Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Schabe«
Psi schrieb am 14.1. 2001 um 12:10:46 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Der Schabenprofesser.
Es war einmal kurioser Mann, der war groß, rotglatzig und dickbrillig. Einen richtigen Namen hatte er vermutlich nicht, aber gemeinhin wurde er »Totländer« oder »Brotwender« gerufen.
Dieser Schabenprofesser ist despotischer Herrscher in einem weißen Haus, das vollgestopft mit schäbigen Subjekten ist. Wem ist gelingt, diesem Irrgarten zu entrinnen, ist fortan schabenloser. Das ist zwar nicht toll, aber immerhin besser als schaflos.
KarstenL. schrieb am 18.5. 2001 um 02:13:21 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Schaben repräsentieren eine uralte, aber erfolgreiche Gruppe von Insekten, die bereits im
Karbon vor 200 Mio. Jahren auf der Erde existierte. Dies beweisen Fossilien, die Schaben
von damals in der heutigen Gestalt zeigen.
Die Tiere lebten im Dämmerlicht des Bodenstreus tropischer Wälder. In unserer Klimazone
dagegen gewährleistet nur die enge Nachbarschaft zum Menschen und das ganzjährige
Vorhandensein von Wärme und Feuchtigkeit das Überleben dieser Insekten.
Schaben werden in unserer Zeit durch die engen, weltweiten wirtschaftlichen Verknüpfungen
durch den Austausch von Waren in kurzer Zeit und über lange Distanzen schnell verbreitet.
Niemand kann sich heute davor schützen, mit Verpackungen, Lebens- oder Gebrauchsmitteln
Schaben einzuschleppen. Finden diese Insekten dann ideale Lebensbedingungen vor, ist in
wenigen Wochen bereits ein starker Befall entstanden.
Diese Insektenart legt Eipakete ab, die von einem Chitinpanzer geschützt sind und somit
kaum von Schädlingsbekämpfungsmitteln angegriffen werden können. In einem Eipaket sind
bis zu 40 Einzeleier enthalten. Die jungen Tiere (Nymphen) schlüpfen in einem Zeitraum von 2
Wochen bis zu 8 Monaten, je nach Temperaturgegebenheiten aus.
Schaben verursachen hygienischen Schaden. Sie können mit Ihren Exkrementen oder direkten
Kontakt folgende Krankheiten von infizierten Materialien z.B. auf Lebensmittel übertragen:
Salmonellose (Typhus, Paratyphus)
Tuberkulose
Lepra
Eiterungen
Wurmkrankheiten
Schaben verursachen materiellen Schaden. Sie verderben durch ihre Exkremente,
Nymphenhäute und Eipakete Lebensmittel, die nicht weiter verkauft werden dürfen.
Es baut sich in Lebensmittelbereichen durch Einschleppung oder Zuwanderung, sehr schnell ein
neuer Schabenbefall auf, wenn nicht regelmäßige Behandlungen / Inspektionen durchgeführt
werden.
Schaben verursachen psychologischen Schaden. Der Hauptgrund für ihre Bekämpfung ist der
Ekel, den viele Menschen vor diesen Tieren haben. Mitarbeiter werden vergrault, das
Betriebsklima und der gute Ruf sind gefährdet.
Da Schaben auf ihren Streifzügen mit hochinfektiösen Keimen in Berührung kommen können,
ist die Bekämpfung in Krankenhäusern Pflicht. Ebenso schreibt die Lebensmittelhygiene -
Verordnung vor, dass Schädlingsbefall im Nahrungsmittelbereich bekämpft werden muss.
Kontrolleure dürfen jederzeit die Räumlichkeiten prüfen. Bei Verstößen folgen hohe Auflagen
bzw. Strafen.
Bekämpfung & Kontrolle
Nach Reisen in Fernost-Länder Gepäck im Freien oder über der Badewanne auspacken und
ausschütteln, evtl. Textilien sofort waschen und Koffer absaugen.
Wenn nur wenige Schaben mit dem Urlaubsgepäck oder auf anderen Wegen eingeschleppt wurden,
so können die im folgenden beschriebenen Maßnahmen eine chemische Bekämpfung möglicherweise
überflüssig machen. Jedoch wird es beim Auftreten von Schaben in Wohnungen in vielen Fällen nötig
sein, einen sachkundigen Schädlingsbekämpfer heranzuziehen. Denn häufig sind auch die Schaben
von einem Herd außerhalb der Wohnung zugewandert, so dass eine Beschränkung der Behandlung
auf die Wohnung nicht erfolgsversprechend ist.
Kartons aus Lebensmittelgeschäften nach dem Transport sofort aus dem Haus entfernen.
Lebensmittel und organische Abfälle in geschlossenen Behältern aufbewahren und regelmäßig die
Vorratsschränke, Futternäpfe, Böden etc. reinigen (auch unter den Einbauschränken).
Fugen, Ritzen und Rohrdurchbrüche verfugen; Hohlräume und Installationsschächte abdichten.
Eukalyptusöl dient als Abwehrmittel, kann aber einen vorhandenen Befall nicht beseitigen.
Um Schaben effektiv zu bekämpfen, ist die Schabenart zu bestimmen, da die Entwicklung
unterschiedlich verläuft.
Die Bekämpfung muss in bestimmten Zeitabständen, die sich nach der Entwicklungszeit der Eier
richten, wiederholt werden; solange, bis alle Tiere geschlüpft und alle Jungtiere gestorben sind.
Insektizidfreie Schabenfallen aufstellen, um Ausmaß und Ort des Befalls herauszufinden. Basierend
auf Lockstoffen, wie z. B. Pheromone oder Futterlockstoffe, werden die Schaben angelockt und
bleiben auf einer Klebefläche haften. Die Fallen sollten dort platziert werden, wo die Schlupfwinkel
der Schaben vermutet werden: in Raumecken, entlang von Wänden, Schranksockeln, Fußleisten.
Konservendose (innen glattwandig) mit Sirup oder Rüböl füllen und aufstellen; Brettchen an das
Gefäß anlegen, um den Tieren das Hineinlaufen zu erleichtern. Schaben klettern in das Gefäß und
ertrinken im Sirup.
Sind die Schlupfwinkel der Schaben bekannt, sollten die lebenden und toten Tiere, die Eipakete und
Häutungsreste mit einem starken Staubsauger mit einer Vorsatzdüse weggesaugt werden
(Staubsaugerbeutel danach entsorgen).
Da Schaben auf Wassermangel empfindlich reagieren, sämtliche Wasserquellen außer Reichweite der
Schaben bringen: Wasser in Blumenuntersetzern, in Vasen, in Tiernäpfen, im Abfluss (mit dem
Stopfen verschließen), Kondenswasser an Fenstern etc.
Diatomeenerde-Pulver oder Silikat-Pulver (in der Apotheke erhältlich) können in die Schlupfwinkel
der Schaben gestäubt werden. Es tötet die Schaben durch den Abrieb der äußeren Schutzschicht und
damit durch Austrocknen ab.
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