Caspar ist, wie jeder weiß, die Abkürzung für Chronisch Arbeitsloser Sozialparasit Auf Raubzügen, also sowas wie ich. Das sind die Leute, die eigentlich faul rumlungern wollen und vom Staat finanziert werden möchten, die aber stattdessen in 1-€-Jobs qualifizierte Arbeit für einen Hungerlohn erledigen, Vollschichtbefähigung bescheinigt kriegen, obwohl sie bei der Arbeitstauglichkeitsuntersuchung Befunde aus der Psychiatrie und jahrelanger ambulanter Behandlung vorlegen können, die nicht nur einen Haufen Konzentrations- und Schlafstörungen, sondern auch zwei schwere Persönlichkeitsstörungen, Wahrnehmungsverzerrungen und allgemeine Labilität bestätigen.
Jetzt überweist mich meine Neurologin ins Schlaflabor, und ich kann nur hoffen, dass dabei etwas rauskommt, denn trotz akuter Anspruchslosigkeit reicht Nichts nun mal nicht zum Leben. Raubzüge sind eigentlich doch eher nicht so mein Fall, vielleicht sollte ich wieder auf den Strich gehen.
Seit der Gesetzesänderung vom Februar, in Kraft seit 1.8.06, kommt kein Geld mehr. Meine Eltern sollen nun auf einmal kiloweise Formulare ausfüllen, eben den ganzen Antrag - bloß weil ich nicht 25 bin. Und ich kann nicht hier ausziehen, höchstens mich selbst.
Die Arbeitslosengesetze werden ja auch nicht gegen Arbeitslosigkeit gemacht, sondern gegen Arbeitslose.
Aber wenn ich jemanden erschieße, komm ich entweder ins Gefängnis oder in die Klapse, wahrscheinlich letzteres. Ganz unbürokratisch. Da gibts drei Mahlzeiten täglich, hab ich mir sagen lassen. Und Betten (ich hab keins).
Wenn man darüber mal nachdenkt... wer hat eine Waffe und wär gern tot?
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