man muß sich nicht immer verstehen. Ich würde für den Beruf des Designers erst einmal ein Pflichtjahr in einer kleinen Küche verordnen, und zwar mit medikamentös induziertem Zittern der Hände und großer Empfindlichkeit der Haut der Finger und dann soll dieser Designer mal alle diese Plastikhauben auf dem Lachs und überhaupt, er soll mal alles öffnen und wieder schließen, mehrfach, weil eine Packung für einen Einzelnen ja haltbar sein soll, und die neuen Deckel auf der Milch die soll er auch zehnmal, nein, zwanzigmal auf und wieder zuschrauben, da muß man ja wie bei der Cremetube das Gewinde auf das Genaueste treffen, überhaupt sollten die Designer der neuen Generation auf die Alterspyramide vorbereitet sein, sie sollten Dinge machen die haltbar sind und die sich einfach bedienen lassen oder öffnen oder zuschrauben. Designer nehmen oft die große Verantwortung die sie haben nicht wahr. in einer Überflußgesellschaft wachsen gute Designer nicht auf Bäumen. Armut macht erfinderisch. dann kommen die Reichen und klauen die Ideen der Armen und geben sie als die ihren aus.