Mit dem Begriff Deglobalisierung wird ein wirtschaftspolitischer Kurs von Staaten oder Staatenbündnissen beschrieben, die sich von einer weiteren Weltmarktintegration distanzieren.
Um verschiedene politische Zielsetzungen zu erreichen, sei eine Nichterfüllung der WTO-Regeln notwendig, um z. B. durch Kapitalverkehrskontrollen, Protektionismus für heimische Industrien und gezielte Subventionen eigenständige Wirtschaftskraft zu fördern. Als Beispiel wird von Deglobalisierungs-Befürwortern oft auf die asiatischen Tigerstaaten hingewiesen, die dieser Strategie gefolgt seien und somit von Entwicklungsländern zu Industrieländern aufgestiegen sind. Wirtschaftsentscheidungen sollten sich nicht an der Marktlogik, sondern an Fairness, Solidarität und Sicherheit orientieren.
Literatur [Bearbeiten]
Bello, Walden: De-Globalisierung. Widerstand gegen die neue Weltordnung., Hamburg 2005.
Manfred Julius Müller: Anti-Globalisierung. Zurück zur Vernunft!, 2002, ISBN 3831135886
Niggli, Peter: Nach der Globalisierung. Entwicklungspolitik im 21. Jahrhundert., Zürich 2004.
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Deglobalisierung“
Kategorie: Globalisierung
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