Ein unmöglicher Dreizack, auch bekannt als unmögliche Gabel, Blivet, Poiuyt oder Teufelsgabel, ist eine Zeichnung eines unmöglichen Objekts (»undefinierbare Figur«), eine Art optische Täuschung. Sie scheint an einem Ende drei zylindrische Zinken zu haben, die sich dann auf mysteriöse Weise in zwei rechteckige Zinken am anderen Ende verwandeln.
1964 berichtete D.H. Schuster, dass ihm im Anzeigenteil einer Luftfahrtzeitschrift eine zweideutige Figur neuer Art auffiel. Er nannte sie einen »dreistöckigen Gabelkopf«. Er beschrieb die Neuheit wie folgt: »Im Gegensatz zu anderen zweideutigen Zeichnungen ist an ihrer Wahrnehmung und Auflösung eine tatsächliche Verschiebung der visuellen Fixierung beteiligt.« Das Wort »Poiuyt« erschien auf dem Titelblatt des Magazins Mad im März 1965 mit dem vieräugigen Alfred E. Neuman, der die unmögliche Gabel auf seinem Finger balanciert, und der Bildunterschrift »Introducing 'The Mad Poiuyt'« (die letzten sechs Buchstaben in der obersten Reihe der QWERTY-Schreibmaschinen, von rechts nach links). Eine anonyme Version, die als »Lochortungsgerät« beschrieben wurde, wurde in der Juni-Ausgabe 1964 von Analog Science Fiction and Fact abgedruckt, mit der Bemerkung, dass »dieses unerhörte Stück Zeichenkunst offensichtlich aus den Finagle & Diddle Engineering Works stammt« (obwohl etwas anderes, das »Lochortungsgerät« genannt wurde, bereits 1961 patentiert worden war).
Der Begriff »blivet« für die unmögliche Gabel wurde von der Zeitschrift Worm Runner's Digest populär gemacht. Im Jahr 1967 veröffentlichte Harold Baldwin dort einen Artikel mit dem Titel »Building better blivets«, in dem er die Regeln für die Konstruktion von Zeichnungen auf der Grundlage der unmöglichen Gabel beschrieb. Im Dezember 1968 schrieb der amerikanische Optikdesigner und Künstler Roger Hayward einen humorvollen Beitrag »Blivets: Research and Development« für The Worm Runner's Digest, in dem er verschiedene auf dem Blivet basierende Zeichnungen vorstellte. Er »erklärte« den Begriff wie folgt: »Der Blivet wurde erstmals 1892 in Pfulingen, Deutschland, von einem schielenden Zwerg namens Erasmus Wolfgang Blivet entdeckt.« Er veröffentlichte dort auch eine Fortsetzung, Blivets - the Makings.
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