Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
938, davon 925 (98,61%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 267 positiv bewertete (28,46%) |
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0,316 Punkte, 390 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
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Der erste Text |
am 10.8. 1999 um 09:12:12 Uhr schrieb Effi
über Angst |
Der neuste Text |
am 16.1. 2025 um 22:43:05 Uhr schrieb Leonard Falk
über Angst |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 390) |
am 16.9. 2005 um 18:21:03 Uhr schrieb kingfish über Angst
am 27.8. 2005 um 20:43:51 Uhr schrieb Roswitha über Angst
am 4.9. 2002 um 15:13:40 Uhr schrieb dorian gray über Angst
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Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Angst«
Benjamin schrieb am 17.1. 2001 um 16:08:58 Uhr zu
Bewertung: 19 Punkt(e)
Fango
„Wohin?“, ich kurble sporadisch am Fenster, das ist nämlich kaputt. Das durchnässte Fräulein lässt sich auf den Sitz plumpsen und sagt garnix.
Zwei schreckliche Stunden später habe ich ihr immer noch keinen Laut entlockt. Sie sitzt einfach da, raucht und dreht ab und an am Radio, dass den Regen übertönen soll. Ich bin ziemlich irritiert.
Als ich noch per Anhalter unterwegs war, denke ich, kam ich aus dem Erzählen gar nicht mehr heraus, wir haben ja auch viel erlebt, damals. Außerdem war mir das störrische Autobahnschweigen immer schrecklich peinlich.
Mich wurmt es ein wenig, dass sie ohne zu fragen mein Auto vollqualmt, ich habe nämlich erst vorgestern aufgehört – wegen Gabi. Aber ansprechen tu ich sie nicht. Ich kann auch stur sein.
Jetzt sagt sie endlich was, ich merke das vorher, weil sie plötzlich laut und scharf einatmet und schiele neugierig zu ihr herüber.
Ihr Mund formt sich langsam und verkrampft zu einem O, dann zu einem breiten E, dann purzeln brüchig ein paar spastische Laute aus ihr heraus, ungefähr so: „Bwärgnnck?“
Es hört sich ganz eindeutig nach einer wohlgewogenen Frage an, ich zucke aber trotzdem zusammen, weil es so krächzig klingt.
„W...Wiebitte?“ ich spüre meine Gesichtsmuskeln entgleiten. Sie dreht sich sichtlich erleichtert wieder nach vorn und starrt weiter auf die vorüberfliegende Tristesse.
„Ich glaube, ich habe sie gerade akustisch nicht verstanden...“
Sie drückt schweigend ihre Kippe aus.
„Ähm, ich weiß immer noch nicht... Also ich fahre jetzt hier die nächste ab, ist das, für sie ... für dich okay?“
„ ... ... ...“
Ich habe mir ganz offensichtlich eine Verrückte aufgehalst. Sie ist mager und struppig und sie riecht ein ganz kleines bisschen sauer, nach dem Regen in ihren Kleidern. An der nächsten Raststätte ist sie draußen, denke ich mir und drücke unwillkürlich etwas fester aufs Gas. Nach fünf Minuten ohrenbetäubender Stille wird es mir dann zu bunt. Sie könnte ja auch taubstumm sein.
„Hast Du mir vielleicht auch ´ne Zigarette?“ teste ich. Erst reagiert sie nicht. Dann greift sie hastig in die Tasche ihrer Lederjacke, holt ein zerknittertes Päckchen Tabak heraus, drückt prophylaktisch auf den Anzünder und dreht mir eine ziemlich dicke, schrumpelige Zigarette, die sie mir ohne einen Blick überreicht.
Aha. Jetzt muss ich sie aber auch rauchen. Ich bin beinahe froh über den originellen Vorwand, bei den ersten Zügen wird mir trotzdem schwindelig, ein schönes Gefühl, obwohl der Tabak kratzig und alt schmeckt.
Das nächste blaue Schild kündigt den RASTHOF NECKARBURG an. Das Ende einer Zufallsbegegnung naht, ich habe das Rauchen wieder angefangen.
Dann piepen dumpf die Anfangstöne der Toccata in d-Moll aus ihrer Jacke. Sie zuckt zusammen, rührt sich aber nicht vom Fleck. Ich drehe das Radio ab. Mein Handy hat das gleiche Klingeln gehabt. Endlich greift sie in die Tasche, kramt hektisch nach dem Handy und hält es sich dann ohne ein Wort ans Ohr. Ein paar Sekunden lang ist es sehr still im Auto. Dann piept es nochmal, als sie die rote Taste drückt. Stille.
Ich nehme entschlossen die Ausfahrt zum Rasthof.
Als sie aussteigt, will ich ihr noch ein „Komm gut weiter“ oder so etwas ähnliches mit auf ihren stummen Weg geben, da drückt sie mir ein Stückchen Papier in die Hand. Sie schaut mich nicht nochmal an, dreht sich einfach um und läuft los. Langsam und bedächtig und immer noch tropfnass. Ich schaue ihr fasziniert hinterher, bevor mich die Neugier packt und ich lieber sehen will, was auf dem Zettel steht.
Er ist leer.
