antidigital
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Leider fallen mir viel zu viele mögliche neue Stichwörter ein. Da wären »ebenso«, ein ganz normales Wort, das vielleicht nicht nur in meinen Texten zu finden ist, »Libyen«, der Name eines von mir bewunderten Landes und eben »antidigital«, ein weiterer Neologismus für den mit Neologismen sowieso schon überfüllten Assoziationsblaster. Das Bedürfnis nach Selbstbezug hat für dieses Mal also noch über rationale Erwägungen obsiegt.
Was aber muß man sich unter »antidigital« vorstellen? Antigital sind einerseits Dinge, zum Beispiel Briefe, Schallplatten oder Schreibmaschinen, andererseits kann man auch von einer antidigitalen Lebenseinstellung sprechen. Eine Lebenseinstellung, die technologischen Fortschritt nicht ablehnt und sich erst recht nicht nach einem mittelalterlichem naturverbundenem Leben zurücksehnt, aber auch nicht bereit ist jegliche Skepsis aufzugeben und Entwicklungen wie das Internet als heilbringend zu akzeptieren.