Gott, der Allmächtige - Jüdisch-christlicher
Schöpfungsmythos
"Am Tag, da Er, Gott, Erde und Himmel machte, noch
war aller Busch des Feldes nicht auf der Erde, noch
war alles Kraut des Feldes nicht aufgeschossen, und
Mensch, Adam, war keiner, den Acker, Adama zu
bedienen: aus der Erde stieg da ein Dunst und netzte all
das Antlitz des Ackers, und Er, Gott, bildete den
Menschen. Dann nahm Gott den Staub vom Acker,
blies in dessen Nasenlöcher Hauch des Lebens, und
der Mensch wurde zum lebenden Wesen." (Altes
Testament)
Die Mensch durfte nun im Garten Eden leben und bekam noch dazu eine Frau.
»Nicht gut ist, dass der Mensch allein sei« und stellte ihm eine Frau, geformt aus
einer Rippe, als Gehilfin zur Seite. Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde
und sprach zu ihnen "Fruchtet und mehret euch und füllet die Erde und
bemächtigt euch ihrer."
In der jüdischen, christlichen und islamischen Theologie bezeichnet die
Schöpfung die Erschaffung der Welt und der sie bewohnenden »Geschöpfe«
(Mensch, Tier, Pflanze) durch Gott, wobei die Schöpfung als »gut« und den
Menschen zur Freude und zum Nutzen geschaffen angesehen wurde. »Krone«
des Schöpfungswerkes ist der Mensch. Er steht über den anderen Geschöpfen
und ist von Gott beauftragt, die Schöpfung mitverantwortlich zu gebrauchen und
für die jeweils nachfolgenden Generationen zu bewahren. Grundlage des
jüdischen und christlichen Schöpfungsverständnisses sind die beiden biblischen
Schöpfungsberichte. 1. Schöpfungsbericht 2,4b 24 (10. Jhd. vor Chr. und 1.
Mose 1, 1 2, 4a (6.Jhd. vor Chr.)
»Die Schöpfung« von Joseph Haydn,
Domstufen-Festspiele in Erfurt, 2001
Am Anfang war das Wort
Die Genesis der Bibel berichtet auch,
wie am Anfang das Wort (Logos) bei
Gott und Gott bei dem Wort war.
Durch Aussprechen des Wortes
erschafft Gott Himmel und Erde,
Gestirne, Wasser und Land, Tiere und
Pflanzen. Dann formt Gott den
Menschen aus der Erde. Der
geschlechtlich unbestimmte Mensch
wird dadurch über die Tiere gesetzt,
dass er ihnen Namen gibt.
www.100Fragen.de
|