>versenden | >diskutieren | >Permalink 
au-a-ha, am 5.6. 2012 um 15:09:56 Uhr
Wärterinnen

Eine Wärterin von gut 3500: Elfriede Rinkel bewachte Häftlinge im KZ Ravensbrück. Sie hat nie darüber gesprochenwie die meisten...

Lediglich einige Dutzend der 3500 KZ-Aufseherinnen aus Ravensbrück mussten sich nach dem Zweiten Weltkrieg vor Gericht verantworten. Und viele von denen, die noch leben, erzählen nichts von damals. Oft weiß nicht einmal der engste Familienkreis über ihr Vorleben Bescheid. So wie bei Elfriede Rinkel: Nicht nur ihrem Mann, auch ihrem Bruderer brachte sie im August zum Flugzeug nach Deutschlandhat sie nichts davon gesagt.

»Ich will nichts hören von früher!«, sagt Ruth A. aus der Gegend von Stuttgart, die sich 1943 freiwillig im KZ beworben hat: »Ich lebe so, wie es sich gehört«, sagt sie: »Ich will meine Ruh’, genau wie die Leute, die gelitten haben im Dritten Reich. AdeSie legt auf.

»Ich war doch noch ein junges Mädchen«, sagt Petra G. aus der Gegend von Berlin. Sie war Postbeamtin und ist 1941 freiwillig ins KZ Ravensbrück gewechselt: »Es hieß, die Gefangenen hätten dem Staat geschadet«, sagt sie, »was wirklich geschah in Ravensbrück, habe ich erst nach dem Krieg erfahrenSie sagt: »Irgendwie hat man Schuldgefühleobwohl man sich damals keiner Schuld bewusst war


   User-Bewertung: /

Bewerte die Texte in der Datenbank des Assoziations-Blasters!

Hiermit wurden Dir 2 Bewertungspunkte zugeteilt. Wenn Dir ein Text unterkommt, der Dir nicht gefällt, drücke den Minus-Knopf, findest Du einen Text, der Dir gefällt, drücke den Plus-Knopf. Jede Bewertung verbraucht einen Deiner Bewertungspunkte.

Damit Deine Bewertungs-Punkte erhalten bleiben, muss ein Cookie auf Deinem Computer abgelegt werden. Bitte wähle, ob der Cookie für vier Monate oder nur für eine Woche gespeichert werden soll:

Mehr Informationen über das Bewertungssystem
 Konfiguration | Web-Blaster | Statistik | Hilfe | Startseite