Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 39, davon 39 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 25 positiv bewertete (64,10%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 29.7. 1999 um 01:06:09 Uhr schrieb
Lord Binary über cyberspace
Der neuste Text am 24.12. 2021 um 23:48:19 Uhr schrieb
Patrick Batemann über cyberspace
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 8)

am 13.4. 2005 um 02:00:39 Uhr schrieb
Duracell über cyberspace

am 24.12. 2021 um 23:48:19 Uhr schrieb
Patrick Batemann über cyberspace

am 15.2. 2003 um 00:04:02 Uhr schrieb
Hardy über cyberspace

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Cyberspace«

cybertime schrieb am 14.6. 2001 um 15:31:51 Uhr zu

cyberspace

Bewertung: 1 Punkt(e)

Das Konstrukt einer »Totalillusion« erinnert an Platons Höhlengleichnis. Nach Platon ist der Mensch gefangen in
einer Inszenierung, die er für wirklich hält, ohne zu bemerken, daß es sich um eine Gefangenschaft handelt. Je
mehr die Konstruktion von Räumen, Situationen und Szenen auf die menschlichen Sinne und Gesten
ausgerichtet ist, desto umfangreicher wird die Erfassung und Programmierung des Menschen. Steigende
Freihgeitsgrade in der Virtuellen Realität (VR) bringen steigende Kontrolle mit sich. Folglich bedeutet totale
Illusion auch totale Kontrolle. VR wird zum Panoptikum, zu einer Gefangenschaft.
Heute ist das Hölengleichnis fast zum Modell für das Leben in einer Mediengesellschaft geworden. Ebenso ist es
aber auch ein Modell für neuere Einsichten in die Funktionsweise der Erkenntnis: Man geht heute davon aus,
"[...] daß wir keinen direkten Zugang zu einer Objektivität besitzen, sondern das unser Gehirn als ein
selbstorganisierendes System aufgrund von Irritationen Wirklichkeiten erzeugt, sie also projiziert oder simuliert"
(Rötzer 1993: 83) (vgl. Konstruktivismus). So verlagert sich die Zielrichtung: Ging es Platon noch um die
Unterscheidung zwischen Wirklichkeit und Fiktion, so geht man heute davon aus, daß "der Gang aus einer
Höhle nur in eine andere Höhle" (vgl. ebd.) führen kann. So wird - anders als bei Platon - durch den
Cyberspace die Orientierung an »Objektivität« und »Wahrheit« in Frage gestellt. Wenn die »virtuelle Realität« so
»real« wirkt, wie die »reale Realität«, was ist dann eigentlich real?

SubMask schrieb am 24.3. 2000 um 13:43:57 Uhr zu

cyberspace

Bewertung: 1 Punkt(e)

Die gesamte Software, die Zellen ansteuert, gilt als Teil des Systems. Sie ist Systemsoftware auf tiefster Ebene mit den weit ausgeklügelsten Sicherheitsschichten darüber, da sie sich direkt mit dem Überleben der menschlichen Rasse evalualisieren läßt.
Dieses Interface mutiert laufend, um optimale Ergebnisse pro Zelle erzielen zu können. Das Interface paßt sich also dem jeweiligen Menschen an. Weiterhin ist dieses Interface sehr empflindlich gegenüber äußeren Störungen, weshalb es sich auch so komplex entwickelte. Die äußersten Sicherheitsschichten des Interfaces sind beispielsweise auf die Wartung der Zellenhardware abgestimmt.

So verschmilzt aus Sicht der Virtuellen Welt die Zelle mit ihrem zugehörigen Interface und dem darin steckenden Menschen zum Überbegriff »Zelle«. Zellen haben also ein Bewußtsein, nämlich das des darin befindlichen Menschen. Mehr als dieses und einer eindeutigen ID, die nur der Zelle und dem System bekannt ist, wird einer Zelle vom System nicht zugestanden.

Paul Virilio schrieb am 14.6. 2001 um 15:35:46 Uhr zu

cyberspace

Bewertung: 1 Punkt(e)

3.3.3. »speed and information: cyberspace alarm«
Paul Virilio, Artikel, Le monde Diplomatique, August 1995

Einleitend beschreibt Virilio das Zwillingsphänomän »immediacy and instantaneity« (etwa:
Unmittelbarkeit und Augenblicklichkeit) als eines der drückensten Probleme mit denen sowohl
militärische als auch politische Strategen konfrontiert werden, als dramatischen Moment in unserer
Beziehung zur Welt und unserer Weltsicht.

Im Erreichen der Lichtgeschwindigkeit, nachdem die anderen beiden physischen Barrieren Schall und
Hitze bereits durchbrochen wurden, sieht Virilio ein historisches Ereignis das die Beziehung der
Menschen zur Welt durcheinanderbringt.

Der Cyberspace bringt eine völlig neue Perspektive, die des »Tele-Kontakts«, des Erreichens bzw.
Fühlens auf Distanz. Eine »taktile Perspektive«, die weit über das Audio-Visuelle hinausgeht.