Maja schrieb am 24.12. 2001 um 06:39:12 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Argument für alle Kriege dieser Welt: Angst vor irgendwem, vor Afganistan, vor Japan, vor den Serben, vor Vietnam, vor den Russen, vor den Schwarzen, vor den Weißen, vor den Nazis, Angst vor allem und jedem ..... Deswegen müssen die Leute Kriege führen: Aus Angst um irgendwelche Rohstoffe und Vormachtstellungen. Angst ist das Übel aller Zeiten gewesen. Angst blockiert, Angst lähmt, aus Angst wird nichts Kreatives mehr geschaffen, man wird selbst immer kleiner, und die anderen erscheinen immer Größer.
Liebe und Kreativität sind das Gegenteil und der größte Feind der Angst, denn sie führen zusammen und schaffen etwas neues. Angst trennt uns, lähmt uns und läßt uns zerstören. Wir haben von allem etwas in uns.......
Das fällt mir zu Angst ein.
MissesHippie schrieb am 19.3. 2002 um 12:16:30 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Feigling
Ich habe Angst vor Dunkelheit.
Warum kann es nicht heller sein?
Ich habe Angst vor Einsamkeit,
Dabei bin ich so oft allein.
Hab Angst, was zu probieren,
Ich könnte ja versagen.
Und Angst, was zu kapieren,
Man könnte mich ja fragen.
Ich habe Angst vor Räumen,
Weil etwas mich beengt.
Ich habe Angst vor Träumen,
Wenn man an Böses denkt.
Ich habe Angst vor Tieren,
Vor Löwen, Tigern, Bären.
Ich hab Angst, zu verlieren,
Ich kann mich ja nicht wehren.
Ich habe Angst davor, zu geben,
Denn etwas ist auf einmal fort.
Darum werd ich nicht richtig leben,
Und meine Seele, sie verdorrt.
Henkersbraut schrieb am 28.8. 2005 um 18:19:09 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Sie fragen mich, was Angst ist ? Angst kann sehr vieles sein. Angst ist, wenn Sie nur sehr langsam wach werden; bevor Sie aufstehen liegen Sie einfach nur da und starren in den Raum. Über Ihrer Netzhaut liegt ein milchiger Film, der Ihre Umwelt weich zeichnet. Das verhasste Licht des neuen Tages dringt durch ein Fenster während Sie langsam beginnen, Ihren Körper wahrzunehmen. Angst ist auch, wenn Sie eine ganze Weile dafür brauchen, Ihre Gedanken in Bewegung zu versetzen. Angst ist, wenn Sie weder wissen, welcher Tag es ist, noch was Sie gestern und am Abend zuvor getan haben. Als Sie alle Ordner und Schubladen Ihres Gehirns danach durchsucht haben und endlich fündig geworden sind, fällt Ihnen augenblicklich, wenn nicht sogar gleichzeitig ein, welche Angsteinflössenden und unangenehmen Aufgaben Sie auch heute wieder zu bewältigen haben werden. Während Sie aufstehen, sind Sie von ständig zunehmender Angst umgeben; Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sie einzuatmen. Die nächste Station der Angst begegnet Ihnen im Badezimmer. Sie blicken in den Spiegel und sehen ein Gesicht, das Sie kaum kennen. Mit lebensmüden, aufgequollenen Augen schaut Sie ein Fremder an; fettige Harre, grobporige, schuppige Haut, unrasiert. Als dieser Fremde unter die Dusche tritt, bemerkt er, daß sein Körper nicht mehr so aussieht, wie er ihn in Erinnerung hatte; dass er nicht mehr im Besitz des Körpers ist, den er gerne hätte. Angst ist, wenn Sie sich selbst nicht schön finden: wenn Sie dick und weiß sind und Sie sich in Ihrer Haut nicht wohl fühlen. Die bleichen Hände, die den verkalkten, matten Duschhahn aufdrehen, beginnen unter dem kalten Wasser eine lila Färbung anzunehmen. Angewidert reiben Sie den schwammigen Körper mit Seife ein und fühlen sich dabei, als würden Sie eine Qualle streicheln. Nachdem Sie alle Rituale, die zum traditionellen Beginn eines Tages notwendig sind ausgeübt haben und das Höchstmaß an Funktionalität von Körper und Geist wiederhergestellt ist, erreichen Sie den Höhepunkt des Tages mittels des Dramas um die erst Zigarette am Morgen. Bringen Sie es hinter sich. Nach drei Zügen sind Sie schonungslos im Depressionsholocaust verloren. Die Probleme, hauptsächlich solche, die Sie sich selbst konstruiert haben, sausen ihnen wie Maschinengewehrsalven um die Ohren. Orgasmen aus Existenzängsten, Geldnöten, Beziehungskrisen, unfreundlichen Mitmenschen, Bürokratiegetränkten Behördengängen und Termindruck schreien Ihnen von beiden Seiten um die Ohren, so dass Sie sich eine Kugel durch den Kopf schießen möchten, um dem ganzen Fiasko ein angemessenes Ende zu bereiten. Nach viereinhalb Minuten hört der Spuk so schnell auf, wie er begonnen hat. Der Glimmstängel erlischt im Aschenbecher. Zusammenfassend würde ich sagen, dass Angst ein sehr großer Bestandteil meines Leben ist; besser gesagt: geworden ist.
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