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Peter K., am 6.8. 2006 um 20:20:25 Uhr
Marina

Marina ist gerade einundfünfzig geworden. Sie ist nicht sonderlich groß, und hat eine geradezu zierliche Gestalt - viel zu mager, um noch als schlank zu gelten. Ihr Kopf, nein, ihr Haupt dagegen ist ausserordentlich groß, und scheint von Rodin in Bronze modeliert worden zu sein. Es birgt einen makaberen Witz, eine sprühende Phantasie und eine derart beträchtliche Bildung, daß man sie ohne weiteres als Intellektuelle ansprechen kann. Mögen tut sie das nicht. Sie liebt die Bewunderung, die man ihr entgegenbringt, bittet sich jedoch aus, daß diese Bewunderung diskrete Formen wahrt. Ihren bedauerlichen finanziellen Verhältnissen begegnet sie mit einer Bedürfnislosigkeit, die in ihrer Konsequenz geradezu asketisch sein kann - als Preis für eine nach wie vor unerbittlich wahrgenommene Freiheit.


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