Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Rhythmus«
Nils the Dark Elf schrieb am 20.7. 2001 um 18:58:15 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Man sollte immer zwischen Rhythmus und Takt unterscheiden. Takt ist eine starre Zeiteinteilung, wie etwa 4/4 oder 3/4 Takt, während Rhythmus eine Einteilung der Zeit in höchst unterschiedliche Intervalle ist. Es ist in der westlichen Musik meist üblich, daß der Rhythmus sich dem Takt unterordnet, aber es gibt auch Ausnahmen, z.B. im Jazz, wo der Rhythmus oft gegen den Takt arbeitet, so daß sich eine »swingende« Spannung aufbaut.
Rhythmus ist eine Eigenschaft lebendiger, natürlicher Systeme, Takt dagegen eine Eigenschaft von künstlichen, mechanischen Systemen. Sowohl Rhytmus als auch Takt definieren Eigenzeiten des Systems. Während der Rhythmus eine flexible Eigenzeit definiert, die sich immer wieder ändert, definiert Takt eine starre Eigenzeit. Oft wird ein eigenes Teilsystem, ein sogenannter Taktgeber, nur für den Zweck konstruiert, eine starre Eigenzeit zu liefern, damit mehrere dynamische Systeme, die zu ihren eigenen Rhythmen und damit zu flexiblen Eigenzeiten dienen, künstlich zu synchronisieren.
Höflichkeitsliga schrieb am 24.9. 2002 um 02:50:27 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Einen blöden Rhythmus, EINEN GANZ EINEN BLÖDEN BLÖDEN RHYTHMUS was das zu Bett gehen und aufstehen angeht haben wir hier, EINEN GANZ EINEN BLÖDEN RHYTHMUS, das ist nämlich ein Scheiß, wenn man immer um 5 ins Bett geht, und um 12 aufsteht, an kein AMT kann man nicht gehen, weil alles schon zu hat, aber DAS IST HALT JETZT MEIN RHYTHMUS, DEN HAB ICH JETZT, UND DER GEHT SCHLECHT WEG, ALS STUDENTENSPACK, DAS IST HALT EIN SCHEISS...
Anja schrieb am 26.1. 2003 um 15:28:50 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Strawinsky war der König der Rhythmen. Die Polymetrik vollführte er in absoluter vollkommenheit. Während der Kontrabass den stumpfen Grundrhytmus des Zweivierteltaktes hämmerte spielten die Trompete und Posaune raffinierte Klänge und ungewöhnliche Intervalle.
Der Marschrhythmus, wie ihn alle Welt aus dem Radetzkymarsch im Ohr hat wird bis zur Unkenntlichkeit parodiert. Ein marschierender Soldat wäre bei einer solchen Musik sicher gestolpert.
Das ist eben der Expressionismus.
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