Im Zuge des Ausbaus des Information Highways bemerkt Virlio ein neues Phänomen:
Orientierungsverlust, als Resultat der Verdopplung der Realität in Realität und Virtualität. Diese
Zerstörung der Beziehung zu anderen und der Welt würde zu einer tiefen Krise der Gesellschaft und
der Demokratie führen. Virilio bezeichnet diese Bedrohung auch als Diktatur der Geschwindigkeit

Virilios größte Befürchtung ist die Explosion unbegrenzter Information als der größte
anzunehmende Unfall der Zukunft ? die Informationsbombe. Das Hauptproblem dabei: das (noch
nicht vollständig bekannte) Potential der Computerkommunikation, nicht der Computer selbst.

Sergei Krikale schrieb am 14.6. 2001 um 15:26:22 Uhr zu

cyberspace

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sergei Krikalev: Auf der Erde gibt es zwei sich entsprechende horizontale Achsen: vorne/hinten
und rechts/ links. Hiervon unterscheidet sich die vertikale Achse oben/unten. Im Weltraum sind sie
alle gegeneinander austauschbar. Und im Grunde genommen ist das auch völlig normal. Denn an
sich sind jegliche Richtungen gleichrangig. Warum sollte ein hierarchischer Unterschied zwischen
der Vertikalen und der Horizontalen bestehen? So kann ich im All auf einer Wand der Kabine
schlafen oder an der Decke arbeiten. Um dennoch die uns vertrauten Orientierungspunkte zu
ermöglichen, benutzt man in der Raumstation Hilfsmittel wie Licht und Farbe. Man ahnt kaum,
welche aufwendigen psychologischen Untersuchungen dem Bau einer Raumstation zugrunde liegen,
mit dem einzigen Zweck, die Entfremdung der Kosmonauten von zu Hause so gering wie möglich
zu halten. Die Decke, oder genauer gesagt, die als solche bezeichnete Fläche, unterscheidet sich
durch ihre weiße Farbe und die Beleuchtung von den anderen Flächen, obwohl man dort genauso
gut schlafen wie arbeiten kann. Dementsprechend hat das, was als Boden definiert ist, wiederum
eine andere Farbe. Doch auch hierbei handelt es sich, genau wie bei den als Seitenwände bestimmten
Flächen, um nichts anderes als eine den anderen vollends vergleichbare Wand. So werden also
einfache Orientierungspunkte künstlich erzeugt, wo in Wahrheit alle Richtungen gegeneinander
austauschbar sind. Man könnte ebensogut die Raumstation auf den Kopf stellen, ohne dabei die
Referenzachsen zu verändern. Trotz allem ist es eigentlich falsch zu behaupten, daß im Weltraum alle
Richtungen gleich wären. Das stimmt zwar in physikalischer Hinsicht, denn im Verhältnis zum
Gravitationszentrum sind sie in der Tat ebenbürtig. Da man jedoch in einer Raumstation nichts weiter
tut, als um die Erde zu kreisen, ist man ihrer Anziehungskraft nach wie vor ausgesetzt. Und zwar in
zweifacher Hinsicht: d.h. auch psychisch. Deshalb schenkt man der Erde eine besondere Beachtung.
So unterscheidet sich dann doch eine Richtung von allen anderen. Es ist die der Erde. Und indem
man ständig in eine Richtung schaut, wird man sich ihrer auch bewußt. Genauso wie es hier unten
geschichtsträchtige oder persönlich emotionsgeladene Orte gibt, die uns immer etwas bedeuten, so ist
es im All die Erde als Ganzes. Somit kann ihre Richtung auch keine wie alle anderen sein.

Sergei Krikalev schrieb am 14.6. 2001 um 15:27:47 Uhr zu

cyberspace

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sergei Krikalev: Auf der Erde gibt es zwei sich entsprechende horizontale Achsen: vorne/hinten
und rechts/ links. Hiervon unterscheidet sich die vertikale Achse oben/unten. Im Weltraum sind sie
alle gegeneinander austauschbar. Und im Grunde genommen ist das auch völlig normal. Denn an
sich sind jegliche Richtungen gleichrangig. Warum sollte ein hierarchischer Unterschied zwischen
der Vertikalen und der Horizontalen bestehen? So kann ich im All auf einer Wand der Kabine
schlafen oder an der Decke arbeiten. Um dennoch die uns vertrauten Orientierungspunkte zu
ermöglichen, benutzt man in der Raumstation Hilfsmittel wie Licht und Farbe. Man ahnt kaum,
welche aufwendigen psychologischen Untersuchungen dem Bau einer Raumstation zugrunde liegen,
mit dem einzigen Zweck, die Entfremdung der Kosmonauten von zu Hause so gering wie möglich
zu halten. Die Decke, oder genauer gesagt, die als solche bezeichnete Fläche, unterscheidet sich
durch ihre weiße Farbe und die Beleuchtung von den anderen Flächen, obwohl man dort genauso
gut schlafen wie arbeiten kann. Dementsprechend hat das, was als Boden definiert ist, wiederum
eine andere Farbe. Doch auch hierbei handelt es sich, genau wie bei den als Seitenwände bestimmten
Flächen, um nichts anderes als eine den anderen vollends vergleichbare Wand. So werden also
einfache Orientierungspunkte künstlich erzeugt, wo in Wahrheit alle Richtungen gegeneinander
austauschbar sind. Man könnte ebensogut die Raumstation auf den Kopf stellen, ohne dabei die
Referenzachsen zu verändern. Trotz allem ist es eigentlich falsch zu behaupten, daß im Weltraum alle
Richtungen gleich wären.

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