schüler schweigt lange
der meister sagt
deine antwort ist falsch
der schüler antwortet
ja
ich weis
jetzt lächelt der meister
die frage
warum lächelt der meister
die antwort
das nichtpi kitzelte seinen finger
das strategem
hebst du den finger
dann erscheint pi
ein zenschüler kommt zu seinem meister und fragt ihn
was ist das formlose
der meister malt mit seinem finger
in einem zug
einen kreis in den sand
und steckt anschliessend den finger
in den mund des schülers
und fragt ihn
wo nach schmeckt er
der schüler antwortet
nach sand
der meister sagt
falsch
der schüler antwortet
nach einem finger
der meister sagt
falsch
der schüler antwortet
nach einem kreis
der meister ruft
falsch falsch falsch
genug der törichten einfälle
schluck alle antworten herunter
wo nach schmeckt er
der schüler schweigt lange
der meister sagt
auch diese antwort ist falsch
der schüler antwortet
ja
ich weis
jetzt lächelt der meister
die frage
warum lächelt der meister
die antwort
das pi kitzelte seinen finger
das strategem
senkst du den finger
dann erscheint nichtpi
jede deutung bleibt sinnlos
denn der finger ist sprachlos
hyperion
Wer ist der Große Nebelhafte?
Er hat Froschaugen,
weiß nichts, weiß nichts,
hüpft herum, hüpft herum,
und freut sich.
Da gab es einen Wissenschaftler, der viel über die Welt brütete und der sich von diesem Brüten einiges versprach.
Ganz nebenbei meditierte er regelmäßig, um seinen Geist, vom vielen Brüten, auch mal zur Ruhe zu bringen. Da er dies sehr gewissenhaft und stetig tat, Tag für Tag und Jahr für Jahr, erlangte er eines Tages Erleuchtung.
Daraufhin schleppte er all seine Bücher in den Garten, schmiss sie auf einen Haufen und verbrannte sie.
Der Berg Lu im dichten Regen,
der Fluss Che zur Flutzeit.
Wäre ich nicht dort gewesen,
meine Sehnsucht hätte mich
immer weiter gedrängt.
Ich ging hin und kehrte zurück -
es war nichts Besonderes:
Der Berg Lu im dichten Regen,
der Fluss Che zur Flutzeit.
Und gleich noch eins:
Wer die Wahrheit durch Intellekt
und Gelehrsamkeit ergründen will,
entfernt sich immer weiter von ihr.
Erst wenn deine Gedanken aufhören,
sich überall hin zu verästeln,erst wenn du aufhörst etwas zu suchen,
erst wenn dein Geist reglos wie Holz oder Stein ist,befindest du dich auf dem richtigen Weg zum Tor.
(Huang-Po/Obaku)
Ein Meister wurde von einem neugierigen Mönch gefragt:»Was ist der Weg«
»Er ist gerade vor deinen Augen«, sagte der Meister.
»Warum sehe ich ihn nicht?«
»Weil Du an dich selber denkst.«
»Und Du, siehst Du ihn ?«
»Solange Du doppelt siehst und sagst 'ich sehe ihn nicht' und 'Du siehst' sind deine Auge getrübt«, sagte der Meister.
»Wenn es weder ICH noch DU gibt, kann MAN ihn sehen ?«
»Wenn es weder ICH noch DU gibt, wer sollte derjenige sein, der ihn sehen will.«
Zu Ni Lü–tse, dem Abt des schwarzen Felsens, trat einmal ein Schüler und fragte ihn nach dem Wesen des Menschen. »Ich bin beschnitten«, gab Ni Lü–tse zur Antwort. Der Schüler verstand nicht und bat den Abt, ihm den Sinn dieser Rede zu erklären. »Ich bin am ganzen Körper rasiert«, erwiderte Ni Lü–tse darauf. Nun war der Schüler in völliger Verwirrung belassen und er erbat vom Abt eine letzte Antwort, nämlich auf die Frage, was genau denn eigentlich die Lehre des Ni Lü–tse ausmache. »Ich bin beschnitten und rasiert«, bekam er zur Antwort. Da endlich hatte der Schüler verstanden. Er verließ noch am gleichen Tag das Kloster, zog in die Welt und wurde ein treuer Diener des Konfuzius.
| Einige zufällige Stichwörter |
Kritische-Assoziationen
vergnügt
Quotenkacke
neutral
anhäufen
|